Wenn ein ganzes Dorf schweigt…

Wer sich zur Zeit in der Krimi-Abteilung in Buchhandlungen umsieht, kommt an Monteperdido kaum vorbei. Grund genug, das Buch selbst zu lesen um sich einen Eindruck zu verschaffen…

Monteperdido

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Zum Inhalt:

Vor fünf Jahren sind die Freundinnen Ana und Lucía, zwei elfjährige Mädchen aus dem Pyrenäen-Dorf Monteperdido, spurlos verschwunden. Seitdem ist in dem beschaulichen Dorf nichts mehr wie es war … Es werden Mahnwachen abgehalten, Ehen gingen zu Bruch und Beschuldigungen werden ausgesprochen. Doch dann taucht eines Tages Ana wieder auf. Sie wurde Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem der Fahrer ums Leben kam. Handelt es sich hierbei um ihren Entführer? Und wo befindet sich Lucía?

Kommissarin Sara Campos  und ihr Vorgesetzter Santiago Baín reisen nach Monteperdido, um die Ermittlungen wieder aufzunehmen und auch Lucía lebend wiederzufinden. Doch dies stellt sich als wesentlich schwieriger heraus als erwartet. Schnell stellt sich heraus, dass vor fünf Jahren einige Fehler bei der Ermittlungsarbeit gemacht wurden. Ob es den beiden „fremden“ Polizisten wohl gelingen wird herauszufinden, was damals wirklich passiert ist?

Meine Meinung:

Die Idee, die diesem Kriminalroman zugrunde liegt, gefiel mir eigentlich sehr gut, doch gelang es dem Autor Agustín Martínez nicht, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Zu zahlreich waren die Personen, zu schnell die Perspektivenwechsel, zu langatmig die Handlung, …

Besonders zu Beginn hatte ich aufgrund der vielen handelnden Personen (mit für uns teilweise ungewohnten Namen) Schwierigkeiten, den Überblick über das Geschehen und die zwischenmenschlichen Beziehungen zu behalten. Der Autor hat seinen Krimi in einem kleinen Bergdorf angesiedelt, in dem jeder jeden kennt, viele miteinander verwandt oder verschwägert sind und in dem der Zusammenhalt noch richtig groß geschrieben ist.

„Die Bewohner von Monteperdido waren alle auf die eine oder andere Weise miteinander verbunden. Taufpaten, Schulkameraden, Schwester oder Freundinnen, die zusammen ihre Kinder erzogen, gemeinsame Feste und die langen lichtlosen Winter, ringsum nur Berge und die Tiere, die dort lebten. … Tiere und Menschen, deren Leben eng miteinander verbunden war. Das war Monteperdido.“ (S. 148)

Eigentlich ist genau dies die Stärke des Buches, da es meist sehr gut nachvollziehbar ist, wie eng die Dorfbewohner miteinander verbunden sind und warum sie skeptisch gegenüber den „Eindringlingen“ aus der Stadt sind, die einen alten Fall neu aufrollen und ihre Nase in Dinge stecken, die mancher Dorfbewohner lieber verschweigen würde. So haben die beiden Ermittler dann auch Schwierigkeiten, das Vertrauen der Einwohner zu gewinnen:

„Wenn sie in diesem gottverdammten Kaff nicht wissen, wer dein Großvater war und wie er seinen Kaffee getrunken hat, dann bist du ein Fremder. Hier mag man Leute, die ihr Geld in Monteperdido lassen und dann wieder abhauen. Aber Leute die kommen und bleiben, mag man weniger.“ (S.146)

Dennoch war für mich manche Reaktion des einen oder anderen Dorfbewohners nur schwer nachvollziehbar und auch die Verbindung zwischen Sara Campos und ihrem Vorgesetzten gab mir lange Rätsel auf. Wohl klären sich die meisten Fragen im Laufe der Handlung, jedoch hätte ich mir beispielsweise gerade im Bezug auf Sara Campos Vergangenheit detaillierte Erläuterungen gewünscht.

Die vom Autor geschaffene Atmosphäre ist recht düster und verstörend. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, doch die Handlung geht nur schleppend voran und wirklich spannend wird es zu keinem Zeitpunkt. Manche Vorkommnisse klärt der Autor zu schnell auf und verhindert damit, dass Spannung aufkommen kann, andere Ereignisse wiederum – besonders die Aufklärung am Schluss – wirken etwas konstruiert.

Auch der Aufbau des Romans hat mir etwas zu schaffen gemacht. Das Buch ist in nur sieben Kapitel eingeteilt, die jedoch recht lang sind (teilweise mehr als 100 Seiten), innerhalb derer jedoch sehr schnelle Perspektivenwechsel erfolgen. Beides ist meiner Ansicht nach dem Lesefluss nicht sehr förderlich; vielmehr erschweren die raschen Wechsel zuweilen das Verständnis und die langen Kapitel verstärken den Eindruck, dass die Handlung sehr langatmig ist.

