Eine etwas andere Nacht

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Zum Inhalt:

Sechs Schüler sitzen in der Schule beim Nachschreibetermin, während sich draußen ein wahres Unwetter zusammenbraut. Die Wetterlage wird so schlimm, dass der Entschluss gefasst wird, dass niemand das Schulgebäude verlassen darf. Leo und sein Freund setzen sich über dieses Verbot hinweg… was darin endet, dass Lehrer Radtke mit Leos Freund ins Krankenhaus fährt und Anton, Chris, Leo, Nell und Valeska in der Schule zurücklässt und sie bittet, den Hausmeister zu verständigen. Die 5 Schüler beschließen jedoch, dies nicht zu tun und sind, nachdem der Hausmeister weggefahren ist, über Nacht alleine in der Schule eingeschlossen.
Während es draußen weiterhin regnet und stürmt, lernen die fünf Jugendlichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich besser kennen und kommen sich näher.

Meine Meinung:

Patrycja Spychalski ist mit „Heute sind wir Freunde“ ein sehr eindrucksvoller Jugendroman gelungen. Jedes Kapitel ist abwechselnd aus der Sicht eines der Jugendlichen geschrieben, die doch sehr unterschiedlich sind:

Da wäre die nette Nell, die schon seit langem heimlich für Draufgänger und Macho Leo schwärmt und nun ihre Chance wittert.
Auch Leo ist der Ansicht, dass die Nacht in der Schule vielleicht ganz lustig werden könnte; immerhin ist er mit zwei gutaussehenden Mädels in der Schule eingesperrt.
Valeska, die auf Nell einen eher hochnäsigen Eindruck macht, geht nicht wirklich auf ihre Schulkameraden zu und nutzt die Zeit, um sich zurückzuziehen und ihre Eindrücke in ihrem Tagebuch festzuhalten.
Dann wäre da noch der Streber Anton, den alle nur belächeln und der sich selbst am meisten im Weg steht.
Und schließlich ist da noch Chris, der seinerseits in Nell verliebt ist und ständig mit seiner Kamera herumläuft, um alles im Bild festzuhalten, damit seine Fotos später im Jahrbuch abgedruckt werden können.

Freiwillig hätten die 5 Jugendlichen sich wohl nicht auf diese Situation eingelassen und auch wenn sie sich nur ungern aufeinander einlassen, so lernen sie doch während dieser Nacht, dass ihre Meinung bezüglich der jeweils anderen größtenteils auf Vorurteilen beruht, sie blicken hinter die Fassaden und es bahnen sich Freundschaften an.
Mir hat das Buch – nicht zuletzt aufgrund der stets wechselnden Perspektiven – sehr gut gefallen. Auch wenn ich nach den ersten fünf Kapiteln klare „Lieblingsprotagonisten“ hatte, so konnte ich selbst meine Einstellung zu den einzelnen Hauptcharakteren überdenken. Ein sehr gelungener Jugendroman, der von mir 4 Papierblumen erhält.

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Véro

2 Chaoten + x Chaos = Sinn²

„Aber wer weiß, vielleicht bringen wir zwei gerade weil wir Chaoten sind, doch ein wenig Ordnung in das Leben des anderen und machen es gleichzeitig lebenswerter. Vielleicht ist das dann eine neue Form der Chaostheorie: Aus zwei Chaoten und deren Chaos entsteht etwas Neues und Sinnvolles, was eigentlich ganz ordentlich ist.“

IMG_2463Alina und Gabriel könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie kommt aus schwierigen Verhältnissen und muss sich jeden Cent hart erarbeiten. Trotzdem hat sie ein großes Herz. Er ist ein Draufgänger, ein arroganter Bad Boy mit viel Kohle, schnellen Autos und einer Vorliebe für wilde Partys. Alina hilft ehrenamtlich auf der Kinderstation des Krankenhauses aus, wo sie die schwer kranke Mia betreut. Hier trifft sie auf Gabriel, der nach einer Schlägerei Sozialstunden ableisten muss. Sofort geraten die beiden aneinander. Doch als sie Mia einen Herzenswunsch, eine Reise in die USA, ermöglichen wollen, gehen die beiden einen ungewöhnlichen Deal ein…

Eine positive Eigenschaft von Chaostheorie der Liebe ist sicherlich, dass man schnell in die Handlung findet. Der Leser wird hier nicht mit ausschweifenden Informationen über Charaktere und deren bisherigen Erlebnissen in ihrem Leben erschlagen, sondern bekommt die „Lebensgeschichte“ kurz und bündig erklärt.

Auf den ersten Seiten lernt man sogleich Gabriel kennen, der sich in einer Selbsthilfegruppe wiederfindet, zu die ihn sein Vater verdonnert hat, nachdem Gabriel durch seinen Drogenkonsum verhaltensauffällig wurde. Sein Vater versucht ihm damit ganz klar die Pistole auf die Brust zu setzen und ihn damit auf seine Weise zu retten.
Gabriel leugnet seine Sucht. Als Leser bemerkt man schnell, dass er zwar noch einen relativ nüchternen Blick auf sein Kokainkonsum hat, doch die Entfernung zu einer exzessiven Sucht beträgt nur noch wenige Schritte.
Alina ist an diesem Tag ebenfalls in der Selbsthilfegruppe anwesend, doch anders als Gabriel ist sie dort, um ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Welche Auswirkungen haben Drogen auf ein Menschenleben und was macht diese Sucht mit den Mitmenschen? Die Sucht zerstört nicht nur denjenigen, der die Drogen konsumiert. Sie zerstört auch das Leben jener, die unmittelbar daneben stehen. Hilflos. Schuldig und machtlos.

Weniger gelungen fand ich dagegen das Erzählverhalten, das mich nur teilweise überzeugen konnte. Chaostheorie der Liebe wird zwar mit einem abwechselnden Blick auf Alina und Gabriel erzählt, doch die hier angewandte Er-/ Sie- Erzählperspektive erwirkt eine Distanz, die mir keinen wirklichen Zugang zu den beiden ermöglichen konnte.
Ein personaler Ich- Erzähler hätte mir einen ganz anderen Weg zu der Geschichte ermöglicht. Mir hat es teilweise gefehlt, dass ich nicht in die Gedanken und Gefühle von den beiden Protagonisten blicken konnte.Man weiß nicht, was in den Charakteren wirklich vorgeht, welche Wirkung eine Situation auf Alina oder Gabriel hat. Man erfährt es nur dann, wenn sie es in einem Gespräch selbst zulassen und ihre Gedankengänge in Form eines Geständnisses zum Ausdruck bringen.
Ich konnte nicht wirklich mit den Charakteren mitfühlen, konnte ihre Sorgen teilweise nicht nachvollziehen oder ihre Beweggründe verstehen, warum sie agieren, wie sie eben in dem Moment agieren. Emotional war ich mit den Charakteren nicht auf einer Wellenlänge, was ich sehr schade fand. Stattdessen war mein Blick nüchtern und neutral und die Figuren und ihre Geschichte konnte mich damit nicht so berühren, wie sie eigentlich sollte.

Nach der ersten Begegnung in der Selbsthilfegruppe sehen sich Alina und Gabriel im Krankenhaus wieder. Sie ist hier Ehrenamtliche Helferin und er derjenige, der seine Sozialstunden ableisten muss.
Gabriel ist zu Beginn des Romans eine ziemliche Diva, mit einer großen Klappe. Er ist der Meinung, das er sein Leben vollständig im Griff hat, schließlich ist er in seinem Job erfolgreich. Man merkt aber, wie er durch den Druck in seiner Umgebung immer mehr an Kontrolle verliert. Den Konsequenzen ist er sich nicht wirklich bewusst. Will sie möglicherweise auch nicht wahrhaben. Doch als er mit den ersten Nebenwirkungen seines Drogenkonsums konfrontiert wird, ist klar: er kommt wohl doch nicht so leicht vom Kokain los, als wir eigentlich denkt…
Was seinen Charakter betrifft, war ich zu Anfang ziemlich skeptisch. Gabriel erschien mir sehr unsympathisch. Doch es war spannend, seine Entwicklung zu verfolgen. Diese ist ein langer Prozess, der dem Leser wie ein „Aufwachen“ erscheint. Er lernt die Menschen in seiner Umgebung zu verstehen, sieht Probleme, Missstände, Schicksale anderer Menschen und will daran etwas ändern. Gabriel findet seine Menschlichkeit.

Alina war mir da am Anfang durchaus sympathischer, auch wenn sie wie ein Engel erscheint, der die Welt zu einem besseren Ort wandeln möchte. Daran ist natürlich nichts auszusetzen, doch dadurch projiziert sie sich über alle anderen und verurteilt Menschen vorschnell. Das kann ins Auge gehen. Doch auch sie hat es nicht leicht und bekommt im Leben nichts geschenkt. Auch sie lernt einiges dazu.
Die Nebencharaktere bleiben in diesem Roman eher blass, denn der Blick liegt auf den beiden Hauptcharakteren. Ein wichtiger Nebencharaktere ist jedoch Mia. Sie ist Patientin in jenem Krankenhaus, wo Alina und Gabriel tätig sind.
Sie schottet sich von dem Mitleid in den Augen der anderen ab. Doch Gabriel findet einen Draht zu ihr, denn Er nennt eben die Dinge beim Namen, beschönigt nichts und sagt gerade heraus was er denkt. Für Mia ist er der ideale Gesprächspartner, weil er ihr gegenüber eben nicht in triefendes Mitleid verfällt.

