Spannende und geistreiche Unterhaltung für junge Leser

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Zum Inhalt:

Lia ist bei ihrem Opa Theodorus Tempus auf dem Bauernhof zu Besuch. Sie verbringt dort jedes Wochenende und kommt auch in den Ferien regelmäßig vorbei. Auf dem Hof lebt außerdem die Schäferhund-Mischlingshündin Madame Curie, die von allen nur liebevoll „Curry“ genannt wird.

Lias Opa ist kein „gewöhnlicher“ Opa. Professor Tempus arbeitet nämlich in seiner Scheune an einer Zeitmaschine … allerdings will die noch nicht so recht funktionnieren.

Doch plötzlich macht die Erfindung sich selbstständig, und als Lia, Curry und der Professor zur Scheune rennen, passiert etwas Unglaubliches: Aus der Zeitmaschine springen ein Schimmel, ein weißer Löwe, eine riesige Schildkröte, eine Katze, ein Esel,  eine Schlange, … und sogar ein kleiner Dinosaurier.

Schnell ist klar, dass diese Tiere aus der Vergangenheit ins Jetzt befördert wurden. Professor Tempus, Lia und Curry müssen die Tiere schleunigst zurück nach Hause bringen, wenn sie verhindern wollen, dass die Weltgeschichte sich verändert.

Ihre erste Zeitreise führt sie ins alte Ägypten. Dorthin wollen sie das Kätzchen zurückbringen. Ihre Mission erweist sich allerdings alles andere als einfach. Denn die Pharaonin Kleopatra empfängt sie nicht ohne Weiteres!

Meine Meinung: 

Autor Michael Koglin legt mit diesem Band einen sehr gelungenen Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe vor.

Er vereint in seinem Werk gleich mehrere Besonderheiten: Nicht nur wird das Erlebte aus der Sicht der Hündin Curry erzählt, vielmehr gelingt es dem Schriftsteller auch quasi nebenbei geschichtliches Wissen zu vermitteln. Als Leser fiebert man nicht nur mit Lia, Professor Tempus und Curry mit, was den Ausgang ihrer Mission betrifft. Vielmehr erfährt man auch einiges über die Sitten und Gebräuche im alten Ägypten. Auch der erwachsene Leser kann hier vermutlich noch einiges dazulernen. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut recherchiert und nicht einfach frei erfunden, so dass man als Leser wirklich etwas über die jeweilige Epoche unserer Zeitgeschichte lernen kann.

Auch die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben, auch wenn dabei manch ein Klischee bedient wird: So hat beispielsweise Hündin Curry ständig Hunger und manchmal Mühe, ihr Ziel vor Auge (oder vor Nase 😉) zu behalten. Lias Opa hingegen entspricht genau der Vorstellung, die wohl die meisten von uns von einem zerstreuten Professor haben. So kommt es denn auch, dass Lia und Curry, sowie Nefertari – die Tochter eines ägyptischen Baumeisters – ab und zu die Kohlen für den Professor aus dem Feuer holen müssen. Dies dürfte bei der jungen Leserschaft jedoch besonders gut ankommen, denn wer mag es als Kind nicht, wenn er einem Erwachsenen aus der Patsche helfen kann.

Bedingt durch den ungewohnten Handlungsort der Geschichte kommen natürlich auch einige unbekannte oder schwierigere Wörter im Buch vor. Allerdings hat der Autor auch hier Abhilfe geschaffen, indem er diese Begriffe in einem Glossar aufgreift und erklärt. Hier bedarf es allerdings vielleicht bei mancher Erklärung einer zusätzlichen Erläuterung durch einen Erwachsenen, da sie zuweilen etwas weniger kindgerecht formuliert sind.

Absolut erwähnenswert sind auch die Illustrationen des Zeichners Fréderic Bertrand. Es ist fast ein bisschen schade, dass nicht mehr Zeichnungen im Buch enthalten sind… manche Szenen hätten sich dafür herrlich geeignet.