Mich konnte dieser Krimi leider nicht packen. Schade… denn der Plot hätte sehr viel Potential!

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Véro

„Vergieße nie eine einzige Träne!“

420_16277_145536_xxl„Es ist so geheimnisvoll, das Land der Tränen.“
– Antoine de Saint-Exupéry (aus: Der kleine Prinz)

‚Du wirst nie wieder weinen!‘
Dieses Versprechen musste Eureka einst ihrer Mutter geben, als sie noch ein kleines Mädchen war. Nun ist sie 17 Jahre und ihre Mutter traurigerweise  bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Dennoch hält sie sich weiterhin an das Versprechen, dabei weiß sie gar nicht, warum sie keine Tränen vergießen darf.
Ein altes Medaillon, ein geheimnisvolles Buch und ein Brief. Nur diese drei Dinge sind ihr geblieben. Keine Antworten.
Die erhält sie erst, als die dem ebenso attraktiven, wie rätselhaften Ander begegnet, der mehr über Eurekas Leben zu wissen scheint, als sie selbst. Doch woher kommt er? Was hat es mit dem Versprechen auf sich, das sie ihrer Mutter vor langer Zeit geben musste? Und warum taucht die Sage um Atlantis immer wieder in ihrem Leben auf?
Eureka muss endlich mehr über ihr eigenes Erbe herausfinden und zwar bald, denn sonst könnte es für alle zu spät sein…

Eureka hat ihre Mutter verloren. Diese war für sie eine wichtige Vertraute, als auch eine Freundin. Daher ist es auch kein Wunder, dass es ihrer Seele danach nicht gerade gut geht. Sie steckt in einer tiefen Depression und sieht keinen Reiz mehr in den Dingen, die ihr einmal wichtig erschienen oder Freude bereiteten. Ihre größte Leidenschaft gehörte dem Laufen. Sie war sogar Kapitänin der Schulmannschaft. Doch das hat alles keinen Wert mehr. Es folgt ein Selbstmordversuch.
Danach muss sie zu wöchentlichen Sitzungen bei einer Therapeutin, doch dort spricht sie kaum ein Wort. Sie ist betäubt. Ihrer Zukunft kann sie nicht positiv entgegentreten oder gar an ihr eigenes Glück denken, wie andere Jugendliche in ihrem Alter. Glückliche Momente wird es in ihren Augen nie mehr geben.

Was bringt dich heute hierher?
Der Anruf meiner Stiefmutter. Sie hat diesen Termin gemacht.

Wie geht es dir heute?

Einerseits ist es ein durchaus interessantes Thema, welches hier angesprochen wird. Andererseits löst es sich im Verlauf der Handlung auf. Am Ende ist kaum noch etwas davon vorhanden.
Die bedrückte Stimmung der Protagonistin überträgt sich jedoch gerade zu Beginn auf den Leser. Es handelt sich damit also nicht um eine leichte und lockere Lektüre für zwischendurch.

Ein Lichtblick in dieser schwermütigen Stimmung ist Eurekas beste Freundin Cat. Sie entlockt dem Leser in einigen Momenten ein Schmunzeln. Doch auch dieser Humor verliert sich im Verlauf des Romans.

„Ich versuche jeden Tag, dich zu verkuppeln. Welchen Sinn haben Kalender ohne Dates?“ (S. 84)

Sie ist Eureka eine gute Freundin und gemeinsam versuchen sie ein geheimnisvolles Buch zu entschlüsseln. Phasenweise erfolgen hier kurze Einschübe aus jenem Buch, mit dem Titel „Das Buch der Liebe“. Dies sorgt zwar für Abwechslung, allerdings konnte mich diese Geschichte kaum überzeugen.
Eureka jedoch muss sich die Frage stellen, wie diese alte Geschichte mit ihr in Verbindung steht. Der Leser kommt jedoch schnell hinter dieses Geheimnis…

Außerdem gibt es noch eine Art Dreiecksbeziehung, zwischen Eureka ihrem besten Freund Brooks und dem plötzlich aufgetauchten Ander. Leider sind beide Charaktere zu flach und man kann kaum eine Beziehung zu den beiden aufbauen. Hier kratzt das Buch nur an der Oberfläche und man bleibt selbst neutral.

Mir persönlich hat das Buch leider nicht gefallen. Vielleicht war es die Thematik, vielleicht aber auch der ausschweifende Erzählstil. Die Handlung konnte mich einfach nicht packen. Der gesamte Roman erschien mir zu eintönig und viel zu langatmig.

