Der erste Schultag

Eine Bemerkung vorweg: Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und rezensiert und hatte wohl völlig falsche Vorstellungen. Aber lest selbst:

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Klappentext:

Marie gehört zu den Vorschulkindern im Kindergarten. Sie freut sich schon sehr darauf, bald zur Schule zu gehen. Aber es ist auch ganz schön aufregend. Als Marie Lehrerin im Kindergarten spielt, will Anton nicht auf sie hören. Und als sie zu Besuch in der Schule ist, hat Livia plötzlich viel schönere Schulsachen als Marie. Viele Fragen bewegen sie: Muss sie eigentlich alles gut können, wenn sie bald in die Schule kommt? Und was ist, wenn jemand sie ärgert? Wie gut, dass Marie Freunde hat, die ihr helfen. Und vor allem ist ihr bester Freund da, Jesus. Er wird auch an jedem Schultag bei ihr sein.

Meine Meinung:

Leider wurde dieses Buch meinen Erwartungen nicht gerecht. Eigentlich spiegeln die kurzen Geschichten von Marie den Alltag eines Vorschulkindes und den Alltag in der Grundschule recht gut wieder und sie hätten wohl auch Potential, die Vorfreude auf die Schule bei Schulanfängern zu wecken.

In der Beschreibung der Leserunde war die Rede davon, dass christiliche Werte im Buch eine große Rolle spielen würden. Erwartet habe ich mir davon, dass den Kindern Toleranz, Respekt, Ehrlichkeit, … vermittelt würden. Dies ist auch der Fall: So nascht Marie beispielsweise heimlich vom Kuchen für die Klassenfeier ihres Bruders und belügt daraufhin ihre Mutter und beschuldigt ihren Bruder. Sie muss mit der Enttäuschung klarkommen, dass ein anderes Kind ihr genau den Schulranzen vor der Nase wegkauft, den sie eigentlich selbst haben wollte, aber sie erlebt auch die Hilfsbereitschaft ihrer Mitschüler, als sie ihre Brotdose nicht finden kann. Auch als eine neue Schülerin in die Klasse kommt, die kein Deutsch kann, benimmt Marie sich vorbildlich und erleichtert dem fremden Mädchen den Einstieg.

So weit, so gut… all diese Inhalte beschreiben Gedanken und Gefühle, die wohl jeder Schulanfänger hat.

Was mir jedoch den Spaß an der Lektüre gründlich verdorben hat, ist die Tatsache, dass Marie sich ständig an Gott beziehungsweise an Jesus wendet, wenn sie nicht weiß, wie sie sich verhalten soll, und Jesus sogar eine Seite in ihrem Freundebuch gestaltet. Das war mir definitiv zu viel und hat mich umso mehr gestört, da die Autorin in manchen Kapiteln (die heimliche Nascherei, die verlorene Brotdose) ganz ohne Gebete und göttliche Hilfestellung auskommt.

Ich vergebe deshalb leider nur zwei Papierblumen.

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Véro
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