Ein wundervoller Drei-Generationen-Roman

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Zum Inhalt:

Lolly Lindsey lebt in der Kleinstadt Scoop am Lost Land Lake … alleine, da ihre Tochter Arden das Weite gesucht hat und ihr Leben in Chicago leben möchte.

Glücklich ist Arden jedoch nicht in Chicago. In ihrem Job in der Redaktion von „Paparazzi“hat sie mit einem wenig verständnisvollen Chef zu tun und die wirklich interessanten Arbeiten dürfen andere erledigen. Auch privat läuft längst nicht alles rund, da Arden geschieden ist und nicht das beste Verhältnis zu ihrem Ex-Mann hat, weshalb sie dann auch wiederum finanziell nicht ganz ohne Sorgen leben kann.

Auch Lauren, Ardens Tochter, ist nicht wirklich zufrieden mit ihrer Situation. Sie würde leidenschaftlich gerne Kunst studieren, weiß aber um die finanziellen Sorgen ihrer Mutter und studiert deshalb – um Arden nicht zur Last zu fallen – Betriebswirtschaft.

Doch dann bekommt Arden einen unerwarteten Anruf von Lollys Chefin und sowohl Arden als auch Lauren erhalten einen Brief mit einen Charmanhänger von Lolly. Beide sind besorgt und machen sich auf den Weg zu Lolly.

Für beide wird dies eine Reise in die Vergangenheit, auf der sie so manches über Lolly, ihre Familie und die Bedeutung von Liebe, Freundschaft und das Leben erfahren.

 

Meine Meinung:

Viola Shipman ist mit diesem Werk ein wundervolles Buch gelungen. Das Buch ist in 11 Teile unterteilt und in jedem Teil, ebenso wie im Prolog und im Epilog, steht ein Armbandanhänger und die damit verbundene Geschichte im Mittelpunkt. Lolly erzählt die Geschichte ihrer eigenen Großmutter und ihrer Mutter, welche beide Bettelarmbänder trugen und die Anhänger und die damit verbundenen Geschichten von Generation zu Generation weitergegeben haben.

In diesen Anhängern ist jeder Moment meines Lebens festgehalten… Und des euren auch. Keine von uns würde heute ohne sie hier sitzen. Sie erzählen die Geschichte davon, woher wir kommen, wie weit wir es gebracht haben und wohin wir noch zu gehen hoffen. Ich glaube immer nochm dass mein Leben wie diese Libelle ist, die ich dir geschenkt habe, als du ein kleines Mädchen warst: Trotz aller TRaurigkeit war es dennoch voller Glück. (S.81)

Mir gefällt diese Idee sehr gut. Ich habe mich mehrmals dabei erwischt, dass ich überlegt habe, wofür die einzelnen Anhänger stehen und welche Geschichte sie erzählen könnten. Auch mein eigenes Bettelarmband trage ich seither wieder öfter.

Die Protagonistinnen des Buches sind – jede auf ihre Art – sehr sympathisch. Lolly sprüht, trotz mehrerer Schicksalsschläge, vor Lebensfreude und vermittelt ihrer Tochter und ihrer Enkelin so manche Lebensweisheit.

Arden wirkt am Anfang sehr verbittert, aber dennoch konnte ich mich zeitweise am besten mit ihr identifizieren. Sie schafft es oft nicht, auf ihr Herz zu hören und handelt nur danach, was ihr vernünftig erscheint. Deshalb fällt es ihr auch schwer, sich auf Lollys Geschichten einzulassen und Spaß am Leben zu haben.

Lollys einfache Frage traf sie hart. „Ich hatte so viel Arbeit um die Ohren, dass ich meine Freunde aus den Augen verloren habe“, gestand sie traurig. „Ein Job kann dich nicht in den Arm nehmen.“ Lolly legte ihrer Tochter die Hand auf den Arm, um ihre Worte wirken zu lassen. (S.163)

Lauren weiß ziemlich genau was sie will; nur weiß sie nicht, wie sie ihrer Mutter das beibringen soll. Das Mädchen ähnelt seiner Großmutter in vielerlei Hinsicht und zwischen den beiden gibt es eine sehr innige Beziehung, während die Beziehung zu ihrer eigenen Mutter sich zuweilen schwierig gestaltet.

Lauren platzte der Kragen. (…) „Ich hab es satt, ständig alle Gefühle unter den Teppich zu kehren. Ich hab es satt, mir von dir mein Leben vorschreiben zu lassen.“ (S. 114)

Und dann wäre da noch Jake, der Altenpfleger. Auch er war mir von Anfang an sehr sympathisch. Er ist sowohl Lolly als auch Arden gegenüber sehr einfühlsam, und auch wenn es von Beginn an absehbar ist, dass sich zwischen ihm und Arden etwas entwickeln wird, freut man sich, die Annäherung der beiden zu verfolgen.

Im Laufe des Romans finden die drei Frauen wieder näher zusammen; Arden lernt das Leben zu genießen, Lauren traut sich, ihre Wünsche zu äußern und Lolly und Arden finden wieder zueinander.

Lolly seufzte. „Tut das, was euch glücklich macht. Es klingt so einfach, und dennoch ist es so schwer, weil nur so wenige von uns es tun. Wir leben aus Furcht. Wir leben für andere, für ihre Hoffnungen und Erwartungen. Wir tun das, was alle anderen glücklich macht.“ (S. 239)

Was Lolly ihrer Tochter hier mit auf den Weg gibt, sollten wir wohl alle beherzigen… mit Sicherheit wären wir alle ein wenig glücklicher.

Von mir gibt es für diesen wundervollen Roman 5 Papierblumen und eine absolute Leseempfehlung.

Véro

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