Die Dialoge zwischen den Charakteren konnten mich nicht hundertprozentig überzeugen. Sie wirken manchmal zu mechanisch und steif. Manchmal erschienen mir die in den Gesprächen wiedergegebenen Gedankengänge zu analysiert, durchdacht und haben einen Hinweis auf die Handlung gegeben. Einige Momente wirkten darüber hinaus zu gestellt, zu perfekt.
Die Spannungskurve verläuft wie eine Achterbahnfahrt. Zwischendurch fehlte es mir an interessanten Momenten, die mich an der Geschichte kleben lassen. So konnte mich Beispielsweise ein Treffen bezüglich der Kleiderabsprache oder auch einige Gesprächsinhalte nicht wirklich überzeugen.
Bis die Geschichte dann doch an Tempo zulegt. Ein Flug nach Amerika und der dortige Aufenthalt gibt dem Roman genau dir richtige Dosis an Spannung und einen tollen Überraschungsmoment, der mich zum schmunzeln bringen konnte. Die Geschichte wird lebendiger und man merkt, wie die Handlung und die Charaktere sich plötzlich entwickeln. Gabriel wächst als Charakter und legt quasi eine 180° Wendung hin. Dennoch hat man das Gefühl, dass er immer noch er selbst ist und diese Wendung keinesfalls an den Haaren herbeigezogen ist. Auch die Gefühle zwischen den beiden entwickeln sich langsam. Sie merken es selbst kaum.

Es handelt sich hierbei keineswegs um einen kitschigen Liebesroman. Eher um einen lebensnahen Roman, mit zwei Lebensgeschichten, die lernen einander mit ihren Erfahrungen zu unterstützen. Zwei Chaoten lernen sich kennen, bringen ihr persönliches Chaos in das Leben des anderen und am Ende ergibt es einen Sinn. Sie geben sich in den richtigen Momenten Kraft.

Und auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, hat mich dieser Roman dennoch gut unterhalten. Er greift verschiedene Themen auf, wie: die Drogensucht, die Differenz zwischen sozialen Schichten, sowie der Umgang mit Krankheit und den Tod. Es geht um die Suche nach sich selbst, um die Verarbeitung von negativen Erlebnissen und den Umgang mit dem eigenen Schicksal, als auch darum sich einander Halt zu geben. Zwar taucht Chaostheorie der Liebe hier nicht sonderlich tief in die Thematik ein, dennoch wird die Geschichte realistisch und nachvollziehbar erzählt. Außerdem gibt es zwischendurch auch leise Momente, die einen zum nachdenken anregen oder über die man vielleicht sogar selbst schon einmal nachgedacht hat.

Von mir gibt es für diesen Roman 3 Papierblumen!NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Fesselnd, rasant, nichts für schwache Nerven

Der Federmann

Nils Trojan, Ermittler der Mordkommission der Berliner Polizei, steht vor einem schwierigen Fall. Ein unbekannter Täter tötet blonde Frauen auf bestialische Art und schneidet ihnen nach seiner Tat die Haare ab. Auffälliges Merkmal: Der Täter hinterlässt einen toten, gerupften Vogel auf seinen Opfern. Für Nils Trojan und seine Kollegen beginnt eine rasante Ermittlung und schnell gerät auch der junge Kommissar ins Visier des Täters…

Der einfache aber spannende Schreibstil von Max Bentow trägt enorm zu einer angenehmen, leichten Lektüre dieses Buches bei. Die Geschichte ist sehr spannend und der Tathergang mysteriös, brutal aber auch sehr originell.

Nils Trojan ist ein sympathischer junger Ermittler, dessen Gedankengänge ich zwar nicht immer nachvollziehen konnte, aber das störte mich überhaupt nicht. Seine angekratzte, psychische Verfassung lässt ihn sehr menschlich erscheinen. Vor allem die Tatsache, dass er aus Stolz nicht zu einem Polizeipsychologen sondern zu einer unabhängigen Therapeutin geht, sagt meiner Meinung nach viel über seinen Charakter aus. Er weiß, dass er Hilfe braucht und akzeptiert diese auch, aber bitte zu seinen Bedingungen und ohne seine Stellung als Ermittler der Mordkommission zu gefährden. Er lebt für seinen Beruf und will auf keinen Fall ausgeschlossen werden.

Die Handlung ist gut durchdacht und sehr spannend dargestellt. Das rasante Erzähltempo verleitet den Leser dazu, das Buch regelrecht zu verschlingen da man einfach keine Pause einlegen kann! Das Motiv des Täters hätte meiner Meinung nach etwas ausführlicher erklärt werden können. Die Tat an sich und die Art und Weise, wie er sich Zugang zu seinen Opfern verschafft hat, waren sehr klar beschrieben. Nur bei dem Warum wurden nicht alle Antworten geliefert. Oder aber der Autor weiß, dass dieser Täter in der Fortsetzung der Reihe wieder auftauchen wird und gibt daher bewusst noch nicht alle Geheimnisse preis! Der offene Schluss steuert zumindest ziemlich eindeutig in diese Richtung.

Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil der Reihe, den ich mir so bald wie möglich beschaffen werde. Denn ich muss doch wissen, ob und wie es mit dem Federmann weitergeht!

Ich vergebe 4  Papierblumen! NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine

Ein typisch amerikanischer Agententhriller

 

In letzter MinuteAls das Militär Tyler Wingo die Nachricht vom Tode seines Vaters, Soldat in Afghanistan, übermittelt, ist der Junge so geschockt, dass er sich die Waffe seines Vaters greift und damit durch den strömenden Regen in den Wald läuft. Durch Zufall greifen King und Maxwell den verstörten Jungen auf und bringen ihn nach Hause. Doch etwas später bittet Tyler die Detektive um Hilfe, da er am Tod seines Vaters zweifelt. Er traut dem Militär nicht und hat dafür scheinbar gute Gründe: Eine E-Mail von seinem Vater, gesendet als dieser offiziell bereits tot war! Sean und Michelle ermitteln und geraten schnell in eine Spirale aus Gewalt, Geheimnissen und Macht!

David Baldacci verfügt über einen spannenden Schreibstil und vermag es, den Leser tief in die Agentenwelt eintauchen zu lassen. Das Buch ist genau, wie man sich einen amerikanischen Agententhriller vorstellt – Action pur, Patriotismus bis zum Abwinken und alle dürfen mitspielen: CIA, FBI, Rebellen, Verteidigungsministerium, Heimatschutzministerium und natürlich der Präsident der Vereinigten Staaten.

Mittendrin das Duo King und Maxwell, das zunächst alle Instanzen als Gegner gegen sich stehen hat. Natürlich schalten die beiden Helden nahezu unverletzt die gefährlichsten Feinde aus und überlisten jede Falle. Diese sehr übertriebene Darstellung der Hauptprotagonisten muss man in einem solchen Buch einfach in Kauf nehmen, denn dies gehört für einen amerikanischen Thriller quasi zum guten Ton. Dennoch ist es natürlich alles andere als glaubwürdig und wirkt sehr übertrieben. Spannend ist das Buch trotzdem, von der ersten bis zur letzten Seite!

Die Handlung an sich ist gut durchdacht und vermag zu überraschen. Lange Zeit weiß man als Leser nicht, was das Motiv des Täters ist und somit bleibt das Buch auch in diesem Punkt spannend. Baldacci schreckt nicht vor komplexen Verwicklungen zurück und dabei hilft ihm sein sicherlich sein Studium in den Bereichen Politikwissenschaften und Jura. Man merkt einfach, dass der Autor keine Scheu vor politischen Inhalten hat und die vielen Tendenzen gekonnt für seine Romane einsetzt. Das kann auch nicht jeder Schriftsteller und das muss man als Leser zu würdigen wissen.

Dies war mein erster Thriller der King und Maxwell-Reihe und ich muss gestehen, dass mir die Bücher rund um den Camel Club besser gefallen. Daher werde ich in Zukunft meiner gewohnten Baldacci-Reihe treu bleiben!

Ich vergebe 3 Papierblumen! NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine

 

ZEROLANDIA – Der Ort der Stille, des Schweigens und der Zuflucht

„Wenn jemand mich fragt, was ich von diesen zwei Jahren erinnere, würde ich antworten, nichts Besonderes: die Gesten, das Lächeln, die kleinen Alltäglichkeiten. Das ist das Leben, das habe ich jetzt begriffen. Nicht die Dinge zählen, sondern die Augenblicke.“ (S. 11)

IMG_2615ZEROLANDIA, so nennt Alessandra die Welt, in die sie flieht… Es ist ihr neuer Platz, die letzte Bank in ihrer alten Klasse, neben dem schweigsamen Gabriele, genannt Zero.
Alessandra, 17 Jahre jung, hat ihre Mutter an den Krebs verloren und gemeinsam mit ihrer Großmutter Nonna bleibt sie zurück. Ihre Welt scheint von nun an still zu stehen.
Wütend gegen das Leben, das einfach so weitergeht, verbannt sie sich selbst nach Zerolandia. Der ideale Ort, um sich die Welt vom Leib zu halten und ungestört den zärtlich – schmerzhaften Erinnerungen an ihrer Mutter nachzuhängen.
Doch dann, ganz allmählich, bricht das Eis in diesem aus Raum und Zeit gefallenen Niemandsland, und zwischen den beiden selbsternannten Außenseitern entsteht eine ebenso behutsame wie unmögliche Liebe.

