Selbstfindung zwischen Sandwich und Kaffee

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Zum Inhalt:

Die 17jährige Delilah steht vor einer großen Herausforderung: Ihr Vater ist auf Weltreise, der Geschäftsführer des Familiencafés „Flywheel“ wird aufgrund fehlender Papiere des Landes verwiesen und ihre Mutter lebt mit ihrem neuen Partner in Melbourne.

Auch in der Schule läuft manches alles andere als rund: Da Delilah viel Zeit im Café verbringt, um hier nach dem Rechten zu sehen, fehlt ihr die Zeit für die Hausaufgaben und ihre Noten werden immer schlechter. Zudem wird sie zum Gespött der ganzen Schule, da sie sich geoutet hat und die beliebtesten Mädchen der Schule ihr das Leben zur Hölle machen.

Kurzerhand beschließt Delilah, die Schule zu schmeißen und sich fortan nur noch um das Café zu kümmern, denn auch da droht von mehreren Seiten Gefahr. Die unbezahlten Rechnungen häufen sich und die Konkurrenz setzt alles daran um die Schließung des „Flywheel“ zu bewirken.

Und dann wäre da noch die Sache mit der Liebe: Delilah hat sich in Rosa, das Mädchen aus dem Restaurant gegenüber verliebt. Doch auch hier scheint längst nicht alles nach Plan zu laufen.

Meine Meinung:

Gleich zu Beginn zeigt uns Erin Gough welchen Ton sie in diesem Jugendroman anschlägt:

Wenn dir das Leben auf die Schuhe kotzt, pflegt mein Vater gern zu sagen, dann such dir was, was dich vom Gestank ablenkt.‚ S. 11

Das Leben scheint es nicht sehr gut mit Delilah zu meinen: die Mutter hat fast 1000 km entfernt ein neues Leben begonnen, ihr Vater reist durch die Welt, der Geschäftsführer des Flywheel wurde ausgewiesen und dem Laden droht das Aus. In der Schule wird Delilah aufgrund ihrer Homosexualität zum Mobbingopfer, für die Aufgaben und Tests in der Schule hat sie eh keinen Kopf, und das Mädchen, in das sie sich verliebt hat, scheint keine Augen für sie zu haben.

„Ablenkung vom Gestank“ findet Delilah vor allem bei ihrem Freund Charlie, der eigentlich das genaue Gegenteil von Delilah zu sein scheint.

„… oberflächlich betrachtet, haben wir nicht viel gemeinsam. Charlie ist in einem Vorort im Osten aufgewachsen, ich ziemlich zentral in einem westlichen Bezirk. Er wurde mit einem silbernen Löffel im Mund geboren, ich mit der Aufgabe, Löffel aus rostfreiem Edelstahl aus der Spülmaschine zu holen. Und trotzdem versteht er mich besser als jeder andere Mensch.“
S.34

Delilah wird während der Abwesenheit ihres Vaters vor so manche Prüfung gestellt. Mit Hilfe ihrer Freunde – allen voran Charlie – meistert jedoch auch die scheinbar ausweglosen Situationen. Auch Lauren, Delilahs beste Freundin, scheint Delilah viel besser zu kennen, als diese es selbst manchmal vermutet.

Erin Gough greift in ihrem Jugendroman einige Themen auf, die nachdenklich stimmen: Scheidung, Homosexualität, Mobbing, Verantwortung, … und obwohl diese einzelnen Faktoren Delilahs Leben nicht immer ganz einfach gestalten, findet man in diesem Roman doch auch eine große Portion Humor, so dass das Buch sich sehr leicht liest.

Obwohl das Ende zum Teil sehr vorhersehbar war und auch manche Ereignisse im Buch wenig überraschend daherkamen, hatte ich ein sehr angenehmes Leseerlebnis und vergebe 4 Papierblumen.

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Véro

P.S: Ein Dankeschön an die liebe Mitch von bookiesofpassion für das Foto. Mein Buch ist inzwischen bei ihr eingezogen.

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