Die tödlichen Talente des Mr. Diehl

Die tödlichen Talente des Mr. DiehlDas Buch beginnt mit einem Paukenschlag… sowohl der Klappentext, als auch der Titel des Buches und der erste Satz „Seine Hände fand man nie.“ haben bei mir sehr hohe Erwartungen erweckt, die nicht komplett erfüllt werden konnten.

Adam Diehl, ein Sammler wertvoller Bücher, wird in seinem Haus überfallen und beide Hände werden ihm abgehackt. Einige Tage später erliegt er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Ich-Erzähler Will, dessen Name der Leser erst sehr viel später erfährt, ist mit der Schwester Adam Diehls zusammen und kein unbeschriebenes Blatt in der Buchfälscherszene.

Im Laufe der Handlung wird immer deutlicher, dass er etwas zu verbergen hat und es wird auf subtile Art und Weise eine Spannung aufgebaut, indem immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden. Obwohl man erahnt, wer hinter dem grausamen Überfall steckt, blieben die einzelnen Protagonisten für mich teilweise undurchschaubar.

Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen, auch wenn er etwas ungewohnt ist und man das Buch nicht mal nur so nebenher lesen kann.

Die Tatsache, dass ich das Buch nicht mit voller Sternenzahl bewertet habe, rührt daher, dass ich wohl aufgrund des Titels und des Klappentextes, sowie der Ansage, dass es sich bei diesem Buch um einen literarischen Thriller handelt, etwas andere Erwartungen an das Buch gerichtet habe. Auch scheint der Titel meiner Ansicht nach schlecht gewählt, da weder die „Talente“ von Adam Diehl, noch die grausame Verstümmelung und sein später eintretender Tod, zentral behandelt werden. Wohl wird dieses Geschehen zum Hauptbeweggrund für das Handeln der Protagonisten, jedoch wird Adam Diehl von Will immer wieder abschätzend als Stümper bezeichnet, der sein Handwerk nicht besonders überzeugend ausführt.

Alles in allem hat das Buch mir dennoch gut gefallen. Die Einblicke in die Buchszene sind sehr interessant und offensichtlich gut recherchiert.

Wer sich bei diesem Werk auf einen klassischen Thriller freut, wird enttäuscht werden. Wer jedoch seine Erwartungen nicht zu hoch schraubt und sich auf einen spannenden Roman einlässt, wird nicht enttäuscht werden.

Von mir gibt es 4 Papierblumen.

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