Immer wieder erfolgen Rückblicke zu Situationen aus der Vergangenheit. Kindheitserinnerungen. Was sie damals fühlte, dachte oder was ihr passierte. Hierbei werden die kleinsten Details erwähnt. Leider wird man dabei jedoch aus der eigentlichen Handlung immer wieder herausgerissen, was ziemlich ermüdend ist. Gerade zu Beginn scheint die Geschichte dadurch kaum Vorwärts zu kommen.

Dies war mein erster Roman von Lauren Kate und leider wird es auch erst einmal so bleiben. Der Schreibstil der Autorin ist auf der einen Seite ermüdend und auf der anderen Seite sehr dicht und malerisch, wodurch man sich die Situationen in der sich Eureka gerade befindet zwar sehr gut vorstellen kann, aber für einen Jugendroman ist er einfach zu erdrückend.

Hinzu kommt der Wortschatz, der für die Zielgruppe auch eher unüblich ist und man sollte sich daher nicht wundern, wenn Worte wie: monetär, Orichalcumkrone, Patiotreppe oder Gaze einfach so im Text auftauchen.

Dauernd hatte ich das Gefühl, die eigentliche Hauptgeschichte entgleitet mir, durch die vielen Einschübe, die aber für die eigentliche Handlung kaum eine Rolle spielen.
Vielleicht wollte Lauren Kate damit eine tiefere Bindung zu den Figuren ermöglichen, was jedoch bei mir nicht funktioniert hat. Sogar die Beziehung zu Eureka blieb kalt.

Spannend war für mich nur der Prolog. Das Ende nicht überraschend. Ich bin viel zu schnell hinter das „Geheimnis“ gekommen. Des Weiteren würde ich empfehlen den Prolog nicht von Beginn an zu lesen.  Vielleicht bleibt dadurch gerade zu Beginn der Handlung ein wenig Spannung erhalten 😉NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Bibliothekarin trifft Rockstar…

„Dann löste sie sich lachend, und der Klang legte sein Herz in Ketten, es war, als würden tausend Gitarrensaiten gleichzeitig gespannt. Es schmerzte auf wundervolle Weise. Für einen Moment vergaß er fast, wo er war, so sehr wünschte er sich, dieses unbeschwerte Lachen möge ihm gelten.“ (S. 5)IMG_2211.jpg

Ein hässlicher Skandal in ihrer Kindheit, hatte Molly und ihre Eltern einst im Fokus der Medien stehen lassen. Zutiefst verletzt von den daraus resultierenden Reaktionen vieler Menschen in ihrem Umfeld, hat sich die Bibliothekarin geschworen, ein unauffälliges Leben zu führen.
Doch als sie auf der Party ihrer Stiefschwester den attraktiven Rockstar Zachary Fox begegnet, ist dieses Vorhaben nicht mehr ganz so leicht einzuhalten, wie ursprünglich noch gedacht. Ein One Night Stand, mehr sollte es nicht sein…

„Rock Kiss – Eine Nacht ist nicht genug“ ist in zwei Stränge aufgeteilt, die sich durch den Schauplatz der Erzählung voneinander unterscheiden. Diese Handlungsstränge laufen nicht parallel, sondern ebenso fortlaufend, wie die Handlung, nacheinander ab. So spielt der Roman zu Anfang noch in Neuseeland, wo sich Molly und Fox  kennenlernen und sich im wahrsten Sinne des Wortes stürmisch aneinander herantasten.
Der zweite Teil jedoch wird nach Los Angeles, der Stadt der Schönen und Reichen, verlegt. Die beiden kennen sich hier natürlich bereits besser und ihre Beziehung gerät auf den Prüfstand.
Zwischendurch haben wir hier immer wieder einen Wechsel in der Erzählperspektive, wodurch wir sowohl Fox, als auch Mollys Gedanken verfolgen können und somit mehr ode weniger einen Zugang zu ihnen bekommen.

Die Handlung selbst ist relativ einfach konzipiert. Zu einfach – wird hier sicherlich die ein oder andere Leserin denken. Das Modell von der ‚Liebe auf den ersten Blick‘ wird hier ziemlich ausgekostet.
Molly und Fox fallen bereits nach wenigen Seiten übereinander her. Sie haben kaum ein Wort miteinander gewechselt und doch sind sie ab der ersten Sekunde einander verfallen. Wie kann man hier argumentieren? Okay, er ist eben nur ein Mann. Und sie? Nun, sie ist eben nur eine Frau, die einem berühmten Rockstar gegenübersteht und wohl daher nichts gegen einen One Night Stand hat.
Aber ich konnte mich dennoch nicht damit abfinden. Vielleicht wäre ja zumindest ihr Verhalten verständlicher für mich gewesen, wenn sie von der ersten Seite als ein Groupie zu verstehen wäre. Doch das ist sie keineswegs.
Im Gegenteil. Am Ende ist Fox wohl mehr der Groupie, der nicht mehr ohne seine Molly sein will… Doch woher diese plötzliche Zuneigung zu ihr? Das bleibt unbeantwortet.

