Eine ganze Palette an Emotionen …

Morgen kommt ein neuer HimmelAls Bretts Mutter stirbt, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen, denn sie hat ihre wichtigste Vertrauensperson verloren. Auf der Testamentsvorlesung folgt dann sogleich der zweite Schock: Brett erhält, im Gegensatz zu ihren Brüdern, kein millionenschweres Erbe, sondern wird aus dem Familienunternehmen entlassen. Warum tut ihre Mutter ihr das bloß an? Bretts Mutter wusste, dass ihre Tochter kein glückliches Leben führt, sondern immer den Weg des geringsten Widerstandes gewählt hat. Bevor Brett ihr Erbe erhält, muss sie 10 Dinge ihrer To Do- Liste erledigen, die sie vor 20 Jahren geschrieben hat. Nach jedem erreichten Ziel überreicht der Notar ihrer Mutter ihr einen neuen Brief, sodass Brett die Beweggründe ihrer Mutter besser nachvollziehen kann. Nach und nach krempelt Brett notgedrungen ihr ganzes Leben um, bis sie schließlich feststellt, dass ihre Mutter mit ihrer Vermutung vollkommen richtig lag. Mit jedem erreichten Ziel fühlt Brett sich leichter, beschwingter und gewinnt zunehmend an Selbstvertrauen.

Lori Nelson Spielman verfügt über einen einnehmenden, packenden Schreibstil der den Leser sofort in seinen Bann zieht. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und lesen sich sehr leicht. Die Idee hinter dem Buch ist genial und perfekt umgesetzt. Die Atmosphäre dieses Buches regt einen zum Nachdenken an, lässt einen aber auch manchmal innerlich weinen oder jubeln. Die Briefe berührten mich sehr und die sympathische Protagonistin erlebt ein Wechselbad der Gefühle – genau wie der Leser!

Die Beziehung zwischen den Geschwistern wird sehr anschaulich beschrieben und ist sehr tiefgründig. Man merkt deutlich, wie unterschiedlich sie mit der Situation umgehen und ihr ältester Bruder übt zudem auch noch Druck auf Brett aus. Obwohl dies ihn mir nicht unbedingt sympathischer machte, so spornte er Brett doch zusätzlich an, ihr Leben trotz dieses harten Erbes auf die Reihe zu kriegen. Auch die Liebesbeziehung zwischen Brett und Andrew kommt auf den Prüfstand und hält dieser Belastung nicht stand. Da Andrew als richtiger Kotzbrocken dargestellt wurde, war dies allerdings auch nicht weiter schlimm sondern machte den Weg frei für neue Erfahrungen.

Besonders beeindruckt haben mich die Schilderungen über ihren Beruf als Hauslehrerin. Obwohl ich selber Lehrerin bin, habe ich noch nie davon gehört und weiß auch gar nicht, ob es dieses Modell auch hier bei uns gibt. Die Eindrücke, die Brett in diesem Kontext erlebt, sind sehr tiefgründig und erschütternd. Sie tragen viel zu Bretts persönlicher Weiterentwicklung bei und lassen sie nicht nur reifen, sondern verhelfen ihr auch zu mehr Abstand von dem Materialismus unserer Zeit. Der Kontakt mit den armen, von der Gesellschaft ausgeschlossenen Kindern vermittelt ihr eine klareren Blick ihrer eigenen, privilegierten Situation gegenüber.

Ich habe dieses Buch in einem Ruck durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob sie diese zum Teil wahnwitzigen Ziele erreichen wird.

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Christine

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6 Gedanken zu “Eine ganze Palette an Emotionen …

  1. juliawunderland schreibt:

    Ich liebe dieses Buch! Ich las es letztes Jahr in einem Rutsch durch. „Nur ein Horziont entfernt“ ist auch ein sehr gutes Buch, allerdings finde ich dieses hier um einiges schöner zu lesen 🙂
    Grüsschen
    Julja

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