Zunächst einmal möchte ich etwas zur Covergestaltung sagen. Ich finde das Cover bei dieser Ausgabe wirklich gelungen und gut ausgewählt! Dieses Cover hätte schöner und zutreffender nicht sein können… Eine Frau, die bis zu den Knien im Wasser steht und dabei in die Welt hinausblickt, die einen Teil von ihr geraubt hat.

„Der Strand, leer, endlos. Kein Raum mehr, sondern die Schiefebene der Zeit, auf der die Erinnerung gleitet.“ (S. 6)

Zudem ist der Titel Der Regen in Deinem Zimmer, der sich auf eine besondere Stelle im Buch bezieht, für die deutsche Ausgabe sehr passend gewählt worden (Originaltitel: Il mio Inferno a Zerolandia). Ein wirklich schöner Buchtitel, der die dargelegten Emotionen im Roman mit fünf Worten passend einfängt.

Der Roman wird aus der Sicht von Alessandra erzählt und lässt sich als eine Art von gesammelten Tagebucheinträgen verstehen.
Er besteht zum einen aus Rückblenden, Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit der Mutter. Momenten des Glücks, aber auch Situationen und Ereignisse, die weniger schön sind und verdeutlichen, welches Loch in Alessandras Leben zurückgeblieben ist, seit der Krebs ihre Mutter mit sich genommen hat. Diese kurzen Kapitel sind mit Überschriften, wie „Zwei Regenbögen“/„In deinen Augen“ versehen. In diesen Abschnitten spricht Alessandra ihre Mutter persönlich an und damit entsteht eine besondere Nähe gegenüber dem Leser, die ich sehr gelungen fand und die mich persönlich sehr berührt hat.

„Du hättest ihm gesagt, dass du den Winter magst, und dir die Stadt an diesen ganz besonderen kalten Abenden zeichnen lassen, wenn sich die Lichter auf dem regennassen Asphalt spiegeln.“ (S. 44)

Auf der anderen Seite wirft man einen Blick auf die Gegenwart. Hier wird Alessandra mal verletzlich und schwach dargestellt, aber auch widerstandsfähig und stark. Was hier veranschaulicht wird, ist der Versuch eines Mädchens, das mit dem Verlust der Mutter zurecktkommen muss. Sie muss dabei das Vertrauen zum Leben zurückerlangen und Gefühle die sie einst hatte, in sich selbst wiederfinden.

Die Beschreibungen der Gegenwart sind durch das jeweilige Datum des Tages gekennzeichnet und erstrecken sich über eine Zeitraum von einigen Monaten (27. September bis 7. August).
Der Aufbau aus Vergangenheit und Gegenwart, sorgt dafür, dass die Seiten nur so vorübergleiten. Ich war am Ende traurig, dass es vorüber war und dennoch war ich gleichsam auch zufrieden.

Der Roman ist durch zwei zentrale Teile miteinander verwoben. Da hätten wir auf der einen Seite den Verlust der Mutter und auf der anderen die Beziehung von Alessandra zu Zero. Doch dieser letzte Teil übernimmt niemals die Oberhand.
Hierbei muss ich betonen, dass der Roman überhaupt nicht in eine triefend kitschige Liebesgeschichte mündet, sondern ganz im Gegenteil, es entsteht eine sehr authentische Geschichte, über zwei Menschen, die Versuchen im Leben ihren Platz zu finden und dabei nichts einfach so zugeworfen bekommen, sondern kämpfen müssen. Mit sich selbst, dem Leben und dem Glück.

„Ein Roman über die Ängste zweier zu früh vom Leben Verletzter – intensiv, unmittelbar und seltsam tröstlich zugleich.“ – LA REPUBLICA

Ich kann diese Buch jedem ans Herz legen, der gerne Bücher liest, die viel Gefühl beinhalten und einen auch ein wenig melancholisch werden lassen. Leser, die gezeigt bekommen wollen, was wirklich im Leben zählt und darüber hinaus eine wirklich atemberaubenden Schreibstil erfahren möchten!
Dieses Buch hat mich wirklich umgehauen und es wurde niemals kitschig und wirkte auch niemals übertrieben. Nein, dieser Roman beinhaltet so viel Ehrlichkeit und Gefühl, wie ich es aus nur sehr wenigen Büchern bisher erfahren habe!
Und dies liegt sicherlich auch am Scheibstil der Autorin, den ich abgöttisch zu lieben gelernt habe. Da es sich um eine italienische Autorin handelt, müssen wir hier aber auch der Übersetzerin danken, die hier einen tollen Job gemacht hat.
Es wurde niemals etwas beschönigt und vielleicht wurde ich deshalb auch das ein oder andere mal richtig im Herzen getroffen…Auf jeden Fall hat mich Der Regen in deinem Zimmer zum nachdenken angeregt, und mir wohl ein klein wenig die Augen geöffnet…

Von mir gibt es daher 5 Papierblumen!NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Dschihad Calling – intensiv und aufwühlend

Dschihad CallingDer 18-jährige Jakob greift ein, als ein Mädchen mit Gesichtsschleier von rechten Hools belästigt wird – und verliebt sich in die blauen Augen der Unbekannten. Auf einem Pressebild erkennt er sie später wieder: Samira ist Mitglied eines Salafisten-Vereins. Trotzdem versucht Jakob Kontakt aufzunehmen und gerät so an Samiras Bruder Adil, der mit den Gotteskriegern des Islamischen Staates sympathisiert. Für Jakob zunächst undenkbar, fühlt er sich doch angezogen vom Gedankengut und der Lebensgemeinschaft der Salafisten. Dagegen stößt ihn die Kälte und Konsumorientiertheit seiner eigenen Umgebung immer mehr ab. Jakob radikalisiert sich, bricht alle alten Kontakte ab und konvertiert. Aber will er wirklich mit Adil nach Syrien ziehen? (Quelle: dtv)

Christian Linker hat mit diesem Buch eine beeindruckende Darstellung der sich radikalisierenden Jugendlichen geschaffen. Dieses heikle und hochaktuelle Thema betrifft unsere ganze Gesellschaft und die Jugendlichen müssten viel stärker aufgeklärt werden, damit sie sich nicht so leicht manipulieren und radikalisieren lassen.

Denn bei Jakob deutete absolut nichts auf eine „Karriere“ als Salafist hin, bis er sich unsterblich in Samiras blaue Augen verliebt. Da sein Freiwilligenjahr in Afrika geplatzt ist, hat Jakob sich notgedrungen an der Uni eingeschrieben und studiert nun gemeinsam mit seiner Freundin in Bonn. Doch Jakob ist sehr unzufrieden, fühlt sich rastlos und unvollständig. Nach der ersten Begegnung mit Samira sucht er den Kontakt zu ihr und besucht so eine Kundgebung ihres Salafisten-Vereins.

So betritt er eine für ihn vollkommen neue Welt und ist zu Beginn erstaunt, dass seine Vorurteile den Gläubigen gegenüber derart falsch sind.

„Sie kamen mir in keiner Weise manipuliert, debil oder irre vor, was immer ich auch erwartet haben mochte.“ (S.45)

Langsam lässt Jakob sich auf den Islam ein. Vor allem die Telefongespräche mit Samira öffnen diese Tür und bringen ihn ins Grübeln. Als Jakob schließlich mit seiner Freundin bricht, hilft Adil, Samiras Bruder, ihm und lässt ihn bei sich wohnen. Adil ist streng gläubig und sympathisiert offen mit dem IS. Die beiden jungen Männer führen viele, ernste Gespräche über die Religion und Jakob wird immer radikaler. Dieser Prozess findet allerdings schleichend statt, denn während er zu Beginn noch über die vielen Regeln gelächelt hat, so fügt er sich denen schon nach sehr kurzer Zeit komplett.

Am erschreckendsten fand ich dabei die Naivität, mit der die Beiden über den IS und dessen Gräueltaten redeten. Die Bagatellisierung mit der Adil von den Grausamkeiten spricht, lassen einem die Haare zu Berge stehen und so wundert es mich auch nicht, dass er wirklich überzeugt ist, im Koran die Rechtfertigung für das Handeln des IS zu sehen. Er verdreht die Tatsachen derart, dass er am Ende überzeugt davon ist, das einzig Richtige zu tun.

„Viele neue Staaten begehen am Anfang gewisse – ich sag mal Jugendsünden. Das wächst sich aus.“ (S. 104)

Adil, als 16-Jähriger derart neben der Spur, dass er als Loverboy junge Mädchen manipulierte und auf den Strich schickte, kämpft nun mit seinem schlechten Gewissen und stürzt sich voller Eifer in die Radikalisierung. Die Schuld an seinem Handeln gibt er aber der Gesellschaft und den Frauen, die durch ihr unverschleiertes Auftreten ihre eigene Unterdrückung fördern würden.