Was lässt sich über die Handlung sagen? Ich war ziemlich schnell gelangweilt und hatte das Gefühl, die Autorin drückt permanent die Repeat – Taste…

Wie wird eine Meinungsverschiedenheit gelöst? Antwort: Sex.
Wie jemanden über sein persönliches Schicksal hinwegtrösten? Antwort: Sex
Wie kann man jemanden beruhigen? Antwort: Sex.

Ganz ehrlich, mir was das ganze einfach zu viel. Alles, wirklich alles endet im Schlafzimmer oder wo auch immer.
Die Dialoge sind vorhanden, doch überzeugen nicht wirklich. Stattdessen flüchtet die Autorin davor und lässt Konflikte lieber im Schlafzimmer verstummen. Sie entgeht dabei einer tiefergehenden Handlung, die man hier wirklich vergeblich suchen wird.

Was die beiden als Pärchen angeht, fehlte hier meiner Meinung nach der Funke. Die beiden sind einander verfallen, doch der wirkliche Grund für diese Anziehung bleibt dem Leser verborgen. Man soll sich wohl einfach damit abfinden, dass die beiden „im Leben füreinander bestimmt“ sind. Sie lieben sich und gehören zueinander. Sie gibt alles von sich her, opfert sich, ihr Leben in Neuseeland für diese Liebe und er ist einfach glücklich und genießt sein „Eigentum“. Molly wirkt dabei ziemlich charakterschwach.

Dem Roman von Nalini Singh fehlt es an Humor, stattdessen habe ich mich oft genug beim Augen rollen ertappt. Die Beziehung und auch die Charaktere sind oberflächlich, besitzen keinen Tiefgang. Die Dialoge enden immer auf die gleiche Art. Sie verliert an ihrem eigenen Charakter und er gewinnt dafür seinen persönlichen Betthasen. Nach Funken, Spannung und witzigen Momenten zwischen den beiden sucht man vergeblich. Schade!

Von mir gibt es daher nur 2 Papierblumen…

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Bonny

 

 

 

 

Der erste Schultag

Eine Bemerkung vorweg: Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und rezensiert und hatte wohl völlig falsche Vorstellungen. Aber lest selbst:

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Klappentext:

Marie gehört zu den Vorschulkindern im Kindergarten. Sie freut sich schon sehr darauf, bald zur Schule zu gehen. Aber es ist auch ganz schön aufregend. Als Marie Lehrerin im Kindergarten spielt, will Anton nicht auf sie hören. Und als sie zu Besuch in der Schule ist, hat Livia plötzlich viel schönere Schulsachen als Marie. Viele Fragen bewegen sie: Muss sie eigentlich alles gut können, wenn sie bald in die Schule kommt? Und was ist, wenn jemand sie ärgert? Wie gut, dass Marie Freunde hat, die ihr helfen. Und vor allem ist ihr bester Freund da, Jesus. Er wird auch an jedem Schultag bei ihr sein.

Meine Meinung:

Leider wurde dieses Buch meinen Erwartungen nicht gerecht. Eigentlich spiegeln die kurzen Geschichten von Marie den Alltag eines Vorschulkindes und den Alltag in der Grundschule recht gut wieder und sie hätten wohl auch Potential, die Vorfreude auf die Schule bei Schulanfängern zu wecken.

In der Beschreibung der Leserunde war die Rede davon, dass christiliche Werte im Buch eine große Rolle spielen würden. Erwartet habe ich mir davon, dass den Kindern Toleranz, Respekt, Ehrlichkeit, … vermittelt würden. Dies ist auch der Fall: So nascht Marie beispielsweise heimlich vom Kuchen für die Klassenfeier ihres Bruders und belügt daraufhin ihre Mutter und beschuldigt ihren Bruder. Sie muss mit der Enttäuschung klarkommen, dass ein anderes Kind ihr genau den Schulranzen vor der Nase wegkauft, den sie eigentlich selbst haben wollte, aber sie erlebt auch die Hilfsbereitschaft ihrer Mitschüler, als sie ihre Brotdose nicht finden kann. Auch als eine neue Schülerin in die Klasse kommt, die kein Deutsch kann, benimmt Marie sich vorbildlich und erleichtert dem fremden Mädchen den Einstieg.

So weit, so gut… all diese Inhalte beschreiben Gedanken und Gefühle, die wohl jeder Schulanfänger hat.

Was mir jedoch den Spaß an der Lektüre gründlich verdorben hat, ist die Tatsache, dass Marie sich ständig an Gott beziehungsweise an Jesus wendet, wenn sie nicht weiß, wie sie sich verhalten soll, und Jesus sogar eine Seite in ihrem Freundebuch gestaltet. Das war mir definitiv zu viel und hat mich umso mehr gestört, da die Autorin in manchen Kapiteln (die heimliche Nascherei, die verlorene Brotdose) ganz ohne Gebete und göttliche Hilfestellung auskommt.

