„gelungans Debüt mid sympatischn Eamittlern“

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Zum Inhalt:

In einem beschaulichen Dorf mitten in Bayern wird der Schweinebauer Anton Huber erschossen im Schweinestall aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Schweinebauer im Dorf nicht sehr beliebt war und manch einer der Dorfbewohner ein Motiv für diesen Mord hätte.

Doch dann wird auch die Maria Huber, die Ehefrau des Bauers, ermordet aufgefunden und Alois Schön und sein Ermittlerteam müssen ihre Ermittlungen und die Liste der Verdächtigen überdenken. Es wird immer deutlicher, dass alles auf ein Familiendrama hindeutet.

Meine Meinung:

Ulrich Radermacher hat mit seinem Debüt einen gelungenen Auftakt zu einer Krimi-Reihe mit viel Lokalkolorit vorgelegt.

Schon bei der Beschreibung des Fundortes der Leiche habe ich herzlich lachen müssen:

„Hunderte zukünftige Schnitzel, Koteletts, Haxen und Eisbeine scharten sich um Bauer Huber. … Zwei Spanferkel leckten den roten Saft vom Hals des Verstorbenen. Ob sich die Aufnahme des Menschenblutes durch die Tiere auf den Geschmack der späteren Wurst auswirken würde, interessierte sie nicht. Warum auch? Schweine machen sich keine Gedanken über ihr Leben nach dem Tod.“ (S.7)

Hauptkommissar Schön und sein Team müssen schnell feststellen, dass Anton Huber im Dorf alles andere als beliebt war:

„Jeder Zivilpolizist konnte bestätigen, dass der Tote nicht den besten Leumund im Ort genossen hatte. Die Bewohner, die nicht gut auf Anton Huber zu sprechen waren, teilten sich in zwei Lager: Die eine Hälfte fürchtete die Konkurrenz in Liebesdingen. … Die andere Hälfte hoffte, dass der Gestank im Ort nun endlich vorbei sei.“ (S. 82)

Die Liste der Verdächtigen ist lang, die Motive klar und der Plot gut nachvollziehbar. Der bayrische Dialekt von Kommissaranwärter Martin sowie des Verdächtigen Sebastian Gruber sorgt für Lokalkolorit und stellt den Leser zuweilen vor eine kleine Herausforderung.

Mit Hauptkommissar Alois Schön hat der Autor einen sympathischen Ermittler erschaffen. Die Ermittlungen gehen nicht spurlos an ihm vorbei; vielmehr beschäftigen manche Erkenntnisse den Kommissar auch über Dienstschluss hinaus und lassen ihn sehr menschlich erscheinen. Auch seine Kollegin Natascha Frey macht einen sehr sympathischen und feinfühligen Eindruck.

Zu Beginn hat der Leser den Eindruck, dass es sich bei dem Mord an Anton Huber um einen Nachbarschaftsstreit handelt. Verdächtige und Motive gibt es zur Genüge. Doch dann wendet sich das Blatt als auch Maria Huber ermordet aufgefunden wird und Zeugin Martina Schaf im Verhör pikante Details aussagt.

Zu diesem Zeitpunkt kam bei mir bereits ein Verdacht auf, der sich im Nachhinein auch bestätigte: die Abgründe in der Familie Huber sind sehr tief, die Ehe und das Familienleben wohl mehr Schein als Sein. Auch der Klappentext legt dem Leser schon nahe, dass es sich lohnt, die Mitglieder der Familie etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Dies fand ich etwas schade, da es der Spannung schadet und es eigentlich fortan nur noch um das „Wie?“ aber nicht mehr um das „Wer?“ geht.

Von mir gibt es für dieses Debüt 4 Papierblumen und ich warte gespannt auf den nächsten Fall von Hauptkommissar Schön!

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Véro
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