Sprunghafter Beginn, spannender Schluss

PalaIris verbringt die meiste Zeit des Tages an ihrem Computer. Denn seit ihr Vater Suizid beging und ihr Bruder die Familie verließ, flüchtet sie in die Welt des Onlinespiels PALA. Was sie nicht ahnt: Ihre Talente am PC und ihre besondere Begabung sind auch Mr. Oz ins Auge gefallen, Herrscher über das Spiel und deren Superhelden.

Mr. Oz kontaktiert Iris in der echten Welt und will sie auf die Insel Pala locken. Angeblich kann er ihr helfen, ihren Bruder wiederzufinden… Zu spät erkennt Iris das wahre Gesicht von Mr. Oz. Kann sie ihren Bruder und sich selbst retten?

Marcel van Driel verfügt über einen lockeren, flüssigen Schreibstil der durchaus zur Spannung beiträgt. Die Sprache ist klar und schnörkellos, die Dinge werden schnell auf den Punkt gebracht. Dies ist vor allem für die anvisierte Zielgruppe von Vorteil, da das Buch so auch für die jüngeren Leser leicht zugänglich bleibt.

Der Einstieg ins Buch fiel mir allerdings nicht ganz leicht. Gleich zu Beginn tauchten viele verschiedene Personen und Handlungsstränge auf, die meiner Ansicht nach nicht ausreichend untereinander verknüpft waren. Die Handlung erschien mir anfangs zu sprunghaft. Auch die Schiffsreise mit Iris‘ Mutter kam wie aus heiterem Himmel und diese ganze Szene fand ich irgendwie absurd.

Erst nach dem Eintreffen auf Pala konnte das Buch mich in seinen Bann ziehen und ich fieberte mit Iris mit. Ihre Zerrissenheit zwischen dem Wunsch, ihrem Bruder zu helfen und ihre Freiheit wiederzuerlangen wird sehr anschaulich dargestellt und ich litt richtig mit der jungen Heldin.

Iris ist trotz ihres zarten Alters von 13 Jahren mit allen Wassern gewaschen und stellt sich mutig und scheinbar ohne Angst den Herausforderungen, die Mr. Oz ihr stellt. Sie ist clever und lässt sich von Problemen nicht unterkriegen sondern versucht sie zu lösen. Iris wirkt dabei unnahbar und kalt, doch ich glaube, dass das ihr Schutzmechanismus ist. Ihr Körper wird vom Überlebensinstinkt getrieben und sie verhält sich daher absolut rational. Außer Justin vermag nur Alex ihren Panzer zu durchbrechen. Dabei ist sie ihren Freunden gegenüber durchaus loyal, sodass es sie nicht nur körperlich verletzt, als Fiber sie schlägt. Vielmehr fühlt sie sich verraten und erkennt erst später die gute Absicht hinter Fibers Verhalten.

Mr. Oz Motive sind nach diesem ersten Band noch ziemlich unklar. Da dies der Auftakt einer Serie ist, werden natürlich nicht alle Geheimnisse aufgeklärt. Die Gestalt des Mr. Oz hüllt sich in einen mysteriösen Nebel, dessen Schleier Iris erst ganz zum Schluss lüftet. Doch auch nach dieser ersten Begegnung gibt es mehr Fragen als Antworten, was die Spannung hochhält.

Insgesamt hat dieses Buch mich gut unterhalten, ohne mich jedoch komplett vom Hocker zu reißen. Ob ich mir die folgenden Bände anschaffen werde weiß ich noch nicht, das entscheide ich spontan!

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Christine
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2 Gedanken zu “Sprunghafter Beginn, spannender Schluss

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