Er ist überzeugt, „… dass so etwas in einem islamischen Land, inschallah, niemals geschehen könnte. Wo die Frauen sich verschleiern. Es ist absolut wichtig, dass sie das tun. Ich hätte das früher nie für möglich gehalten. Aber heute weiß ich, wie schnell sich eine Frau zur Schlampe machen lässt.“ (S.193)

Es machte mich sehr wütend, dass scheinbar niemand auf Adils Radikalisierung reagierte. Der Prediger seiner Gemeinde vermeidet es, sich klar gegen den IS zu stellen, da er anscheinend fürchtet Anhänger zu verlieren. Jeder weiß, dass bereits Adils Mitbewohner in Syrien starb, doch niemand unternimmt etwas, als Adil den gleichen Weg einzuschlagen droht. Wo bleibt der Aufschrei seiner Gemeinde? Warum gibt es dort niemanden, der dem Jungen den echten Islam aufzeigt, mit all seiner Güte und Menschenfreundlichkeit? In dieser Situation müsste doch irgendjemand sich für den Jungen verantwortlich fühlen und ihn wieder zur Vernunft bringen. Stattdessen hat man als Leser das Gefühl, dass Adils Verhalten toleriert wird, entweder aus stiller Zustimmung oder aus Scheu vor Konflikten. Mir wurde nicht klar, ob der Prediger Abu Tarek von Adils Plänen wusste. Da Adil dem Prediger eigentlich so ziemlich alles erzählt, würde es mich wundern, wenn Abu Tarek nicht auch über dessen geplante Ausreise informiert wäre. Warum lässt er dies geschehen? Adils Chef ist ja ohne Zweifel an der Organisation der Ausreise beteiligt und vermittelt fleißig die Kontakte zwischen den Ausreisewilligen und dem IS.

Nur Samira stellt sich offen gegen Adils Radikalisierung und sie versucht Jakob wieder auf den richtigen Weg zurückzubringen. Sie steht für das genaue Gegenteil Adils, sie ist offen, selbstbewusst und lebt ihre Religion im Einklang mit sich selbst und mit ihren Mitmenschen.

„Mit manchen Konvertiten ist es, als ob jemand neu in ein großes Haus einzieht, einen winzigen Teil der Hausordnung gelesen hat und jetzt alle Hausbewohner mit irgendwelchen Regeln tyrannisiert, die er aus dem Zusammenhang gerissen hat.“ (S.202)

Sie hat keine Angst vor dem Leben, wie sie es Jakob manchmal vorwirft, sondern setzt sich mutig und intelligent für die Frauenrechte im Islam ein und traut sich auch, Prediger Abu Tarek vor der ganzen Gemeinde in punkto IS zur Rede zu stellen. Nach dessen Reaktion wundert es mich nicht, dass Samira mit der Gemeinde bricht. Sie wird bei ihrem Kampf um Adil im Stich gelassen und von Abu Tarek wegen „Unzucht“ verspottet. Er will oder kann das Thema Radikalisierung weder ansprechen noch ernsthaft angehen.

Das gesamte Buch wird als Rückblick erzählt. Der Leser weiß also von Anfang an, dass Jakob in einem deutschen Untersuchungsgefängnis sitzt, da er im Verdacht steht für den IS kämpfen zu wollen. Dort liest er in dem Tagebuch, das er Adil schenkte als er nach Syrien aufbrach. Nach und nach erfährt man als Leser, wie es zu dieser Situation kam. Die Tagebucheinträge sind Berichte von der IS-Front und werden vom Autor sehr geschickt in die Handlung eingefädelt. Nach anfänglicher Euphorie macht sich auch bei Adil relativ schnell die Ernüchterung breit und er fühlt sich zusehends unwohl.

„… nach den Dingen, die ich in Raqqa erlebt habe, verstehe ich inzwischen, dass nicht alle Menschen ausschließlich glücklich sind unter dem Kalifat zu leben, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und dass die normalen Menschen oft Angst vor uns haben.“ (S.268)

Als Belohnung für seinen mutigen Einsatz an der Front, erhält Adil eine Braut. Dies löst selbstverständlich ein Hochgefühl in ihm aus, doch spätestens als seine Frau (auch eine radikalisierte Deutsche) ihm erklärt, wie sehr sie sich freut, dass er den Märtyrertod sterben wird und sie so ins Paradies holt, ist er sehr schnell zurück auf dem Boden der Tatsachen. Sie treibt ihn sogar dazu, sich an weiblichen Gefangenen zu vergehen, was darin endet, dass Adil die Sklavin erschießt. Dies ist der absolute Tiefpunkt in Adils Leben und er ist sich dessen auch bewusst. Seinen Tod führt er sehr bewusst herbei und er hat mich mit seiner Tat überrascht.

Dieses Buch geht mir unter die Haut und ich kann die radikale Einstellung von Adil zu keinem Moment nachvollziehen. Es ist mir vollkommen schleierhaft, wie ein denkender Mensch sich von dieser Barbarei angezogen fühlen kann und dabei auch noch freiwillig mitmacht. Bei Adil kam die Einsicht zu spät, doch vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen, andere Jugendliche wachzurütteln und sie aus den Fängen der Radikalität, welcher Art auch immer, zu befreien.

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Christine

[TAG] Disney Book TAG

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Es war einmal…

die liebe Stehlblüten, die die Idee zu einem TAG hatte. Schnell, wie der Blitz, hat sich die Nachricht im ganzen Bücherblog – Märchenland ausgebreitet und niemand blieb davon unbehellt.

Auch den drei Feen im NurEinBuch – Wald blieb dieses Ereignis nicht verborgen.  Und so setzten sie sich bei einer schönen Tasse Tee zusammen und waren ganz angetan von dieser Idee!

Darum gibt es heute mal einen TAG auf unserem Blog! Und wir hoffen, ihr seid nicht gleich verschreckt und lauft uns davon, sondern lest gespannt, was wir zu erzählen haben… 😂

Im Vorfeld möchten wir allerdings auch darauf hinweisen, dass sich möglicherweise kleine Spoiler eingeschlichen haben, auch wenn wir versucht haben dies natürlich zu vermeiden! Doch seid insbesondere bei der Kategorie  „König der Löwen/Charaktertod“ gewarnt!

Und nun: Viel Spaß!


Dornröschen – Ein Buch, das seit 100 Jahren in deinem Regal schlummert

[Véro]
Der Würfler von Luke Rhinehart:

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Dieses Buch steht seit einer gefühlten Ewigkeit in meinem Regal. Es gehörte eigentlich meinem Vater, und als wir bei meiner Oma auf dem Dachboden die Bücher durchgesehen habe, habe ich es mitgenommen, weil mir die Idee dieses Buches eigentlich sehr gut gefällt. Allerdings steht es nun schon seit Jahren (es sind wohl wenigstens 6) hier rum, und gelesen habe ich es immer noch nicht…

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[Bonny]
Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater:

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Einige werde sich zwar jetzt fragen, wie das sein kann, doch ich muss gestehen: es ist die Wahrheit! Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater schlummert schon lange… sehr lange in meinem Regal. Ich habe es damals gegen ein anderes Buch ertauscht und bisher habe ich immer ein anderes Buch bevorzugt. Ich traue mich nicht so recht an das Buch heran, weil ich skeptisch bin, ob mir das mit den Wölfen gefallen wird. Nichts gegen Wölfe… Aber Sam der nur noch ein Sommer ein Mensch sein wird und dann… ? Na irgendwann wird es mal gelesen, neugierig bin ich auf jeden Fall, sonst wäre es ja nicht in meinem Regal gelandet! ^^

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[Christine]
Auf Ehre und Gewissen von Elizabeth George:

Auf Ehre und Gewissen
Dieses Buch ist der 4. Teil der Inspector Linley-Reihe, die ich allesamt von meiner Mutter übernommen habe. Jahrelang füllte dieser Krimi das Regal meiner Mutter, ist aber jetzt schon seit geraumer Zeit bei mir „zu Besuch“. Leider tue ich mich mit dem sehr ausschweifenden Schreibstil von Elizabeth George zur Zeit schwer, so dass ich die ganze Serie nur sehr langsam abstottere …


Rapunzel – Ein Buch, das dich gelehrt hat, über den Tellerrand hinauszublicken

[Véro]
Das Herz ihrer Tochter von Jodi Picoult:

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Dieses Buch habe ich stellvertretende für alle Bücher von Jodi Picoult ausgewählt, weil ich finde dass sie es immer wieder schafft, den Leser zum Nachdenken anzuregen und beide Seiten einer Medaille zu beleuchten.

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[Bonny]
Der Regen in deinem Zimmer von Paola Predicatori:

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„Wenn jemand mich fragt, was ich von diesen zwei Jahren erinnere, würde ich antworten, nichts Besonderes: die Gesten, das Lächeln, die kleinen Alltäglichkeiten. Das ist das Leben, das habe ich jetzt begriffen. Nicht die Dinge zählen, sondern die Augenblicke.“ (S. 11)

Mir ist hier sofort wieder einer meiner liebsten Romane eingefallen, welchen ich wärmstens empfehlen kann! In Der Regen in deinem Zimmer geht es um den Versuch eines Mädchens, mit dem Verlust seiner Mutter zurechtzukommen. Dabei muss sie das Vertrauen zum Leben zurückerlangen und versucht Gefühle, die sie einst hatte, in sich selbst wiederzufinden. Ein berührendes und intensives Buch, welches durch seine Ehrlichkeit überzeugt.

