Tolle Idee, Umsetzung überzeugt nicht!

NeuntöterKlappentext:

Vor Menschen hat sie Angst. Serienmörder versteht sie.
Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen. (Quelle: Heyne Verlag)

Trotz der guten Idee, konnte dieses Buch mich leider nicht vollends überzeugen. Der Schreibstil ist mir persönlich etwas zu abgehackt und die vielen, manchmal endlos scheinen Beschreibungen und Ausschweifungen in Emmas Privatleben machten die Lektüre zäh und langatmig.

Die Protagonistin Emma Carow fand ich zunächst interessant, da sie gerne mal aneckt und ich dies eigentlich bei Ermittlern sehr gerne mag. Doch im mittleren Teil wurde mir das Ganze dann doch zu unglaubwürdig und übertrieben. Auf der einen Seite hat sie Angst vor allem und vor jedem und zückt bei jeder Gelegenheit ihre Dienstwaffe, auf der anderen Seite geht sie kopflos jedes Risiko ein und schlägt auch gerne schon mal zu. Sie will keine Hilfe annehmen aber sie kann das Geschehen auch nach zehn Jahren noch nicht akzeptieren und damit leben. Sie schwankt von Selbstmitleid zu zerstörerischem Selbsthass, was sie sehr anstrengend macht. Ab einem gewissen Zeitpunkt hat sie mich mit ihrem Getue nur noch genervt. Erst am Ende des Buches wurde sie wieder erträglich.

Die Handlung an sich basiert auf einer tollen, schaurigen Idee und ist genau das Richtige für einen Thriller. Leider verlief die Ermittlung zu Beginn des Buches etwas zäh, sodass das Geschehen vor sich hinplätscherte. Immer wieder gab es Rückblicke auf Emmas traumatisches Erlebnis und manchmal hatte ich das Gefühl, dass das Buch sich mehr um die Vergewaltigung als um die Morde dreht. Ab der Hälfte wurde es dann doch noch richtig spannend und spätestens als Emma in Gefahr geriet hatte das Buch mich in seinen Bann gezogen.

Insgesamt ist dies ein Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss.

Ich vergebe 3 Papierblumen. NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE
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Christine

 

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