Gemütlicher Sonntagsplausch mit… Sandra Regnier!

Sonntagsplausch_1

Ihr Lieben,

in den nächsten vier Wochen müsst ihr euch an jedem Sonntag ein kleines rotes 🍁Herbstblatt in euren Kalender setzen, denn wir haben etwas ganz besonderes für euch geplant. Wir laden euch dazu ein, unserem ‚gemütlichen Sonntagsplausch‘ zu folgen. Seid gespannt, denn euch erwarten vier sympathische Autorinnen, die sich mit ihren Worten in unsere Herzen geschrieben haben!

Den Anfang macht an diesem herbstlichen, wenn auch verregneten Sonntag: Sandra Regnier (Hintergrundinfo: es wird Renjee ausgesprochen)!

sandra-regnier.jpg

 
Sandra Regnier ist eine deutsche Autorin die hauptsächlich Jugend- und Romantasy Romane schreibt. Was als Freizeitbeschäftigung begonnen hat wurde schnell zur Leidenschaft und letztendlich zum Beruf.

Mit der Pan – Trilogie schaffte Regnier letztendlich den Durchbruch. Ihre Geschichte um die Außenseiterin Felicity und Lee den heißesten Typen der Schule zieht den Leser schnell in ihren Bann. Die Trilogie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Elfenwelt. Sandra Regnier recherchiert gründlich und direkt vor Ort für ihre Bücher, welches sich in jeder ihrer Romane wiederspiegelt.

2014 erhielt der erste Teil der PAN – Trilogie die Auszeichnung für das beste Ebook des Jahres.

Regnier blieb sich ihrer Linie treu und schrieb weitere Romantasy Bücher wie die Zeitlos- Trilogie und die Reihe der Lilien.

Sandra Regnier hat sich unseren Fragen gestellt und nun lest selbst 🙂

 


1. Wie sind sie zum lesen/schreiben gekommen?

Damals war ich elf und gerade neu auf der weiterführenden Schule. Wir fuhren im Schienenbus jeden Morgen und ich saß im Abteil mit zwei Oberstufen-Schülerinnen. Die bastelten bzw. plotteten gerade an einem Kurzkrimi für ihren Deutsch-Leistungskurs und in diesem Moment ging mir auf, dass all die wunderbaren Geschichten, die ich bislang gelesen hatte, ja von irgendjemanden erdacht und aufgeschrieben worden waren.
Das habe ich direkt ausprobiert und seither nicht mehr aufgehört.


2. Welches ist/war ihr Lieblingsautor?

Es gibt so viele, die ich gerne lese. Zur Zeit ist es wohl Martin Suter, aber wenn ich genauer darüber nachdenke, sind es die Bücher von Anne Golon, J.K.Rowling, Kerstin Gier, Rebecca Gablé, Iny Lorentz, die ich immer und immer wieder in die Hand nehme.


3. Haben sie ein Lieblingsbuch?
Die ganze Angelique Reihe, die Harry Potter Bände, Der weiße Wolf von Käthe Recheis, Das zweite Königreich von Rebecca Gablé, Die steinerne Schlange von Iny Lorentz und alle von Kerstin Gier ohne Ausnahme.


4. Wer hat sie inspiriert?


Alle meine Lieblingsautoren. Ich mag deren Schreibstile, ich mag deren Figuren, die Handlungen, einfach alles. Ich kann und will das nicht kopieren, aber ich lese es sehr sehr gerne.

5. Woran schreiben sie aktuell?


An einem Artikel für die Stiftung Lesen. Aber bald beginne ich mit Band 2 der Anderwelt-Reihe.




6. Was ist das schöne daran eine Buchreihe anstatt ein Einzelband zu schreiben?
Man darf seine Figuren länger behalten, bekommt Gelegenheit, mache Handlungen besser auszufüllen und auszuführen und darf ein wenig länger in vertrauten Umgebungen verweilen. Das gleiche gilt wohl auch für Leser von Reihen ☺


7. Könnten sie sich vorstellen das Genre zu wechseln?
Aber ja! Seit einiger Zeit geistert mir ein Krimi im Kopf herum. Ein historischer Krimi um genau zu sein, doch das wird noch nichts. Erst einmal müssen die Verträge zur Anderwelt erfüllt werden und dann ist ja da immer noch die Geschichte um den Schauspieler, Lisa und Robert, die wartet.

8. Welche Atmosphäre/Gegebenheiten brauchen sie um am kreativsten zu sein?
Ruhe. Ich brauche wirklich Ruhe und die Gewissheit, dass ich nicht gestört werde. Dann kann ich wunderbar arbeiten.


