Wer wagt gewinnt. Nicht nur im Spiel…

„Ich schlinge die Arme um den Körper und sehe ein paar Minuten zu, während all das, wovor ich mich fürchte, in Flammen aufgeht, und in den unterschiedlichsten Schattierungen von Rot über Orange über Gelb bis hin zu Blau aufflackert.“ (S. 298)

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Als Eliza ihr lila Notizbuch nicht finden kann, wächst ein ungutes Gefühl in ihrer Magengegend. Und es begründet sich zurecht! Ihr Exfreund Cooper und seine chauvinistischen Freunde (Sie nennen sich die 318er…) haben ihr  Tagebuch geklaut! Aus Rache, weil Eliza unschöne Dinge über Cooper im Internet veröffentlicht hat. Der Tagebuch – Klau ist die ultimative Katastrophe, denn dort hat Eliza ihre geheimsten Ängste notiert. Wenn Eliza vermeiden will, das ihr Tagebuch im Internet für jeden frei zugänglich wird, dann muss sie eine Nacht voller Mutproben bestehen…

Ganz ehrlich? Dieses Buch hat mir mal wieder bestätigt, warum ich kein Tagebuch habe! Und natürlich habe auch ich, mit elf oder zwölf Jahren, damit angefangen, weil ich es toll fand. Wer nicht? Aber dann hab ich entweder diesen kleinen dünnen Schlüssel verloren oder verzweifelt nach einem sicheren und guten Versteck gesucht! Letzten Endes hab ich es dann ganz aufgegeben…

Heute bewundere ich diejenigen unter Euch, die in der Bahn sitzen oder sonst wo, auf diesem Planeten… und mit ihrem farbigen ‚Moleskine‘  – Notizbuch ihre Gedanken und Gefühle teilen…
Schreibt Ihr Tagebuch? Wenn Ja, dann kennt ihr doch sicherlich auch die damit verbundene Angst, dass es in die falschen Finger gerät, denn das Tagebuch (… auch wenn es nur aus einfachem Papier besteht) kann zu einer der schlimmsten ‚Seelenwaffen‘ werden. Warum? Nun ja, es ist so privat, dass es dich verletzbar macht.
Andererseits wird einem in „Die Verrückteste Nacht meines Lebens“ gezeigt, wie ein einfaches Notizbuch dich an Stärke und Selbstbewusstsein gewinnen lässt.

Zum einen finde ich, dass „Die verrückteste Nacht meines Lebens“ von Lauren Barnholdt meiner Meinung nach eines der schönsten Cover unter den Taschenbüchern besitzt…
Man sieht ein Pärchen auf einer Bank sitzen,  der Junge küsst die Stirn von dem Mädchen. Die Szene bzw. die Situation ist ziemlich süß und ich finde auch treffend im Hinblick auf den Inhalt des Buches. Die Lichtspiegelungen lassen das Cover förmlich leuchten.

„Ein wunderschöner, fröhlicher Schmöker mit Tiefgang!“ Harmony Reviews

Dem kann ich mich nur anschließen. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und bietet seinem Leser wunderschöne Lesemomente! Ich habe das Buch in nur einer einzigen Nacht gelesen und habe es genossen die Protagonistin Eliza, in der verrücktesten Nacht ihres Lebens zu begleiten.
Ich mag es ziemlich gerne, wenn Romane nur in einer einzigen Nacht erzählt werden, weil ich finde, dass diese Bücher meistens eine ganz eigenen Atmosphäre besitzen und diese Atmosphäre hat auch Lauren Barnholdt sehr schön eingefangen!

„Ich spüre, wie heiße Tränen in meinen Augen brennen, aber ich dränge sie zurück. Ich habe keine Zeit zum Rumheulen, und ich habe keine Zeit, darüber nachzudenken, wie einfach es wäre, ihm (Cooper) zu erklären, er und seine Bande sollen sich zum Teufel scheren und dass es mir egal ist, (…). Aber das geht nicht. Selbst wenn ich nicht gewollt hätte, selbst wenn mir das alles egal gewesen wäre. Es ist nämlich so. Leider stehen auch Geheimnisse in meinem Buch, die nicht nur mich betreffen.“ (S.117)

Die Protagonistin war mir vom ersten Moment an sympathisch und man ist sofort mitten im Geschehen und man braucht eigentlich kaum Zeit, um sich in der Geschichte zurechtzufinden.
„Die verrückteste Nacht meines Lebens“ lässt Eliza an ihre ‚inneren‘ Grenzen gehen. Sie muss ihre Ängste überwinden und sich auch der Wahrheit stellen.
An ihrer Seite hat sie Clarice und Marissa, ihre besten Freundinnen. Die beiden haben jedoch auch das ein oder andere Problem und sind daher zwischenzeitlich auch mal verschwunden… Aber da ist auch noch Cooper, Eliza’ s Exfreund. Er beobachtet und kontrolliert Eliza dabei, ob sie die gestellten Aufgaben auch wirklich absolviert und erweist sich sogar in der ein oder anderen Situation als hilfreich. Aber vor allem tritt er sich dabei selbst auf den Schlips.

„Er wirbelt mich herum, und währenddessen begegne ich quer durch den Raum Coopers Blick. Er sitzt jetzt mit den 318ern an der Bar. Sein Gesichtsausdruck wirkt einigermaßen schockiert. Gut so. Ich hoffe, er ist total geschockt.“ (S. 60)

Und damit ist diese eine Nacht auch der Zeitpunkt, wo die beiden über ihre ‚verbockte’ Beziehung sprechen… Wer hat die Beziehung beendet? Wer war Schuld und was ist eigentlich passiert?

Ich gebe dem Buch fünf Papierblumen, weil es mich einfach super gut unterhalten hat und ich es einfach nicht mehr beiseite legen wollte. Es war eben eines dieser Bücher, welches man in nur einer einzigen Nacht durchliest und das einen mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen lässt.
Ich kann es jedem Leser empfehlen, der was schönes, leichtes und lockeres lesen möchte! Zudem verfügte die gesamte Geschichte über einen wunderbaren Aufbau, mit kleineren Überraschungen und die einzelnen Etappen sorgen für Abwechslung beim lesen, wodurch es auch an Spannung nicht mangelt.
Und dann gabs da noch diese süße Liebesgeschichte…

Zuletzt ein kleiner Tipp von mir: Versteckt eure Tagebücher… oder vielleicht auch nicht, denn wenn so eine verrückte Nacht dabei herausspringt, dann kann man vielleicht sogar damit leben 😉.

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