Eine ganz spezielle Vorliebe für Rothaarige …

Tod in der ProvenceCarpentras, ein malerischer Ort in der Provence. Das Hamburger Ehepaar Hanna und Niklas erbt dort ein halb verfallenes Château. Doch der Traum wird zum Albtraum. In der Nähe des Châteaus findet man eine Frauenleiche – und ihr fehlen die Füße. Hanna erfährt, dass schon früher in der Gegend Frauen verschwunden sind – Frauen mit roten Haaren wie sie. Geht in der Provence ein Serienmörder um, der Körperteile sammelt? Commissaire Albin Leclerc nimmt die Ermittlungen auf. (Quelle: Fischer Verlag)

Pierre Lagrange vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in die Schönheit der Provence und schildert deren besondere Atmosphäre ausführlich. Die Beschreibungen der Landschaft und der Geschichte dieser Gegend vermengen sich gekonnt mit der Handlung und so konnte ich mir die Orte zu jeder Zeit bildlich vorstellen. Dieses Buch macht richtig Lust auf die Provence, vorausgesetzt man ist nicht rothaarig! J Des Weiteren zieht sich ein toller Humor durch das ganze Buch, der mich immer wieder schmunzeln ließ. Auch die Ausflüge in die Welt der großen Dichter haben mir sehr gut gefallen und waren sehr informativ.

Albin Leclerc wirkt zwar manchmal mürrisch, hat aber sein Herz am rechten Fleck und ist durchaus sensibel was seine Mitmenschen angeht, sonst wäre er nicht so erfolgreich. Sein Umgang mit Tyson ist einfach nur lustig und herzlich. Er tut alles für den Hund, spielt dies aber andauernd herunter. Dass er mit seinem Wegbegleiter spricht, kann ich sehr gut nachvollziehen, denn ich glaube das macht fast jeder Haustierbesitzer. Seine Hartnäckigkeit zahlt sich aus und so kommt es bald, neben dem privaten Glücksgefühl, auch zu einem beruflichen Erfolg. Denn auch wenn Albin eigentlich Rentner ist, kann er das Ermitteln einfach nicht sein lassen und mischt kräftig mit.

Die Mordserie an sich ist spektakulär, leider ist deren Ausgang aber recht vorhersehbar. Zu Beginn scheint es sich um einen spannenden, eher ruhigen Krimi zu handeln, doch zum Schluss kommt es zu einem heftigen Showdown, der mich eines Besseren belehrt. Bei der Beschreibung der Morde versteht es der Autor, an den richtigen Stellen aufzuhören um die Leser nicht zu verschrecken. Denn die Brutalität der Taten sucht schon seinesgleichen und eine zu detaillierte Beschreibung hätte meiner Meinung nach überhaupt nicht zu der Atmosphäre des Buches gepasst. Daher ein großes Kompliment an den Autor, der sich nicht dazu verleiten lässt ins Blutige abzudriften, sondern den Leser immer wieder in eine eher entspannte Gemütslage zurückbringt. Der Charme der Provence soll ja nicht zu kurz kommen!

Insgesamt hat dieser Krimi mir sehr gut gefallen, leider war der Ausgang etwas vorhersehbar. Dennoch habe ich erneut festgestellt, dass ich unbedingt einmal zum Urlaub in die Provence fahren muss!

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Christine

 

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