Ich vergebe deshalb leider nur zwei Papierblumen.

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Véro

⚽️ Fußballkrimi … außerhalb des Platzes

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Nachdem Portugal gestern sein Finalticket gelöst hat, findet heute ein spannendes Duell zwischen Deutschland und Frankreich statt. Beide wollen unbedingt das Finale erreichen um den Pokal zu gewinnen. Doch nur eine Mannschaft kann dieses Ziel erreichen und am Sonntag um den Sieg kämpfen. Wer wird diesen Fußballkrimi wohl für sich entscheiden?

Ein Fußballkrimi der etwas anderen Art, stelle ich euch heute vor. Es geht um das Buch „Der Wintertransfer“ von Philip Kerr!

Wintertransfer


Scott Manson, Co-Trainer bei London City, steht vor der Herausforderung seines Lebens: Cheftrainer Zarco wurde brutal ermordet und Scott soll jetzt nicht nur dessen Posten im Team übernehmen, sondern auch noch den Mörder entlarven. Schnell entdeckt Manson die zwielichtigen Geschäfte die während der Wintertransferphase laufen und kommt Bestechungsgeld auf die Spur. Doch wer steckt hinter Zarcos Tod? Wird Scott den Täter entlarven können?

 

Leider hat dieses Buch mich ziemlich enttäuscht. Obwohl es laut Klappentext eine rasante Handlung mit vielen internationalen Verstrickungen verspricht, war dieser Thriller in Wirklichkeit eher langatmig und zäh. Spannung wollte sich so gar nicht einstellen, was teils auch mit der eintönigen Erzählperspektive zu tun hat. Das Buch ist nämlich ausschließlich aus Sicht von Scott Manson geschrieben und enthält zudem fast keine Rückblicke.

Des Weiteren ließ auch der Schreibstil des Autors zu wünschen übrig. Zwar verfügt Philipp Kerr durchaus über Ironie und Sarkasmus, dennoch blieb die Sprache mir zu oberflächlich und konnte mich nicht fesseln. Das Buch liest sich leicht, doch mir fehlt das gewisse Etwas, das ich mir bei einem Thriller erwartet hätte.

Auch die Handlung hat mich leider nicht vollends überzeugt. Am Anfang ging es nur schleppend voran, bis zur Hälfte des Buches war das größte Problem das Loch im Rasen. Von einem Thriller hätte ich mir da schon etwas mehr erwartet. Die Rolle der Polizei scheint mir zudem sehr überspitzt dargestellt zu sein, was das Buch viel von seiner Glaubwürdigkeit einbüßen ließ.

Die vielen Beschreibungen rund um den englischen Fußball und die Transferpolitik waren zwar teilweise sehr interessant, verlangsamten aber zusehends das Erzähltempo. Ich hatte zeitweise das Gefühl, eher einen Fußballroman als einen Thriller zu lesen.

Scott Manson war mir zu perfekt, zu glatt. Er verliert zwei gute Freunde innerhalb weniger Wochen und wird zudem von seiner Freundin verlassen. Dennoch „funktioniert“ er zu jeder Zeit perfekt, gewinnt jedes Spiel und setzt sich ganz nebenbei auch noch gegen die Polizei durch. Das scheint mir dann doch zu viel des Guten zu sein. Ich finde es äußerst unglaubwürdig, dass Scott Manson diese vielen Baustellen ganz alleine meistert und dabei auch noch eine neue Liebe findet. Die Geschichte wirkt teilweise sehr konstruiert und übertrieben.

Insgesamt hat dieses Buch mich also nicht überzeugt. Dies ist aber nur meine persönliche Meinung …

Ich vergebe 2 Papierblumen. NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine

⚽️ Die heutige Gewinnspielfrage lautet:

 Welches Land wurde als erstes überhaupt mit einem ausländischen Trainer Europameister?
t) Spanien
r) Italien
e) Griechenland

  • Wisst ihr die richtige Antwort? Super! Dann notiert euch den Lösungsbuchstaben auf einen Zettel!
  • Am Ende des Aktionszeitraums könnt ihr uns dann das vollständige Lösungswort per E-Mail zuschicken!
  • Wir freuen uns:-)

Leider konnte mich diese Liebesgeschichte nicht überzeugen…

„Für mich gab es nur zwei Sorten Männer. Solche, die nett, liebevoll und zuvorkommend waren und später zu Ehemännern und Familienvätern taugten, und solche, vor denen mich meine Mutter stets gewarnt hatte. […] Männer, die man nur schwer haben konnte, wie eine gute Havanna in den USA oder Bananen im ehemaligen Ostblock.“