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[Christine]
Gehen, ging, gegangen von Jenny Erpenbeck:

gehen, ging, gegangen
Dieser Roman bietet einen sehr gelungenen Einblick hinter die Kulissen der Flüchtlingsthematik und ist somit von aktueller Brisanz. Es ist ein Appel zu mehr Menschlichkeit, mehr Verständnis und mehr Offenheit gegenüber dem Unbekannten und gehört zu den Büchern, die einem die Welt ein Stückchen näher bringen und damit zu den absoluten „Must-have-read-Büchern“ zählt.


Alice im Wunderland – Ein Buch, das an einem außergewöhnlichen Schauplatz spielt

[Véro]
Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolien:

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Auch wenn ich die Bücher immer noch nicht gelesen habe und mich wohl nicht mehr dazu überwinden werde, es noch einmal zu versuchen: Mittelerde dürfte als außergewöhnlicher Schauplatz wohl sehr gut in diese Kategorie passen.

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[Bonny]
These Broken Stars. Lilac und Tarver
von A. Kaufman/ M. Spooner:

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Dieses Buch ist mir erst in den letzten Wochen begegnet und es hat mir super gut gefallen! Und einer der besonderen und positiven Aspekte ist die Atmosphäre in diesem Jugendroman. Dies hängt insbesondere mit den Schauplätzen zusammen. Zu Beginn ist man auf einem Raumschiff (Icarus), später durchstreift man mit den beiden Protagonisten des Buches einen unbekannten Planeten… ein außergewöhnlicher Schauplatz, der sehr viel Spannung für den Leser bereithält. 🙂 

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[Christine]
 
Provenzalische Verwicklungen von Sophie Bonnet:

Provenzalische Verwicklungen

Nun, natürlich weiß ich auch, dass die Provence jetzt nicht unbedingt der außergewöhnlichste Schauplatz ist… Doch dieses Buch hat mich so neugierig auf diese Region gemacht, dass es einfach nur hierhin passt. Sophie Bonnet beschreibt die Provence mit derart viel Charme und Hingabe, dass ich sofort den Drang verspürte, einen Urlaub in dieser Gegend zu buchen.


König der Löwen – Einen Charaktertod, den du noch nicht überwunden hast

[Véro]
Ein ganzes halbes Jahr
von Jojo Moyes:FullSizeRender(53)

Definitiv: Wills Tod  in In ganzes halbes Jahr habe ich immer noch nicht verkaftet. Das wurde mir nun auch noch einmal bewusst, als ich mir den Film im Kino angesehen habe. Irgendwie habe ich bis zum Schluss gehofft, dass Lou es schafft, Will umzustimmen.

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[Bonny]
Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes:
Da kann ich mich Véro nur anschließen! Zwar habe ich den Film noch nicht gesehen (ich warte ab, bis er auf DVD erscheint…), dafür aber das Buch gelesen und seinen Tod, werde ich wohl nie wirklich verkraften. Bis zur letzten Seite habe ich noch gehofft… Doch seien wir mal ehrlich, ein Happy End wäre hier auch einfach nicht richtig gewesen. Die Geschichte und der Ausgang macht dieses Buch zu etwas Besonderem, an das man sich immer erinnern wird, wenn man es einmal gelesen hat.

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[Christine]
All die verdammt perfekten Tage
von Jennifer Niven:

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Finch! Dass er sterben musste, war echt grausam. Er gab alles, um Violet zurück ins Leben zu holen, doch für ihn selbst gab es keine Rettung.


Die Schöne und das Biest – Ein ungleiches Paar

[Véro]
Harold und Maude von Colin Higgins:

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Dieses Buch habe ich in der Schule lesen „müssen“ und es hat mich sehr geprägt. Es ist eines dieser Bücher, in dem nun überall Anmerkungen stehen, Passagen unterstrichen sind… Es sieht echt schlimm aus, aber noch heute blättere ich gerne darin. Und Harold und Maude sind ein Paradebeispiel für ein ungleiches Paar, auch wenn sie dennoch irgendwie viel verbindet.


Cap und Capper – Die schönste Bücherfreundschaft

[Véro]
Die denkwürdige Geschichte der Krischkernspuckerbande von Gernot Gricksch

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Es ist lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber ich erinnere mich daran, dass die Freundschaft zwischen den Protagonisten mich sehr beeindruckt hat und ich habe kürzlich zu meiner Freude festgestellt, dass es einen Fortsetzungband gibt.

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[Bonny]
Die Outsider von Susan E. Hinton:

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„Alleine sind sie nichts. Zusammen sind sie alles.“ Dieses Buch habe ich damals in der Schule das erste Mal gelesen und ich kann mich noch genau an die Charaktere in diesem Roman erinnern. Ponyboy, Sodapop und die Pomade im Haar. Ponyboy und Johnny waren ganz besondere Freunde in diesem Buch und zwei ganz besondere Charaktere! Sollte man gelesen haben… 😉


Cinderella – Der Charakter mit der beeindruckendsten Wandlung

[Véro]
Der Club der Traumtänzer von Andreas Izquierdo:

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Bei dieser Frage kamen mir gleich ein paar Bücher in den Sinn:  „All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven, „Morgen kommt ein neuer Himmel“ und “ „Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman. Doch dann  habe ich „Der Club der Traumtänzer gelesen“… Ein lesenswertes Buch in dem  aus dem aalglatten Karrieremenschen Gabor doch noch ein richtig liebenswerter Kerl wird.

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[Christine]
Mein bester letzter Sommer
von Anne Freytag:

Mein bester letzter Sommer
Dieses Jugendbuch hat bei mir einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen und zeigt, was Liebe alles bewirken kann. Ein sehr bewegender Roman über ein junges Mädchen, das seine Angst vor dem Tod überwindet und beschließt, seine letzten Wochen und Monate in vollen Zügen zu genießen.


Wir hoffen ihr hattet genauso viel Spaß beim lesen von diesem Beitrag, wie wir beim beantworten der „Fragen“! Vielleicht wollt ihr ja auch gerne mitmachen?! Fühlt euch daher von uns ganz lieb getaggt. 🙂

Wir würden es aber auch gerne von euch sehen! (Schließlich sind wir in der aktuellen Runde von Die Werwölfe von Düsterwald auf lovelybooks.de ja auch im Prinzessinnenfieber!)

Fesselnd, düster, verstörend …

Der KellerMunas Existenz ist das wohl größte Geheimnis der Familie Songoli. Denn die 14-jährige Muna ist deren Sklavin, wird ausgebeutet, benutzt und misshandelt. Die Nächte muss sie in einem dunklen, fensterlosen Keller verbringen und überlebt nur dank ihres starken Willens. Doch als eines Tages der jüngste Sohn der Familie verschwindet, beginnt für Muna ein neues Leben als angeblich rechtmäßige Tochter der Familie. Niemand ahnt, wie intelligent und gerissen das junge Mädchen sich daran macht, die Kontrolle über ihre einstigen Peiniger zu übernehmen. Denn diese haben Muna unterschätzt, ein Fehler, den sie nun bitter bereuen werden!

 

Minette Walters hat einen sehr direkten, schonungslosen Schreibstil und schreckt nicht vor der Schilderung von Brutalität und Grausamkeit zurück. Die Autorin hält sich nicht lange mit Beschreibungen der Nebensächlichkeiten auf, sondern treibt die Handlung in einem rasanten Tempo voran. Das erklärt dann auch die sehr geringe Seitenzahl. Dem zartbesaiteten Leser sollte von diesem Thriller eher abgeraten werden, da es doch recht gewalttätig zur Sache geht.

Die neutrale Gefühlslosigkeit mit der Muna ihre Widersacher ausschaltet grenzt an Wahnsinn, dennoch faszinierte ihre Wandlung mich. Denn angesichts der Qualen die das Mädchen unter der Familie erdulden musste, kann es einen kaum wundern, dass Muna zu ihren eigenen Mittel greift um sich aus diesem Albtraum zu befreien. Geschickt nutzt sie ihre neu gewonnene Macht um die Familienmitglieder gegeneinander auszuspielen und profitiert schamlos davon, dass alle Welt sie unterschätzt und für dumm hält. Dabei analysiert Muna ihre Umgebung und ihre Schänder ganz genau und kann ihre Reaktionen besser einschätzen und voraussagen als sie selbst!

Dämonen spielen in diesem Buch eine zentrale Rolle, teils weil sie der „Prinzessin“ einen Vorwand geben Muna zu quälen, teils weil Muna sich einbildet, der Teufel würde ihr helfen. So stellt Muna sich nach jedem Mord vor, wie der Teufel mit ihr lacht und sie anfeuert. Erst zum Schluss erfährt man durch einen Einwurf des Familienvaters Ebuka, dass dieses Lachen keineswegs nur in Munas Kopf stattfindet, sondern dass sie selbst es ist, die derart lacht. Dies ist Muna jedoch nicht bewusst, denn in ihrer Verzweiflung während der Gefangenschaft hat sie sich derart in diese Vorstellung hineingesteigert, dass sie sich nun nicht mehr so ohne Weiteres davon lösen kann.