9. Hatten sie schon mal eine Schreibblockade? Wenn ja, wie haben sie diese überwunden?
Meistens liegt das daran, dass etwas nicht stimmt, dass etwas unlogisch ist. Dann muss ich den Schreibtisch verlassen, mich bewegen, um die Gedanken zu sortieren oder meine Tafel zu Rate ziehen und darauf in Form von Tabellen oder Diagrammen zurückverfolgen, wo es anfängt unlogisch zu werden. Damit habe ich bislang noch jede Blockade überwunden bekommen. Das klingt jetzt ziemlich einfach, aber tatsächlich ist das ein Prozeß, der manchmal 2-3 Tage dauert. Das ist sehr anstrengend, denn dann schlafe ich auch unruhig.

10. Was fällt ihnen einfacher zu schreiben den Anfang oder das Ende?
Das Ende. Denn das steht meist schon am Anfang fest, wobei der Anfang erst mittendrin oder kurz vor dem Ende geschrieben wird und oft, sehr sehr oft umgeschrieben wird, bis er mir gefällt.


11. Mit wem würden sie gerne ein Buch schreiben?
Ich habe mir mal überlegt, eine Graphik Novel über Pan zu machen. Aber ich fürchte, das wird leider nichts werden, denn es wäre einfach zu kostspielig in der Herstellung.

12. Fließen wahre Begebenheiten/Tatsachen/Menschen aus ihrem Leben mit in ihre Bücher hinein?
Manchmal schon. Ich mag manche kleinen „Eigenarten“, die ich einbringe. Und ehrlich gesagt, die Szene, in der Felicity auf der Treppe in Lees Haus schläft und Hermes, Fed-Ex und UPS sie anmalen wollen, die basiert auf einer wahren Begebenheit. Aber welcher, verrate ich nicht.


13. Wählen sie den Titel des Buches vor oder nach dem schreiben aus?
Während dem Schreiben, aber ich bin nicht sonderlich gut darin. Meine Lektorin und zwischenzeitlich sehr gute Freundin Rebecca ist in der Hinsicht viel kreativer.

14. Welches ist ihr „Lieblings“-werk aus ihrer eigenen Feder?
Die Lilie. Weil sie mich schon so lange begleitet. Weil ich seit 27 Jahren in Etienne verliebt bin. Weil ich Versailles noch immer magisch finde. Obwohl Edinburgh ihm langsam aber sicher den Rang abnimmt … und Finn.


15. Würden sie eines ihrer Bücher verfilmen lassen?
Das ist schwierig zu beantworten, denn ich habe ein paar sehr reale Schauspieler als Vorlage für meine Helden und die würde ich natürlich wahnsinnig gern in ihrer „Rolle“ als Lee, Finn oder Etienne sehen. Andererseits habe ich ein bisschen Angst, was ein Regisseur aus meinem Buch machen würde und dass es mir so geht wie Michael Ende mit der Unendlichen Geschichte.

17. In der PAN Trilogie geht es um Elfen und andere Fabelwesen was ist das besondere daran die Welt der Menschen mit denen der Elfen zu vereinen?
Ich mag die Vorstellung von „Was wäre, wenn …“ Die Möglichkeit, dass sich jederzeit etwas Magisches ereignen könnte. Bei Pan hatte ich damals die Vorstellung eines „Zeitagenten“, der Kriminalfälle in verschiedenen Epochen der Vergangenheit löst und sich dabei in eine junge Frau verliebt, was in seinem Job ziemlich ungeeignet ist. Dass es dann ein Elf wurde, hat sich nebenbei ergeben. Aber das Übernatürliche mit unserem Leben zu vereinbaren, gefällt mir noch immer sehr gut.

18. In ihren Büchern sind (meist) Frauen die „Helden“ haben sie sich bewusst dafür entschieden?
Ich bin ein Mädchen, eine Frau. Ich schreibe – bis auf die Lilien-Reihe – in der Ich-Perspektive. Das fällt mir nun mal leichter, ich kann mich besser hineinversetzen und … siehe nächste Frage ☺


19. Versetzen sie sich während des Schreibens in die einzelnen Protagonisten hinein?
Ich durchlebe alle Freuden, Ärgernisse und Gefühle und es geschieht auch, dass ich während des Schreibens weinen muss oder auch lauthals lachen. Ich glaube, das muss man ein bisschen, sonst hat man seinen Figuren kein wirkliches Leben eingehaucht.

20. Wenn sie sich einen Traum erfüllen könnten welcher wäre das?
Eine zuverlässige Putzfrau.


 

Advertisements