Wenn erwachsene Männer plötzlich leuchtende, rosarote Elefanten sehen…

Elefant

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Zum Inhalt:

Der Obdachlose Schoch entdeckt in seiner Höhle einen kleinen rosaroten Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Anfangs glaubt er noch, dass diese Wahrnehmung nur seiner Fantasie und dem Alkoholgenuss entspringt, doch schnell stellt sich heraus, dass es dieses kleine, besondere Wesen wirklich gibt.

Während Schoch beschließt, sich um den kleinen Elefanten zu kümmern, sucht nicht nur dessen „Schöpfer“, der Genforscher Roux, mit allen Mitteln nach seiner Sensation. Auch der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der bei der Geburt des kleinen Elefanten dabei war, setzt alles daran, um das kleine Tier rechtzeitig zu finden und vor den Wissenschaftlern zu schützen.

Meine Meinung:

Martin Suters aktuelles Werk hat mir sehr gut gefallen. Der Autor schafft nicht nur sehr unterschiedliche Figuren in seinem Roman, sondern legt auch ganz verschiedene Schauplätze an, die zum Ort der Handlung werden. Durch das gesamte Buch zieht sich nicht nur ein ständiger Perspektivenwechsel; auch der Zeitraum der Handlung erstreckt sich über etwas mehr als fünf Jahre.

Als Leser erlebt man sowohl die Forschungsarbeiten im Genlabor mit, wie auch die Geburt des Elefanten im Zirkus. Dann wiederum folgt man Schoch bei seinen täglichen Streifzügen durch die Obdachlosenszene in Zürich.

Die Zeitensprünge und der ständige Wechsel der Erzählperspektive sorgen für zusätzliche Spannung. Mir hat besonders der Kontrast zwischen dem Obdachlosen Schoch und dem Genforscher Roux gut gefallen. Wohl sind beide Personen recht einseitig beschrieben, doch Suter stellt den beiden Protagonisten jeweils einen Tierarzt an die Seite (Reber, Valerie), welche meiner Ansicht nach dieses Schema Gut/Böse etwas aufheben und verwischen.

Der Autor schneidet in seinem Roman mehrere Themen an, die den Leser zum Nachdenken  anregen sollen. Da sind natürlich in erster Linie die Forschungsexperimente des Wissenschaftlers Roux, die die Frage aufwerfen, welche Möglichkeiten die Gentechnik mittlerweile bietet und inwiefern diese Möglichkeiten genutzt werden sollten oder vielleicht auch unterbunden werden müssten.

Auch Schochs Obdachlosigkeit und der spätere Alkoholentzug (der hier im Buch wohl etwas zu einfach vonstattengeht) sind Themen, die sicherlich Anregung für Diskussionen bieten.

Besonders die Thematik der Genforschung scheint sehr gut recherchiert und wird im Roman sehr detailliert beschrieben. Auch dies verdient meiner Ansicht nach Erwähnung.

Der Autor selbst hält sich mit einer Wertung eher zurück, auch wenn der Ausgang der Handlung wohl vermuten lässt, wie er selbst zu diesen Themen steht.

Für mich war dieser Roman ein wahres Lesevergnügen und ich kann ihn demzufolge nur wärmstens empfehlen.

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Véro
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