Wer jetzt noch schläft…

… ist selbst schuld! Dieser spannende Thriller hat es jedenfalls geschafft, dass ich erst dann geschlafen habe, nachdem ich das ganze Buch gelesen hatte.

Thomas Kowa – Remexan

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Zum Inhalt:

Der ehemalige CEO eines Pharmaunternehmens wird tot aufgefunden. Er wurde ermordet und auf brutale Weise hergerichtet: Sein Schädel wurde aufgesägt und in seinem Gehirn stecken Elektroden, so wie man es von Tierversuchen kennt. Dieser Fund, gekoppelt mit der Nachricht, die beim Mordopfer gefunden wird, lenken den Verdacht schnell auf eine Organisation von Tierschützern. Als jedoch ein weiterer Mord geschieht und bei beiden Mordopfern eine Verbindung zu dem Medikament „Remexan“ aufgezeigt wird, wird schnell klar, dass hier mehr dahinter steckt.
Kommissar Erik Lindberg gerät in den Sog eines handfesten Medikamentenskandals. Der Druck auf ihn wächst: Lindberg versucht nicht nur, seine komatöse Freundin Paula zu aus diesem unerträglichen Zustand zu befreien, sondern wird nun auch von seinem Chef gezwungen, selbst „Remexan“ zu schlucken, um effektiver und produktiver arbeiten zu können. Seine Partnerin Carla Frey, die die Einnahme des Medikamentes verweigert, wird kurzerhand suspendiert. Und dann taucht zu allem Überfluss auch noch ein Schatten aus Lindbergs Vergangenheit auf: Wohlers, der verantwortlich dafür ist, dass Eriks Freundin Paula im Koma liegt, ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und stellt Erik ein Ultimatum…

Meine Meinung:

Ich durfte diesen Thriller im Rahmen einer Leserunde vorablesen und bin restlos begeistert.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und die kurzen Kapitel verleiten einen dazu, immer weiter zu lesen. Der Autor schafft es, eine enorme Spannung aufzubauen, so dass man das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen möchte. Immer wieder passieren kleine Dinge, die Wendungen herbeiführen mit denen man nicht gerechnet hat. Hierdurch wird der Thriller zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar und es dauert lange, bis sich offenbart, wer hinter den Morden steckt.

Auch die Protagonisten der Handlung sind einem auf Anhieb sympathisch. Man fühlt und denkt mit ihnen, und kann eigentlich jede Entscheidung nachvollziehen, auch wenn man vielleicht selbst anders gehandelt hätte. Auch die Antagonisten sind sehr gut dargestellt und machen es dem Leser es nicht wirklich schwer, sie nicht zu mögen.

Mein absoluter Favorit ist Lindbergs bester Freund „Gehirnklitschko“. Er taucht leider nur in recht kurzen Passagen auf, bestimmt aber dennoch die Handlung wesentlich und sorgt mit seiner genialen Art für so manchen Lacher beim Leser. Auch Carla Frey verabschiedet sich sehr früh, aber dennoch kann Lindberg auf sie zählen, wenn er selbst keinen Ausweg mehr weiß.

Beim Lesen merkt man zudem, dass der Autor sehr gut über die Pharmaindustrie und die Abläufe der Medikamentenstudien Bescheid weiß. Man hat nie das Gefühl, dass das Geschehen realitätsfern sein könnte… vielmehr zweifelt man am Ende der Lektüre als Leser wohl kaum noch daran, dass es irgendwann ein Medikament wie Remexan wirklich geben könnte und dass wohl auch nicht jede Studie so abläuft, wie das eigentlich unter ethischen Gesichtspunkten der Fall sein sollte.

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und Lindberg scheint etwas mit seinem Kater Dr. Watson gemeinsam zu haben: auch Lindberg scheint, wie den Katzen ja nachgesagt wird, sieben Leben zu haben. Hier könnte man vielleicht meinen, dass alles ein bisschen viel ist, aber man kauft dem Autor diesen Schluss dennoch ab und zweifelt nicht daran, dass alles sich genau so zutragen könnte.

Thomas Kowa endet seinen Thriller schlussendlich mit einem  Cliffhanger, der zumindest bei mir das Verlangen auslöst, den nächsten Fall des Ermittlerteams rund um Erik Lindberg SOFORT in den Händen halten zu wollen.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 Papierblumen!

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Véro
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6 Gedanken zu “Wer jetzt noch schläft…

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