Gestehe!

„Je mehr Geheimnisse man bewahren kann, desto stärker wird man von innen heraus.“ (S. 185)

LoveandConfess

Fünf Jahre nach dem schmerzhaften Verlust ihrer ersten großen Liebe zieht es Auburn nach Dallas, wo sie versucht sich ein neues Leben aufzubauen. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt trifft sie auf Owen, einen jungen Künstler, der sich von den Geständnissen anderer Menschen zu seinen Bildern inspirieren lässt.
Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen, doch sie sind von Geheimnissen umgeben, die alles zu zerstören drohen, was ihnen wichtig ist…

Ich habe bereits mehrere Romane von Colleen Hoover gelesen und mag ihren Schreibstil unwahrscheinlich gerne. Ihr gelingt es die Emotionen der Protagonisten auf den Leser zu übertragen, so dass man sich bis zur letzten Seite an den Roman und an seine Charaktere gebunden fühlt.
Sie schreibt mit sehr viel Gefühl, dabei keineswegs kitschig, sondern eindringlich und authentisch und haucht ihren Geschichten allein durch Worte pures Leben ein. Auch in Love and Confess musste ich an manchen stellen innehalten, weil mich ein Satz zum nachdenken gebracht hat, wunderschön formuliert war oder weil einfach so viel Wahrheit darin steckte.

„Es ist, als hätte sie Angst, ich könnte ihrer inneren Leinwand Pinselstriche hinzufügen, die sie für immer verändern würden, wenn ich ihr zu nahe käme.“ (S. 57)

Das Herzstück bildet natürlich die Handlung selbst. Wer bereits Bücher der Autorin gelesen hat, weiß das C. Hoover immer wieder gerne Situationen in den Handlungsverlauf einbaut, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte. Dieser Überraschungseffekt ist auch hier wieder zu finden und fesselt einen an den Roman. Man denkt die Handlung verläuft genau so, wie man es sich in dem Moment vorstellt, man ist sich dessen schon fast sicher, doch dann kommt plötzlich alles ganz anders…

Damit in Verbindung stehen natürlich auch die Protagonisten, die hier eine durchdachte Vorgeschichte besitzen.
Auburn ist sympathisch, man muss sie einfach mögen. Das Leben verlief für sie nicht immer in geordneten Bahnen und sie musste viele Rückschläge verkraften, was sie jedoch nur noch stärker gemacht hat.
Ebenso wie Auburn ist Owen gutherzig. Zum Schutz anderer, trifft er Entscheidungen, die sein eigenes Leben auf den Kopf stellen, dennoch sind diese für den Leser nachvollziehbar.
Er ist Künstler und lässt sich von anonymen Geständnissen fremder Menschen inspirieren. Gerade zu Anfang des Romans spielen seine Gemälde eine größere Rolle, was sich jedoch im Verlauf der Handlung auflöst und an manchen Stellen vielleicht sogar zu kurz kommt, gegen Ende jedoch wieder mehr Raum einnimmt.

Interessant ist, dass die aufgegriffenen Geständnisse echt sind und von anonymen Leserinnen an C. Hoover geschickt wurden. Sie hat sie dann in ihren Roman eingewebt. Diesen Gedanken und die Idee fand ich sehr interessant!

Aufgewühlt haben mich insbesondere die Antagonisten in Love and Confess, die wirklich toll in den Roman eingearbeitet wurden. Ich bin über so manche Aussage zusammengezuckt, bin wütend geworden und vor allem habe ich mir die Frage gestellt, warum es Menschen gibt, die sichtlich Spaß daran haben das Leben anderer zu zerstören und sich permanent dem Glück anderer in den Weg stellen!

Colleen Hoover arbeitet mit kleineren Zeitsprüngen, sowie Rückblenden. Dies blockiert jedoch keineswegs den Lesefluss, sondern lockert den Roman auf. Vieles führt zu weiteren Fragen, anderes liefert Antworten.

Leider hatte ich auf den ersten hundert Seiten das Gefühl der Roman tritt auf der Stelle. Es gibt Wiederholungen bei den Andeutungen, die meistens gegen Ende erst aufgelöst werden.
Zur Mitte hin, wird jedoch das Tempo angezogen, es passiert mehr und ab hier, konnte mich die Autorin auch wieder überzeugen. Einige Seiten weniger (und das gegen Anfang) hätte dem Roman jedoch nicht geschadet.

Love and Confess ist eine klare Leseempfehlung von mir.
Ich glaube Leser, die bereits Erfahrungen mit der Autorin gemacht haben, werden diesen Roman sowieso bereits auf der Bildfläche haben und sicherlich lesen wollen. Diese werden nicht enttäuscht werden, denn typische Merkmale, wie ein überzeugender Schreibstil, tolle Protagonisten, viele Emotionen und eine spannend ausgearbeitete Story, die einen bis zur letzten Seite mitfiebern lässt, sind auch hier wieder vertreten!

Jedem neuen Leser, der auf diesen Roman aufmerksam geworden ist, kann ich auf jeden Fall empfehlen der Autorin eine Chance zu geben! Love and Confess birgt eine tolle Geschichte in sich, die seinem Leser zeigt, dass es für jede scheinbar ausweglose Situation doch eine Lösung gibt, man muss nur tapfer sein…

Von mir gibt es 4 Papierblumen.

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