HalbzeitküsseLillian liebt ihren Beruf als Reporterin und hat auch kein Problem damit für das Magazin Vip & Style das Privatleben der Promis in London auseinander zu nehmen.
Als ihre Chefin sie jedoch darauf ansetzt das Fußballteam von London City während der Champions League Saison zu begleiten, um prickelnde Details über das Privatleben der Fußballstars herauszufinden, ist sie weniger begeistert von dieser Idee. Sie mag Fußball noch nicht einmal. Und auch die Mannschaft empfängt sie nicht mit offenen Armen, denn ihr Ruf eilt ihr voraus.
Doch dann lernt sie das Team besser kennen und vor allem Jamie O’ Conner offenbart sich als weniger kratzbürstig, als zunächst angenommen.
Und schon bald sieht sich Lillian vor der Wahl zwischen ihrer Karriere und Jamie gestellt…

Halbzeitküsse von Alexandra Görner hat mich als leidenschaftliche fußballliebende Leseratte, die gerne mal zwischendurch zu diesem leichteren Genre greift, sehr neugierig gemacht!
Schon oft habe ich mich gefragt, wann endlich mal ein/e Autor/in auf die Idee kommt, nicht den von vielen amerikanischen Schriftsteller/innen aufgegriffenen Themenbereich Football in ihren Roman einzubinden, sondern den hier in Europa geliebten Fußball.
Das dies durchaus unterhaltsam sein kann, wissen wir spätestens seit dem Film zu Bend it like Beckham. Daher fand ich die Idee von Alexandra Görner durchaus erfrischend!

Doch leider konnte mich dieser Roman von ihr nicht überzeugen. Dies lag jedoch keineswegs an dem Schreibstil der Autorin, der leicht verständlich und gut lesbar war und sich kaum von anderen Romanen in diesem Genre abgrenzt, sondern dies lag vielmehr an der Umsetzung der hier erzählten Liebesgeschichte und der daraus resultierenden Glaubwürdigkeit.

Erzählt wird Halbzeitküsse aus zwei Perspektiven.
Da hätten wir einmal: Jamie O’ Conner. Ein Profifußballer, der seit der neuen Saison für das Team London City spielt. Sein Wechsel von Manchester United liegt noch nicht lange zurück und mit seinem neuen Verein ist er nicht wirklich zufrieden. Auf den ersten Seiten wirkt Jamie genervt, wütend und unzufrieden. Auf den knapp 300 Seiten fehlt es ihm an Leidenschaft für den Sport, den er ausübt. Er wirkt nicht wirklich konzentriert und zu sehr von seiner Außenwelt abgelenkt.

Seit wann spielt er Fußball? Was liebt er an diesem Sport? Wie hat er überhaupt den Weg dorthin bestritten, wo er sich gegenwärtig befindet? Wurde er von einem Talentscout entdeckt? All diese Fragen werden kaum oder gar nicht beantwortet.

Die größte Schwachstelle von diesem Roman ist die fehlende Atmosphäre. Wenn man sich dazu entscheidet eine Liebesgeschichte zu schreiben, die im Profifußball – Milieu spielt, dann will man als Leser auch gerne etwas davon bemerken. Leider war das kaum spürbar.

Das Team von Jamie spielt in der Champions League. Es ist der Traum eines jeden Fußballers hier überhaupt Spielzeit zu bekommen oder gar ein Spiel mit seinem Team zu gewinnen. Eine Niederlage ist bitter und ein Sieg könnte nicht schöner sein. Doch die Umsetzung eines hier errungenen Sieg in der Königsklasse des Fußballs ist gleichzusetzen mit einem gewonnenen Vorbereitungsspiel für die neue Saison…
Der Sport selbst, die Erfahrungen auf dem Spielfeld und die Leidenschaft für dieses Spiel bleiben dem Leser verborgen. Man hätte hier super gut mit den Ängsten oder den Befürchtungen eines Profisportlers arbeiten können. Mit dem Blick auf die Verletzungsgefahr, mit dem Druck in einer Mannschaft, wann man nicht fit genug ist und auf der Ersatzbank platz nehmen muss… All das ist nicht gegeben und dadurch geht hier sehr viel Atmosphäre verloren!

Natürlich könnte man nun argumentieren: ‚Aber hier handelt es sich doch um einen Liebesroman…‘. Klar! Aber was ist ein Liebesroman ohne Atmosphäre, ohne Spannung und ohne Leidenschaft? Und wo kann man mehr Leidenschaft finden, wenn nicht im Fußball?
Und das hätte die hier erzählte Liebesgeschichte sicherlich unterstützen können…

Ich weiß nicht, ob die Autorin sich nicht getraut hat hier in die Tiefe zu gehen oder ob sie sich überhaupt wirklich mit dem Thema Fußball befasst hat. Letztlich hatte ich immer das Gefühl, dass die Autorin sich an den klassischen Klischees bedient hat, die man immer wieder über den Profifußball hört.