Familienvater Ebuka hat mit den bösen Geistern nichts am Hut und hält seiner Frau in einem Streit den Spiegel vor:

„Die Dämonen sind in deinem Kopf, da, wo sie schon immer waren. Du hältst an ihnen fest, weil sie dir einen Vorwand für deine Grausamkeiten geben“ (Seite 94)

Dennoch vergreift auch er sich an Muna und erst als er durch seine Behinderung auf sie angewiesen ist, beginnt er sie zu schätzen und zu achten. Dadurch begibt er sich in eine emotionale Abhängigkeit Muna gegenüber, die dies gar nicht verstehen kann und sogleich ausnutzt. Denn die jahrelange Folter der Familie hat in Muna alle Gefühle absterben lassen, sodass sie zu einer echten zwischenmenschlichen Beziehung nicht mehr fähig ist. Sie nimmt sich was sie braucht und manipuliert die Menschen solange, bis sie bekommt was sie will. Ihre berechnende Art verleitet sie dann auch dazu, Menschen gegenüber keinerlei Empathie zu empfinden.

„Es war seltsam. Sie hatten Muna zu Spiegelbildern ihrer selbst geformt, und doch gefiel ihnen nicht, was ihnen da entgegenblickte.“ (Seite 98)

Ihr Rachefeldzug ist menschlich nachvollziehbar und man hat als Leser das Gefühl, dass jedem Familienmitglied irgendwie seine gerechte Strafe zugeführt wird. Doch durch die schnelle und problemlose „Beseitigung“ der unliebsamen Verwandtschaft durch ein so junges Mädchen büßt der Roman auch einiges an Glaubwürdigkeit ein. Denn dass gleich drei Familienmitglieder spurlos verschwinden und der Vater durch einen mysteriösen Unfall im Rollstuhl sitzt, müsste die Polizei doch in jedem Fall viel stärker auf den Plan rufen. Immerhin gibt es überhaupt keine Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort der Mutter und den beiden Söhnen und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Polizei in einem solchen Fall überhaupt keine Ermittlungen aufnimmt…

 Insgesamt ein fesselnder Thriller, der nicht immer glaubwürdig und manchmal ziemlich brutal ist.

Ich vergebe 4 Papierblumen. NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine

 

Flach und wenig Spannung!

Was wir getan haben1982, Kenia: Nick, Luke und Katie spielen gemeinsam mit den ungefähr gleichaltrigen Schwestern Cora und Amy am Fluss. Die Kinder toben ausgelassen im Wasser herum bis plötzlich ein schreckliches Unglück passiert das ihr Leben für immer verändert.

2013, Dublin: Katie und Luke leben wieder in Irland und führen dort ein mehr oder weniger zufriedenes Leben. Bis Luke eines Tages spurlos verschwindet und wenige Tage später tot aufgefunden wird. Er hat Selbstmord begangen! Erschüttert reist Katie zurück nach Afrika, wo sie sich gemeinsam mit Nick ihrer Vergangenheit stellen muss…

Das Autorenduo Karen Perry hat einen durchaus angenehmen und sehr einfachen Schreibstil, allerdings fehlte es dem Buch meiner Meinung nach an Spannung. Zwar hat der Verlag das Buch als Roman und nicht als Thriller gekennzeichnet, doch aufgrund des Klappentextes und des Covers hätte ich doch in diesem Punkt mehr erwartet. Die Autoren beschreiben die Protagonisten und deren Gefühlswelt sehr ausschweifend und dies tut der Spannung leider Abbruch. Für meinen Geschmack gab es auch zu viele Wiederholungen und Rückblenden, die nicht immer etwas mit dem unmittelbaren Geschehen zu tun hatten und so die Handlung unnötig verlangsamten. Glücklicherweise merkt man weder dem Schreibstil noch der Handlung an, dass gleich zwei Autoren an diesem Werk gearbeitet haben. Dies scheint zu zeigen, dass dieses Team gut harmoniert und sich schön ergänzt.

Katie und Nick erzählen gemeinsam ihre Geschichte und sehr schnell merkt der Leser, dass die beiden inzwischen erwachsenen Menschen sehr unter ihrer Vergangenheit leiden. Nie konnten sie dieses grausame Unglück, dessen Zeuge sie als Kinder wurden, vergessen. Nick hat es erfolgreich verdrängt, doch besonders Katie leidet unter diesem Ereignis. Zu allem Übel erhält sie auch noch Drohbriefe und Fotos, die auf den Vorfall anspielen sollen. Wer kennt ihr wohl gehütetes Geheimnis und bedroht sie? Das Buch lebt von diesem Geheimnis, denn meine Gedanken kreisten fast ausschließlich darum und trieben mich immer weiter im Buch voran. Allerdings fand ich die Handlung dann doch ziemlich vorhersehbar, denn dass ein Kind zu Tode kam, dachte ich mir bereits bei der Erwähnung des Flusses. Auch Lauren und Father Murphy hatte ich ziemlich schnell unter Verdacht und wurde leider nicht mehr überrascht.

Insgesamt war dieses Buch mittelmäßig und hat mich leider nicht vom Hocker gehauen. Dank der simplen Sprache hat es sich gut gelesen, doch die Handlung war recht flach und bot keinerlei Überraschungen. Alles in allem ein Buch das man lesen kann, aber nicht unbedingt gelesen haben muss!

Ich vergebe 3 Papierblumen! NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine

Gewinnspiel zu „Minigolf Paradiso“

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Nachdem ihr heute meine Rezension zu  „Minigolf Paradiso“ hier im Blog lesen konntet, möchten wir euch nun die Chance geben, dieses Buch zu gewinnen.

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Was ihr dafür tun müsst:

  • Abonniert unseren Blog oder folgt uns auf Facebook, Twitter oder Instagram.
  • Schreibt uns bis zum 29. Juli eine Email an nureinbuch@t-online.de und erklärt uns, warum gerade ihr dieses Buch gewinnen möchtet.
  • Wer unseren Beitrag in den sozialen Netzwerken teilt und uns markiert, erhält ein zweites Los und kann somit seine Gewinnchance verdoppeln.

Bei dem Buch handelt es sich um ein neuwertiges, ungelesenes Exemplar, welches mir im Rahmen einer Leserunde doppelt zugestellt wurde. Wir möchten uns deshalb bei der Autorin Alexandra Tobor und beim Rowohlt Verlag dafür bedanken, dass sie dieses Gewinnspiel ermöglichen.

Viel Glück!

Véro

Mein Sub kommt zu Wort

Nun ist es schon eine Weile her, dass ich meinen SuB habe zu Wort kommen lassen… irgendwie habe ich wohl den Juni bei Annas Bücherstapel verpasst. Damit der arme SuB sich nicht vernachlässigt fühlt, möchte ich ihn deshalb jetzt schnell zu Wort kommen lassen:

https://i0.wp.com/annasbuecherstapel.de/wp-content/uploads/2016/04/Gemeinschaftsaktion-700x380.png1. Wie groß/dick bist du aktuell? (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst.)

Diese Frage ist immer noch ungeklärt… Offiziell sind es 149, aber es gibt einige Bücher, die hier rumliegen und die Véro einfach konsequent ignoriert, weil sie keine Lust hat sie zu lesen. Es könnte ja jemand auf die Idee kommen, bei einer SuB-Abbau-Challenge genau diese Bücher auszuwählen…

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen? Zeige mir deine drei neuesten Schätze!

Irgendetwas stimmt mit Véro nicht… Die meisten Bücher, die ich in letzter Zeit begrüßen durfte, waren entweder solche, die sie bei irgendwelchen Verlosungen gewonnen hat, oder in Tausch- und Überraschungsgruppen bekommen hat. Gekauft hat sie nur wenige Bücher… und wenn, dann waren es meist Kinderbücher, mit dem Argument, das könne sie ja vielleicht in der Schule mit den Kindern lesen. Immerhin, ein Buch hat sie letztens dann doch aus der Buchhandlung mitgebracht:

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Ich bin mal gespannt, wie lange Britt-Marie bei mir bleiben wird. Das Buch von Ove hat Véro sehr gemocht, aber das von Oma konnte sie dann überhaupt nicht überzeugen. Eigentlich war ihr Plan, an einer Leserunde teilzunehmen, aber ob sie das schaffen wird, bezweifle ich. 😉

Die beiden anderen Bücher waren Überraschungsbücher, beide von Christine.

Es sind allerdings noch drei Bücher auf dem Weg zu mir: Bonny hat „Die Bücherfreundinnen“ auf den Weg zu Véro geschickt. Außerdem hat Véro bei Lovelybooks den dritten Band von Ben Bauhaus Krimiserie gewonnen und bevor sie „Puppenruhe“ lesen wird, möchte sie erst noch den zweiten Band „Killerverse“ lesen.

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deiner Besitzerin gefallen?

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Das Buch „Marie wird bald ein Schulkind“ hat mich zuletzt verlassen. Véro hat es allerdings nicht wirklich gemocht, und wäre es kein Reziexemplar gewesen, dann hätte sie es wohl auch nicht beendet.

NurEinBuchIButtonRezension

4. Lieber SuB, was sind deine drei schlimmsten SuB-Leichen (oder SuB-Senioren) und wie alt sind sie?

Wenn ihr beiden wüsstet, wie sehr ich mich über diese Frage freue… Ich habe euch doch vorhin von den Büchern erzählt, die Véro seit langer Zeit konsequent einfach nicht beachtet. Oben auf dem Dachboden gibt es ganzes Regal davon. Das schlimmst ist, dass Véro sich nicht einmal mehr daran erinnern kann, wann und wo sie diese Bücher gekauft oder erhalten hat. Fest steht allerdings, dass diese Bücher schon alle mit Véro umgezogen sind und demzufolge schon mindestens 5 Jahre bei mir sind… Wenigstens haben diese drei es jetzt auf den offiziellen SuB geschafft, auch wenn sie wahllos aus besagtem Regal gezogen wurden 😉 Allerdings stellt sich auch hier die Frage, ob Véro diese Bücher wohl freiwillig befreien wird.

