Glück und Glas, wie leicht das bricht!

glaskinderNach dem Tod ihres Vaters zieht Billie mit ihrer Mutter in deren Heimatdorf. Alles in Billie sträubt sich gegen diesen Umzug, da sie ihre Freundinnen nicht verlassen will. Das alte, heruntergekommen Haus, das ab sofort ihr Zuhause werden soll, treibt ihre Laune zusätzlich in den Keller. Billie findet das Haus gruselig und fürchtet sich davor. Und sie scheint Recht zu behalten, denn schon nach kurzer Zeit gehen seltsame Dinge in diesem Haus vor. Wohnen Billie und ihre Mutter in einem Geisterhaus? Gemeinsam mit ihren Freunden Aladdin und Simona geht Billie dem Spuk auf den Grund …

Nachdem ich Kristina Ohlssons Erwachsenenbücher verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf diesen Jugendthriller. Gleich vorweg kann ich sagen, dass dieses Buch alle meine Erwartungen erfüllt hat und sich meiner Meinung nach ausgezeichnet für Kinder im Alter von 10 – 12 Jahren eignet. Die Sprache ist fesselnd, aber dem Alter angepasst und zieht die Kinder bestimmt in ihren Bann. Die Geschichte schwankt zwischen Spannung und Gruselfaktor und spricht die jungen Leser sicherlich an. Natürlich darf man hier nicht den Tiefgang eines Thrillers für Erwachsene erwarten, da die Kinder dies nicht verstehen würden.

Die Protagonistin Billie macht es den Kindern einfach, sich mit ihr zu identifizieren und ist sehr sympathisch. Auch die Jungs werden von der abenteuerlustigen Billie durchaus angetan sein und dieses Buch mögen. Ihre Überlegungen und Taten sind sehr leicht nachvollziehbar und helfen den jungen Lesern, sich in das Buch einzufinden. Auch die Freunde Aladdin und Simona werden sympathisch und freundlich dargestellt und treiben das Geschehen voran. Natürlich fehlt es den Figuren aus Erwachsenensicht an Charaktertiefe, aber das Buch und die Protagonisten sollen für die Kinder erreichbar bleiben.

Die Handlung an sich hat mich überzeugt. Obwohl die drei Freunde eigentlich nicht an Geister glauben, kommen ihnen aufgrund des Geschehenen doch Zweifel. Die Suche nach der Vergangenheit des Hauses ist spannend und fesselt den Leser. Denn dieses Haus hat keine alltägliche Geschichte und die einzelnen Schicksale sind sehr ergreifend. Vor allem die Erkenntnisse rund um die Glaskinder haben nicht nur Billie und Co. berührt, sondern auch mich.

Natürlich weiß man als erwachsener Leser eher, was oder wer hinter diesem Spuk steckt, doch ich glaube nicht, dass Kindern diese Lösung auch ins Auge gesprungen wäre. Dank ihrer Fantasie lassen sie sich viel eher auf die Gespenster-Lösung ein, die wir Erwachsenen nicht mehr so leicht schlucken und die auch gar nicht zu Kristina Ohlsson passen würde.

Insgesamt ein toller Thriller für Kinder, der sich leicht und flüssig liest und die jungen Leser sicherlich in seinen Bann zieht. Dieses Buch bietet Gruselpotenzial und einigen Gesprächsstoff.

Ich vergebe 5 Papierblumen. NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine
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