Bei der zweiten Erzählerstimme handelt es sich um Lillian Loman. Sie begleitet die Mannschaft von London City auf ihren Auswärtsspielen im Viertel-, Halbfinale und letztlich auch im Finale. Doch von Druck ist hier kaum etwas in der Mannschaft spürbar.
Normalerweise liegen die Ligaspiele und die Spiele in der Champions League sehr dich beieinander. Und auch wenn man das Finale in der Königsliga gespielt hat, dann ist die Saison normalerweise beendet. Doch hier gibt es kaum noch einen Bezug zur Realität. Die Saison läuft einfach weiter…

Lillian wirkt eigentlich recht sympathisch. Sie steht dennoch Mitten im Leben und weiß, was sie will.
Doch ihre Chefin verfolgt einen ganz anderen Plan und stellt Lillian vor die Wahl: entweder sie räumt ihren Schreibtisch oder sie begleitet das Fußballteam von London City während der bereits laufenden Champions League Saison, um an die Geheimnisse der Spieler zu gelangen…

Lillian und Jamie können sich bereits auf den ersten Seiten nicht sonderlich gut leiden und man kann hier wirklich schon von Hass sprechen.
Man sagt ja Hass und Liebe liegen nah beieinander, doch der Wandel von Hass zur Liebe zwischen Jamie und Lillian ging mir dann doch zu schnell und war kaum nachvollziehbar. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin plötzlich keine Lust mehr dazu hatte, dass die beiden sich streiten und lässt sie daher einfach mal übereinander herfallen…
Ich konnte die Anziehung zwischen den beiden nicht nachvollziehen und die Beziehung zwischen den beiden war mir daher auch zu oberflächlich.

Das Lillian als Journalistin arbeitet, nimmt man ihr auch nicht wirklich ab. Sie stellt kaum Fragen bzw. man ist als Leser auch nie wirklich dabei. Stattdessen wir man immer wieder mit ein oder zwei Sätzen abgespeist, wo erklärt wird, worum es in dem vorangegangenen Gespräch ging.
Wir erfahren an einer Stelle, was sie über einzelne Teammitglieder herausgefunden hat (typische Skandale im Fußball, wie wir sie selbst aus der Klatschpresse kennen). Wie sie jedoch darauf gekommen ist, bleibt dem Leser verborgen. Weibliche Intuition? Irgendwie wird sie ja zu ihrem Job gekommen sein…
Ich hätte es besser gefunden, wenn man als Leser wenigstens ein klein wenig miterlebt und nicht einfach eine Zusammenfassung hingeklatscht bekommt. Hier geht Spannung verloren!

Damit hat es sich die Autorin nicht nur ziemlich leicht gemacht (Problem gelöst! Man ist dann und wann schon in diesem oder jenen Gespräch zu der Lösung gelangt…), sondern sie hat hier ebenfalls wieder Atmosphäre verloren.
Außerdem bekommt man kein Gefühl für die Nebencharaktere in diesem Roman. Sie bleiben einem vollständig fremd.
Bis zur letzen Seite konnte ich kaum jemanden aus Jamies Team voneinander unterscheiden. Sie sind wie dunkle Schatten, die zwischendurch mal genannt werden, weil Fußball schließlich ein Teamsport ist…

Die Handlung verfügt über einige Herausforderungen, die den beiden in den Weg gestellt werden. Diese verleihen der Geschichte teilweise ein wenig Spannung. Doch hier fehlte es mir an Ideen. Vieles ist mir bereits in anderen Romanen in diesem Genre begegnet und ein blödes Missverständnis, welches unnötig in die Länge gezogen wird nervt einfach nach wenigen Seiten nur noch. Gab es keine bessere Idee für eine mögliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Protagonisten?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Roman für den Genreerfahrenen Leser kaum etwas überraschendes bereit hält. Es fehlt an diesen kleinen besonderen Ideen, unerwartete und witzige Momente, zwischen den beiden Protagonisten. Damit hätten Jamie und Lillian einem ans Herz wachsen können.
Die Charaktere bleiben (außer vielleicht noch Jamie) ziemlich flach und uninteressant. Nebencharaktere sind nur vorhanden, weil man sie irgendwie braucht.
Und wer sich ein wenig mit Fußball beschäftigt hat, der wird hier einige Fehler bemerken und dem wird hier auch einfach etwas fehlen. Mich hat Halbzeitküsse daher ziemlich enttäuscht, obwohl ich die Idee eigentlich sehr gut fand.

Wer jedoch einfach etwas leichtes und lockeres für zwischendurch sucht, wo die Interaktion lediglich auf die beiden Protagonisten beschränkt ist, der kann sich Halbzeitküsse gerne mal anschauen.

Von mir gibt es 2 Papierblumen.