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So, ich mach mich jetzt mal wieder auf zum Bücherzählen 😉 Bis zum nächsten Mal!

Véro und ihr Sub

Road Novel im „Retrolook“

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Zum Inhalt:
Die 16-jährige Malina ist während der Sommerferien 1997 alleine zu Hause und findet im Papierkorb eine VHS-Kasse, auf der sie ihren vermeintlich ertrunkenen Opa Alois Dudek wiederzuerkennen glaubt. Dieser lebt als Losbudenverkäufer und Minigolfanlagenbetreiber im Nachbarort Castrop-Rauxel.

Malina beschließt kurzerhand, ihren Opa aufzusuchen… doch Aldi, wie er sich selbst nennt, ist ganz anders, als sie es sich erwartet hat. Der Überlebenskünstler erzählt die skurrilsten Geschichten und hat sich zudem wohl mit den falschen Leuten angelegt.

Als ein paar Schuldentreiber ihm mächtig zusetzen, hauen Aldi und Malina ab. Sie wollen in Aldis Heimat Polen, um dort einen versteckten Schatz zu finden, der Opa Aldis Probleme lösen sollen.

Doch auch diese Reise birgt so manche Überraschung und Malina erfährt nach und nach, warum ihre Mutter ihr kaum etwas über ihre Herkunft erzählt hat und alles dransetzt, um als „richtige“ Deutsche akzeptiert zu werden.

Meine Meinung:

Der Autorin ist mit diesem Buch ein Werk gelungen, das sowohl humorvoll ist, als auch nachdenklich stimmt. Die Protagonisten Malina und Aldi waren mir beide gleich ziemlich sympathisch, obwohl Aldi einiges auf dem Kerbholz hat und sich immer wieder mit unlauteren Methoden durchs Leben kämpft. Nach und nach wird jedoch klar, warum dem so ist und was er alles in seinem Leben durchgemacht hat auf der Suche nach seinem großen Traum. Auch seine – wie man zunächst denkt – haarsträubenden Geschichten mach plötzlich Sinn und enthalten viel Wahrheit. Doch auch Malina macht eine erstaunliche Entwicklung durch:

„Außerdem hast du mir beigebracht, ein junger Mensch zu sein. Ich habe immer nur Hindernisse gesehen. Du siehst überall Möglichkeiten.“ (S.217)

Alexandra Tobor hat einen herrlichen Schreibstil, der einen öfter zum Schmunzeln verleitet. Auch die zahlreichen Hinweise auf die 90er Jahre machen das Buch lesenswert. Besonders angetan hat es mir in dem Kontext der Blog der Autorin, in dem sie zusätzliche Erläuterungen zu den im Buch erwähnten typischen Gegenständen, Serien, Liedern … der 90er gibt. Besonders Leser, die in den 90ern zwischen 10 und 20 Jahre alt waren, dürften hier so manches wiedererkennen und können in Nostalgie schwärmen. Da wird die Lektüre dann auf einmal auch zum „Detektivroman“ frei nach dem Motto „Wovon könnte sie bei diesem Kapitel im Blog berichten?“ Ich hatte jedenfalls meinen Spaß daran und werde, trotz beendeter Lektüre, auch die restlichen Blogeinträge beim betreuten Lesen gespannt verfolgen. (Ja, ich gestehe es… ich habe mir eine komplette Folge „Der Preis ist heiß“ angesehen… 😉 )

Die volle Sternenanzahl habe ich dennoch nicht vergeben, da das Buch im zweiten Drittel zwischendurch ein wenig an Fahrt verliert und zuweilen ein wenig langatmig war. Dies ändert sich jedoch zum Glück wieder schnell und die Reise von Malina und Aldi findet zu einem runden, schlüssigen Abschluss.

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Véro

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Das Kirchenoberhaupt auf den Spuren von Sherlock Holmes…

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Zum Inhalt:

Papst Petrus hat die Intrigenspiele im Vatikan satt. Da kommt ihm das Telefongespräch mit seinem Studienfreund Guiseppe gerade recht: kurzerhand beschließt er, den Sommer nicht in Castel Gandolfo zu verbringen, sondern Giuseppes Urlaubsvertretung an der Amalfiküste zu übernehmen, während dieser in den päpstlichen Privatgemächern „Vatikanluft“ schnuppern kann.

Petrus genießt die Zeit in Meravilla in vollen Zügen, doch als dann plötzlich sein Boccia-Partner Raffaele tot aufgefunden wird, beschließt er, nicht zuletzt auf Haushälterin Mariettas Bitte hin, selbst zu ermitteln und herauszufinden, ob Raffaeles Tod wirklich nur Unfall war, oder vielleicht doch Mord. Diese Ermittlungen führen ihn zurück in die 60er Jahre, als das Hotel „Albergo Azzuro“ noch Treffpunkt für heimliche Liebschaften und Affären der Glamourwelt war.

Meine Meinung:

Schon des Cover dieses Krimi verspricht viel: Der Papst liegt mit einem Cocktail in der Hand im Liegestuhl am Strand, neben ihm die „Gazzetto dello Sport“ … da wird die Neugierde wohl nicht nur bei praktizierenden Christen geweckt 😉

Johanna Alba und Jan Chorin schaffen es, in diesem Krimi auf geniale Weise Spannung und Urlaubsfeeling zu vereinen. Die Beschreibung des Hadlungsortes macht Lust auf Urlaub und die Tatsache, dass es von Beginn an gleich mehrere Verdächtige gibt, die etwas mit Raffaeles Tod zu tun haben könnten, garantiert Spannung bis zum Schluss.

Alle Protagonisten sind hervorragend beschrieben und jeder von ihnen birgt sein eigenes Geheimnis. Ob das nun die Vergangenheit als Juwelendieb oder die eigene Herkunft sind, die Autoren verstehen es, die Lebensläufe ihrer Protagonisten so zu gestalten, dass die Handlung nicht abflacht und man keine vorzeitigen Schlüsse über den möglichen Täter und sein Motiv ziehen kann.

Auch die „Ausflüge“ in die 60er Jahre, in denen Jacky Kennedy einen Sommer an der Seite des Fiat-Sprosses Gianni Agnelli in Meravilla verbracht hat, sind geschickt in die Geschichte eingebaut.

Die Tatsache, dass im Laufe der Geschichte auch Petrus Pressesprecherin mitsamt ihrer Tante, sowie sein Privatsekretär in Meravilla auftauchen und in die Ermittlungen eingebunden werden, sorgt für einige humorvolle Momente.

„O sole mio!“ ist bereits der vierte Papst-Krimi von Johanna Alba und Jan Chorin. Die drei ersten Bände habe ich allesamt nicht gelesen und obwohl es zwischenzeitlich kleine Hinweise auf das Geschehen in eben diesen drei Bänden gibt, kann man den Ereignissen im vierten Band dennoch sehr gut folgen und braucht eigentlich keine Vorkenntnisse. Lediglich das Verhalten von Schwester Immaculata, beziehungsweise Papst Petrus Reaktion darauf, kann man wohl besser nachvollziehen, wenn man die anderen Bände kennt.

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Véro

Brutal, aber auch tiefgründig

Die Umarmung des TodesVier Frauen arbeiten in der Nachtschicht in einer Lunchfabrik und lernen sich dort kennen und schätzen. Doch als Yayoi eines Tages erfährt, dass ihr Mann ihre gesamten Ersparnisse im Kasino verbraten hat, bringt sie ihn im Affekt um. Ihre drei Freundinnen helfen ihr mehr oder weniger freiwillig und zerstückeln den leblosen Körper um ihn so zu beseitigen. Doch die Leiche wird entdeckt und entfesselt so eine ungeheure Gewaltspirale, die ein sehr blutiges Ende findet.

Natsuo Kirino hat einen sehr eindrucksvollen Schreibstil. Ihr ausgezeichnetes sprachliches Niveau verschmilzt mit einem perfekt gezeichneten Spannungsbogen und zieht den Leser in seinen Bann. Die Charakterdarstellung der Protagonisten ist perfekt herausgearbeitet und die vielen, nicht zu langatmigen Beschreibungen, lassen einen tief in die japanische Welt eintauchen. Kirino legt den Finger in die Wunde und prangert nicht nur die Missstände in der japanischen Gesellschaft an, die so viele Leute in bitterer Armut alleine lässt, sondern zeigt, dass auch scheinbar normale Menschen zu den grausamsten Verbrechen fähig sind. Der psychologische Aspekt dieses Buches ist faszinierend und man spürt regelrecht, wie die Frauen immer mehr unter Druck geraten und sich schließlich komplett von ihrem früheren Leben abwenden. Kirino hat den Mut, diese menschlichen Abgründe zu schildern und schreckt auch nicht vor makabrer Brutalität zurück. Ich muss gestehen, dass ich Satakes Beschreibungen seines ersten Mordes teilweise nur überflogen habe, da dies mir dann doch zu blutrünstig war. Doch dies tut der Spannung keinen Abbruch und ist eher mein persönliches Gefühl, da ich mir solche Grausamkeiten nie allzu bildlich vorstellen möchte.

