Erinnere dich! Oder lieber doch nicht?

In einer einzigen Nacht wird das Leben der siebenjährigen Libby Day zerstört. Ihre Mutter und ihre beiden älteren Schwestern werden brutal ermordet, Libby überlebt die Tragödie nur durch Zufall und mit viel Glück. Ausgerechnet ihr älterer Bruder Ben soll der Täter sein. Die Spurenlage ist unklar, doch Libby beschuldigt ihn der Tat. So wird Ben verurteilt und kommt hinter Gitter. 25 Jahre später steckt Libby in finanziellen Schwierigkeiten und lässt sich dafür bezahlen, die Vergangenheit ihrer Familie zu durchleuchten. Nach und nach kommen ihr immer mehr Zweifel an Bens Verurteilung. Hat sie ihren unschuldigen Bruder ins Gefängnis gebracht ?

Die Idee der Handlung finde ich überaus interessant, doch von ihrer Umsetzung bin ich maßlos enttäuscht. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr schwer, der Schreibstil ist mir zu abschweifend und zu zäh. Sogar die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge erhöhten die Spannung meiner Meinung nach nicht. Es kommt mir nicht oft vor, dass ich ein Buch am liebsten abbrechen möchte, doch bei Dark Places musste ich mich regelrecht zwingen, es zu lesen.

Libby Day gefiel mir von der Darstellung ihrer Persönlichkeit am besten. Sie ist ein Paradebeispiel eines Anti-Helden und für mich der einzige positive Aspekt des Buches.
Sie kommt weder mit ihrer Vergangenheit, noch mit ihrem jetzigen Leben zurecht und lässt niemanden an sich heran. Während des Buches stellt sie ihre Aussage gegen ihren Bruder immer mehr in Frage und schließlich gelingt es ihr, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Die Geschichte kam mir zu Beginn viel zu schleppend voran und langweilte mich leider ziemlich… Auf den letzten 100 Seiten schlägt das Erzähltempo dann äußerst brutal um, was so gar nicht mehr zu der vorherigen Atmosphäre des Buches passte und mir nur noch übertrieben erschien. Der Satanskult wird extrem hochgespielt und ist mir eine zu plumpe Erklärung für Bens Verhalten. Noch schlimmer fand ich es aber, dass in dieser besagten Nacht zwei Täter unabhängig voneinander, aber dennoch zeitgleich, die Familie Day ermordet haben. Unglaubwürdiger geht es ja wohl nicht und ich hätte mir wirklich eine nachvollziehbarere Aufklärung des Falles gewünscht.

Dieses Buch hat mich leider überhaupt nicht in seinen Bann ziehen können und daher fällt meine Rezension auch recht kurz aus. Natürlich spiegelt dies nur meine Meinung wieder und „Dark Places“ hat sicherlich auch jede Menge Leser begeistert. Ich gehöre nur leider nicht dazu!

Ich vergebe nur eine Papierblume!  NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine
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2 Gedanken zu “Erinnere dich! Oder lieber doch nicht?

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