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BonnyNurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

 

(Dieses ebook habe ich auf vorablesen.de gewonnen.)

Never Say Anything von Michael Lüders

9783406688928_largeDie Journalistin Sophie Schelling ist zur falschen Zeit am falschen Ort und überlebt nur mit viel Glück den Drohnenangriff einer amerikanischen Sondereinheit auf ein kleines Dorf in Marokko. Offiziell ein Attentat der Al-Qaida, doch Sophie kennt die Wahrheit… Zurück in Berlin will sie das Unfassbare nun ans Licht der Öffentlichkeit zerren und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Doch dies erweist sich als äußerst gefährlich, da ihre Gegner  übermächtig scheinen und vor nichts zurückschrecken.
Im Laufe ihrer Recherchen stößt sie auf unerbittlichen Widerstand seitens der US-Behörden und wird auch von der deutschen Polizei schikaniert. Zu allem Überfluss weigert der Chefredakteur ihrer Zeitung sich, ihre Artikel zu veröffentlichen und lässt Sophie im Regen stehen. Auf Umwegen gelangt sie schließlich an die Unterlagen eines weiteren „Querulanten“, der bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kam.
Wird es Sophie gelingen, die Wahrheit aufzudecken?

Als ich diesen Thriller in der Buchhandlung in Händen hielt, fand ich ihn sehr ansprechend. Nicht nur die Gestaltung des Covers, sondern auch der Klappentext sagten mir zu. Nun bin ich allerdings ernüchtert…

Der Angriff auf das Dorf Gourrama ist die einzige Szene, die im Orient spielt, der Rest der Handlung findet vorwiegend in Deutschland statt. Das fand ich sehr schade, da doch der Hauptpunkt des ganzen Geschehens in den Weiten des Atlasgebirges stattfindet.

Des Weiteren fand ich es schwierig, mich in die Person der Sophie Schelling hineinzuversetzen. Sie wird recht oberflächlich beschrieben, selbst nur ein Spielball der reagiert und nicht agiert. Ich finde es schade, dass die tolle Grundidee des Buches einer sehr offensichtlichen Schwarz-Weiß Verfärbung zum Opfer fällt. Sicherlich besteht Diskussionsbedarf in puncto Drohnenangriff und Gefährdung unschuldiger Zivilisten, dennoch werden die Amerikaner in diesem Buch doch sehr schnell als die Bösen schlechthin dargestellt, die im Kampf gegen den Terror jeden Anstand und jeden Skrupel verloren haben. In diesem Punkt hätte ich mir mehr Tiefgang, mehr Nuancierungen gewünscht.

Am meisten stört mich allerdings der Aufbau der Handlung. Normalerweise mag ich es, wenn sich mehrere Erzählstränge parallel zueinander entwickeln und zum Schluss sinnvoll und logisch miteinander vernetzt werden. Dies war hier leider nicht der Fall. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass viele verschiedene Ideen in einen Topf geworfen wurden und alle auch irgendwie in dem Buch vorkommen sollten, diese allerdings nicht ausreichend ausgebaut und untereinander verknüpft worden sind. Viele unnötige und unnachvollziehbare Sprünge erschwerten mir den Einstieg in das Buch und machten das Lesen recht anstrengend. Leider konnte ich mehrmals keinen Zusammenhang zwischen einzelnen Ideen erkennen und fand den Plot daher ziemlich schwach.

Ein kurzes Beispiel: Sophie Schelling wird von der deutschen Polizei verhört und kurzzeitig wegen Terrorverdachts ins Gefängnis geworfen. Dubiose Geldtransferts stehen im Raum und lassen die Journalistin verdächtig wirken. Sophie erklärt sich kurz, verbringt eine Nacht hinter schwedischen Gardinen, erhält Besuch von einem Anwalt und schon ist der Spuk vorbei und sie reist von der Polizei unbehelligt durch ganz Deutschland. Im weiteren Verlauf des Buches wird diese Geschichte jetzt nicht mehr erwähnt und die Geldeinzahlungen auf ihr Konto werden auch nicht erklärt… Gleichzeitig kursieren getürkte Mails, in denen Sophie zweideutige Angebote macht, und eine Hacker-Attacke, die die Bordelektronik ihres Autos lahmlegt, kostet sie fast das Leben. Natürlich wird auch bei ihr eingebrochen und sie wird beschattet. Zwischendurch stirbt noch kurz der Vater … Wo bitte soll das noch glaubwürdig sein? Von dieser ganzen Affäre um Vera Crochane mal ganz abgesehen …

So Leid es mir also tut, dieses Buch war nicht mein Fall. Aber glücklicherweise ist dies ja eine Frage des persönlichen Geschmacks und jeder soll sich seine eigene Meinung bilden!

Ich vergebe nur 2 Papierblumen.

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Christine NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE