„Vergieße nie eine einzige Träne!“

420_16277_145536_xxl„Es ist so geheimnisvoll, das Land der Tränen.“
– Antoine de Saint-Exupéry (aus: Der kleine Prinz)

‚Du wirst nie wieder weinen!‘
Dieses Versprechen musste Eureka einst ihrer Mutter geben, als sie noch ein kleines Mädchen war. Nun ist sie 17 Jahre und ihre Mutter traurigerweise  bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Dennoch hält sie sich weiterhin an das Versprechen, dabei weiß sie gar nicht, warum sie keine Tränen vergießen darf.
Ein altes Medaillon, ein geheimnisvolles Buch und ein Brief. Nur diese drei Dinge sind ihr geblieben. Keine Antworten.
Die erhält sie erst, als die dem ebenso attraktiven, wie rätselhaften Ander begegnet, der mehr über Eurekas Leben zu wissen scheint, als sie selbst. Doch woher kommt er? Was hat es mit dem Versprechen auf sich, das sie ihrer Mutter vor langer Zeit geben musste? Und warum taucht die Sage um Atlantis immer wieder in ihrem Leben auf?
Eureka muss endlich mehr über ihr eigenes Erbe herausfinden und zwar bald, denn sonst könnte es für alle zu spät sein…

Eureka hat ihre Mutter verloren. Diese war für sie eine wichtige Vertraute, als auch eine Freundin. Daher ist es auch kein Wunder, dass es ihrer Seele danach nicht gerade gut geht. Sie steckt in einer tiefen Depression und sieht keinen Reiz mehr in den Dingen, die ihr einmal wichtig erschienen oder Freude bereiteten. Ihre größte Leidenschaft gehörte dem Laufen. Sie war sogar Kapitänin der Schulmannschaft. Doch das hat alles keinen Wert mehr. Es folgt ein Selbstmordversuch.
Danach muss sie zu wöchentlichen Sitzungen bei einer Therapeutin, doch dort spricht sie kaum ein Wort. Sie ist betäubt. Ihrer Zukunft kann sie nicht positiv entgegentreten oder gar an ihr eigenes Glück denken, wie andere Jugendliche in ihrem Alter. Glückliche Momente wird es in ihren Augen nie mehr geben.

Was bringt dich heute hierher?
Der Anruf meiner Stiefmutter. Sie hat diesen Termin gemacht.

Wie geht es dir heute?

Einerseits ist es ein durchaus interessantes Thema, welches hier angesprochen wird. Andererseits löst es sich im Verlauf der Handlung auf. Am Ende ist kaum noch etwas davon vorhanden.
Die bedrückte Stimmung der Protagonistin überträgt sich jedoch gerade zu Beginn auf den Leser. Es handelt sich damit also nicht um eine leichte und lockere Lektüre für zwischendurch.

Ein Lichtblick in dieser schwermütigen Stimmung ist Eurekas beste Freundin Cat. Sie entlockt dem Leser in einigen Momenten ein Schmunzeln. Doch auch dieser Humor verliert sich im Verlauf des Romans.

„Ich versuche jeden Tag, dich zu verkuppeln. Welchen Sinn haben Kalender ohne Dates?“ (S. 84)

Sie ist Eureka eine gute Freundin und gemeinsam versuchen sie ein geheimnisvolles Buch zu entschlüsseln. Phasenweise erfolgen hier kurze Einschübe aus jenem Buch, mit dem Titel „Das Buch der Liebe“. Dies sorgt zwar für Abwechslung, allerdings konnte mich diese Geschichte kaum überzeugen.
Eureka jedoch muss sich die Frage stellen, wie diese alte Geschichte mit ihr in Verbindung steht. Der Leser kommt jedoch schnell hinter dieses Geheimnis…

Außerdem gibt es noch eine Art Dreiecksbeziehung, zwischen Eureka ihrem besten Freund Brooks und dem plötzlich aufgetauchten Ander. Leider sind beide Charaktere zu flach und man kann kaum eine Beziehung zu den beiden aufbauen. Hier kratzt das Buch nur an der Oberfläche und man bleibt selbst neutral.

Mir persönlich hat das Buch leider nicht gefallen. Vielleicht war es die Thematik, vielleicht aber auch der ausschweifende Erzählstil. Die Handlung konnte mich einfach nicht packen. Der gesamte Roman erschien mir zu eintönig und viel zu langatmig.

Immer wieder erfolgen Rückblicke zu Situationen aus der Vergangenheit. Kindheitserinnerungen. Was sie damals fühlte, dachte oder was ihr passierte. Hierbei werden die kleinsten Details erwähnt. Leider wird man dabei jedoch aus der eigentlichen Handlung immer wieder herausgerissen, was ziemlich ermüdend ist. Gerade zu Beginn scheint die Geschichte dadurch kaum Vorwärts zu kommen.

Dies war mein erster Roman von Lauren Kate und leider wird es auch erst einmal so bleiben. Der Schreibstil der Autorin ist auf der einen Seite ermüdend und auf der anderen Seite sehr dicht und malerisch, wodurch man sich die Situationen in der sich Eureka gerade befindet zwar sehr gut vorstellen kann, aber für einen Jugendroman ist er einfach zu erdrückend.

Hinzu kommt der Wortschatz, der für die Zielgruppe auch eher unüblich ist und man sollte sich daher nicht wundern, wenn Worte wie: monetär, Orichalcumkrone, Patiotreppe oder Gaze einfach so im Text auftauchen.

Dauernd hatte ich das Gefühl, die eigentliche Hauptgeschichte entgleitet mir, durch die vielen Einschübe, die aber für die eigentliche Handlung kaum eine Rolle spielen.
Vielleicht wollte Lauren Kate damit eine tiefere Bindung zu den Figuren ermöglichen, was jedoch bei mir nicht funktioniert hat. Sogar die Beziehung zu Eureka blieb kalt.

Spannend war für mich nur der Prolog. Das Ende nicht überraschend. Ich bin viel zu schnell hinter das „Geheimnis“ gekommen. Des Weiteren würde ich empfehlen den Prolog nicht von Beginn an zu lesen.  Vielleicht bleibt dadurch gerade zu Beginn der Handlung ein wenig Spannung erhalten 😉NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny
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