Bumm-bumm, bumm-bumm, …

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Ben Chambers hat eigentlich alles, was er braucht um zufrieden zu sein: eine Frau, ein Haus und genügend Geld, um einigermaßen sorgenfrei leben zu können.

Seine Frau Amy ist eine erfolgreiche Anwältin; Ben hingegen hat sein Studium abgebrochen und nie seinen Traum, Tierarzt zu werden, verwirklicht.

Eines Tages sitzt ein kleiner Roboter im Garten der Chambers. Tang, so heißt der  Roboter, scheint schon ziemlich alt zu sein und ist mit Öl beschmiert. Mit den Androiden, die es in fast jedem Haushalt gibt, kann er nicht konkurrieren.

Ben versucht in Erfahrung zu bringen, wo der kleine Kerl herkommt und weshalb er in ihrem Garten sitzt, doch so richtig will Tang nichts preisgeben. Dennoch folgt er Ben nun auf Schritt und Tritt und versucht Freundschaft mit ihm zu schließen.

Dann verlässt Amy Ben und Ben entdeckt zufällig, dass Tang Flüssigkeit verliert. Er trifft eine  Entscheidung: Tang muss repariert werden und Ben setzt, entgegen aller Erfahrungen, alles daran, dem kleinen Kerl zu helfen … auch wenn er dafür um die halbe Welt reisen muss.

Meine Meinung:

Deborah Installs Debüt ist herzerwärmend. Der kleine Roboter Tang hilft Ben dabei, sein Leben endlich in den Griff zu bekommen und dies geschieht ganz nebenbei auf einer Reise, die die beiden eigentlich machen, um Ersatzteile für Tang zu besorgen.

Ben, der bisher eigentlich nur in den Tag hineingelebt hat, sein Leben mit dem Erbe seiner Eltern finanziert und keinerlei Motivation zeigt, etwas an dieser Lebensweise zu ändern, übernimmt plötzlich Verantwortung für ein anderes Wesen.

„Er ist fast wie ein Kind, und Sie scheinen mir der perfekte Vater zu werden.“ (S.202)

Tang, der anfangs nur wenige Wörter spricht, entdeckt mit Ben die Welt, lernt sprechen und Zusammenhänge zu verstehen. Schlussendlich ist es der kleine Roboter, der Ben zeigt, worauf es im Leben wirklich aufkommt und der es schafft, dass Ben sich endlich aufrappelt.

„Er hatte nicht gemerkt, dass er mir verzieh, weil niemand es ihm beigebracht hatte, was Verzeihung war. Doch von all den komplexen menschlichen Gefühlen, für die er sich hätte entscheiden können, schien er ausgerechnet die Liebe zu verstehen.“ (S.201)

Die kindliche Logik des kleinen Roboter verblüfft den Leser immer wieder und mehr als einmal erkennt man, wie viel man doch eigentlich von Kindern lernen kann, wenn man sich darauf einlässt.

Auch die Tatsache, dass Tang im Laufe der Geschichte immer wieder kritisch und skeptisch beäugt wird, weil er „nur“ ein Roboter ist, der zudem scheinbar in Eile zusammengesetzt wurde, gibt dem Leser zu denken. Fast alle Personen, denen Ben und Tang auf ihrer Reise begegnen, setzen auf die hochmodernen Androiden die wohl einige Aufgaben erledigen können aber keinerlei Emotionen vermitteln. Tang wird von der Autorin hingegen ganz anders gezeichnet. Wohl merkt man stets, dass es sich um einen Roboter handelt, aber dennoch zeigt er sehr viele menschliche Züge und oft hat man als Leser das Gefühl, dass Ben väterliche Gefühle für dieses kleine Wesen hegt, das einem Kind in seinem Verhalten sehr ähnelt.

Der Schluss der Geschichte mag etwas vorhersehbar und vielleicht sogar etwas kitschig sein, aber dies tut dem Lesevergnügen nicht den geringsten Abbruch.

„Der Roboter, der Herzen hören konnte“ ist ein wunderschönes Buch mit unglaublich sympathischen Protagonisten. Als Leser muss man oft schmunzeln und manchmal läuft man sogar selbst Gefahr, etwas „undicht“ zu sein. 😉

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Véro
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