Die Protagonisten führen allesamt ein Leben, das sehr trostlos und unbefriedigend ist. Die Frauen haben große finanzielle Sorgen und auch das Familienleben bietet kaum Anlass zur Hoffnung. Sie jagen unverwirklichten Träumen hinterher oder sind einfach nur frustriert über ihr Leben, das so ganz anders verlief als erhofft. Während der ganzen Lektüre war ich mir nicht sicher, ob ich die Protagonistinnen, allen voran Masako und Yayoi verstehen, sympathisch finden oder aber verachten soll. Beide haben eine schreckliche Tat begannen, doch es gelang mir nicht, ihnen den Stempel des Bösewichts aufzudrücken. Die einzige Figur, deren Handeln ich nicht nachvollziehen konnte und die mir überaus unsympathisch war, war Kuniko.

Die verschiedenen Erzählperspektiven, die vor allem gegen Ende des Romans auftreten, verleihen dem Buch eine zusätzliche Spannung und lassen einen während der Schlussszene richtig mitfiebern. Dieser brutale Kampf um Leben und Tod wird aus Sicht der beiden Beteiligten geschildert und so kann man ihre verworrene Gefühlslage besser entwirren. So ganz nachvollziehen konnte ich Masakos Reaktion allerdings nicht, aber in Romanen ist ja Gott sei Dank alles möglich! J

Da dies mein erster asiatischer Roman war, hatte ich zunächst Bedenken ob ich mich bei den vielen asiatischen Namen zurecht finden würde. Glücklicherweise war das überhaupt kein Problem und ich vergaß den japanischen Hintergrund ziemlich oft während der Lektüre. So habe ich mir beispielsweise die Protagonisten allesamt mit europäischen Gesichtszügen vorgestellt und musste mich bei jeder Personenbeschreibung daran erinnern, dass dies nicht den Tatsachen entsprechen kann. Die aufgegriffenen Themen sind so brisant und klug gewählt, dass sie in jedem Land aktuell sind. Trostlosigkeit und Perspektivlosigkeit gepaart mit Armut und geringen Aufstiegsmöglichkeiten betreffen bei Weitem nicht nur die japanische Gesellschaft, sondern finden sich leider überall auf der Welt wieder. Die Frauen in diesem Roman haben ihren Ausweg gefunden, wenn auch auf ungewöhnliche und illegale Art und Weise. Aber werden Menschen in solch ausweglosen Situationen nicht geradezu in die Illegalität gedrängt? Dieser Roman ließ mich sehr nachdenklich zurück und ich fragte mich immer wieder, wie ich mich in einer solchen Situation verhalten hätte …

Dieses Buch hat es definitiv in sich und lässt den Leser nicht mehr los. Allerdings darf man keine schwachen Nerven haben, sonst kann man die Tiefgründigkeit dieses Buches nicht erkennen.

Ich vergebe 4 Papierblumen!

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Christine

Leider wird dieses Buch aktuell nicht mehr gedruckt. Meine Version ist aus dem Goldmann-Verlag, die Rechte hat anschließend aber wohl R M Buch und Medien übernommen. Es ist mir daher unmöglich, den Link zum Verlagshaus einzusetzen, da dieser Roman dort nicht mehr aufgelistet wird.

 

 

Ein ganz besonderer Buchclub!

„Ich musste bei dem Gedanken lächeln, was für unterschiedliche Charaktere beim Dinner unseres Lesezirkels aufeinandertrafen. Ich freute mich darauf, wobei ich gleichzeitig auch ein bisschen nervös war, was der Abend wohl für uns alle bereithielt.“ (S. 264)

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Alice, Miriam, Connie, Abigail und Sophie sind die besten Freundinnen und haben auf unterschiedlichen Wegen zusammengefunden. Sie plaudern, lachen, lesen und diskutieren gemeinsam in ihrem monatlich stattfindenden Buchclub.
Doch eine fehlt – Lydia. Vor drei Jahren starb sie an Krebs. Ihr letzter Wunsch an die Freundinnen: Ihr Mann (Jon) sollte in den Club aufgenommen werden. Seitdem ist auch Jon bei jedem Treffen dabei.
Die Freundschaft hat allen dabei geholfen, mit dem schweren Verlust fertigwerden. Nur Alice ist nicht glücklich. Eine Dating – Katastrophe jagt die nächste. Kein Mann scheint richtig zu sein für die Innenarchitektin.
Ihre Freundinnen sind fest entschlossen, Alice zu ihrem Glück zu zwingen, denn sie ahnen, dass es näher liegt, als Alice sich eingestehen will.

Bei „Die Bücherfreundinnen“ handelt es sich um einen leichten und erfrischenden sommerlichen Roman, der mich durch seine natürliche und ungekünstelte Art überzeugt hat. Ich hatte durchgehend Freude beim Lesen und es gab keinen Moment, wo bei mir Langeweile aufkam.

Der Roman wird aus der Perspektive von Alice erzählt. Sie ist eine wirklich sehr sympathische Protagonistin, die immer sie selbst ist und sich nicht verstellt. Entweder man akzeptiert sie, so wie sie ist oder man lässt es halt bleiben. Sie vertritt klar ihre Meinung und ist dabei ehrlich.
Diese Ehrlichkeit wissen ihre Freundinnen durchaus zu schätzen. Daher suchen sie auch immer wieder ihren Rat auf.
Nur bei ihren eigenen Gefühlen steht sie auf dem Schlauch und beweist bei Beziehungen kein glückliches Händchen. Den daraus resultierenden Enttäuschungen versucht sie mit Humor zu entgegnen. Sie lässt sich nicht unterkriegen, doch seien wir ehrlich: Wird einem das Herz gebrochen, dann tut das verdammt nochmal weh!

Ich, als Leserin mochte Alice von Anbeginn des Buches. Genauso wie auch die anderen Charaktere, die für viel Abwechslung im Handlungsverlauf sorgen und der Geschichte realistische Lebendigkeit verleihen. Man wird selbst zu Alice, teilt die Sorgen der anderen und erfreut sich an den Gesprächen im Buchclub.

Zugegeben, auf den ersten Seiten bin ich mit den Namen noch ziemlich durcheinander gekommen und wusste noch nicht durch welche Charakterzüge sich Alice, Miriam, Connie, Sophie oder Abigail voneinander unterscheiden. Doch nach und nach lernt man sie sowohl kennen, als auch lieben.
Das Taschenbuch verfügt aber auch über einen Klappentext, wo sich eine kurze Auflistung zu Person, Alter und den entsprechenden Lebensumstände finden lässt. Diese hat mir sinnvollerweise dabei geholfen einen ersten Überblick zu gewinnen.

Der Aufbau des Romans selbst ist ebenfalls gelungen. Die Kapitel sind kurz und obwohl ich zu einem Tag Lesepause „gezwungen“ war, habe ich sofort wieder in die Geschichte hineingefunden.

Die Freundinnen treffen sich einmal im Monat zu einer gemütlichen Runde, wo sie das entsprechende Buch besprechen, auf das sie sich im Vorfeld geeinigt haben. Dabei kommen natürlich auch immer wieder private Sorgen, Ängste, Krisen und das Liebesleben zur Sprache.
Ausgiebige Gespräche, die Literaturkritik enthalten sind hier jedoch nicht zu finden. Dies würde aber auch nur zu einer überflüssigen Langatmigkeit im Handlungsverlauf führen. Stattdessen kommt man auf den Geschmack einen eigenen Buchclub zu gründen! 😉

Ein Gründungsmitglied des Buchclubs war Lydia. Sie ist jedoch vor drei Jahren verstorben. Zu Anfang des Romans schieben sich kurze Kapitel aus der Zeit ein, als Lydia noch lebte. Diese Kapitel sind durch kursive Schrift gekennzeichnet und vermitteln dem Leser die Lücke, die durch ihren Tod entstanden ist.
Es gibt damit nicht nur humorvolle und witzige Lesemomente, sondern auch traurige und nachdenkliche Augenblicke. Dialoge, die einen das Gesagte nochmals rekapitulieren lassen.

„Die Bücherfreundinnen“ erzählt vom Leben. Es besteht aus Höhen und Tiefen. Nicht selten erleidet man Rückschläge und es ist nicht immer leicht, sich danach wieder aufzuraffen. Alice und ihre Freund helfen und unterstützen sich und sprechen sich Mut zu. Geben sich einen Schubs in die richtige Richtung und weisen einander (leise) darauf hin, wenn jemand dabei ist einen Fehler zu begehen. Nichts wird hier überspitzt, sondern stattdessen wirkt der gesamte Roman echt. Ungekünstelt.

Die Freundschaft ist am Ende eines der wichtigsten Puzzleteile zum Glück.

Auch wenn der Leser schnell vermutet, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, klebt man dennoch gespannt an den Seiten und fiebert mit der Protagonistin mit. Durch die Leichtigkeit in der Erzählweise eignet sich dieses Buch ideal für zwischendurch.

Mir hat „Die Bücherfreundinnen“ gezeigt, dass ein guter Roman nicht immer ein großes Feuerwerk haben muss, sondern einfach nur ein charmanter Schreibstil und eine Geschichte, die einfach in sich stimmig ist.

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Bonny