Ganz sicher kann manch einer es kaum erwarten, den nächsten Band in den Händen zu halten… Im Oktober werden Lia, Curry und Professor Tempus versuchen, ein Pony zurück zu Richard Löwenherz zu bringen. Ob ihnen das gelingt, und welche Wichtigkeit das Pony im mittelalterlichen London hatte, werden wir spätestens in ein paar Monaten wissen. Und wir dürfen uns wohl auf einige weitere Abenteuer des ungewöhnlichen Trios freuen, da der Autor jedem Tier seinen eigenen Band widmet. Ein kluger Schachzug!

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Véro

Verstörend, perfide … aber absolut lesenswert!

fünf

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Zum Inhalt:

Die 4-jährige Manami, die Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Yuko Moriguchi, ist im Schwimmbad der Schule, an der ihre Mutter unterrichtet, ertrunken. So scheint es zumindest…
Doch bald darauf kündigt Moriguchi ihre Stelle und teilt ihren Schülern mit, dass Manamis Tod kein tragischer Unfall war, sondern vielmehr ein von ihren Schülern verübter Mord. Sie weiß, wer die Schuldigen sind und sie möchte den Tod ihrer kleinen Tochter Manami rächen.
Mit ihrem Geständnis löst Yuko Moriguchi eine dramatische Kettenreaktion aus…

Meine Meinung:

Kanae Minatos Roman ist in mehrfacher Hinsicht ein ganz besonderes Werk.

Da wären in erster Linie der Schreibstil und die Aufteilung der Erzählung. Die Autorin hat ihren Roman in 6 Kapitel eingeteilt, in denen die Ereignisse jeweils aus der Sicht eines anderen Betroffenen oder einem Familienmitglied eines Beteilgten geschildert werden. Während im ersten und im letzten Kapitel die Lehrerin Yuko Moriguchi zu Wort kommt, lernen wir in den weiteren Kapiteln die Perspektiven einer Mitschülerin, der Mutter eines der beschuldigten Schüler und der beiden Schüler kennen, die von Moriguchi des Mordes bezichtigt werden.

Viele Einzelheiten werden aufgrund dieser Einteilung mehrfach geschildert und dennoch kommt keine Langweile auf, da es der Autorin perfekt gelungen ist, immer wieder weitere wichtige Details einzustreuen, die meist auch zu unerwarteten Wendungen führen. Nach und nach setzen sich auf diese Weise verschiedene Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammen.

Auch der Schreibstil variiert von einem Kapitel zum anderen, da die Autorin den jeweiligen Protagonisten unterschiedliche Adressaten zuteilt. Während Yuko Moriguchi sich im ersten Kapitel an alle ihre Schüler richtet, wendet sich die Schülerin Mizuki im folgenden Kapitel in einem Brief an ihre ehemalige Lehrerin, bevor der Leser im dritten Kapitel die Tagebucheinträge von Naokis Mutter lesen kann.

Im Laufe der Erzählung lernt der Leser die Beweggründe der einzelnen Protagonisten kennen und hier tun sich wahre menschliche Abgründe auf. Es geht um Rache, um fehlende Anerkennung, um Schuldfragen und um Gewalt. Auch dies macht den Roman zu etwas Besonderem.

Man kann dieses Buch nicht einfach nur lesen… vielmehr regt es zum Nachdenken an: über unsere Gesellschaft und deren Werte, über Gerechtigkeit und darüber, wie man sich selbst wohl an der Stelle eines der Protagonisten verhalten hätte.

Um es mit den Worten der Buchhändlerin zu sagen, bei der ich dieses Buch gekauft habe: „Da haben Sie sich zwei ganz besondere Bücher ausgesucht!“ Zumindest was dieses Werk angeht, sollte sie Recht behalten!  😉

In Japan ist das Buch übrigens schon 2008 erschienen und wurde mittlerweile auch verfilmt.

Ich vergebe fünf von fünf Papierblumen!
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Véro

Herrlich skurriler Krimispaß

Maurer

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Zum Inhalt:

Im idyllischen Kurort tagt der G7-Gipfel. Dementsprechend angespannt ist die Sicherheitslage und es wimmelt nicht nur von Securityleuten, auch die Demonstranten haben ihre Zelte aufgschlagen.

Und als wäre dies alles nicht schon genug, bekommt Kommissar Jennerwein es nun auch noch mit einem sehr persönlichen Fall zu tun. Irgendetwas kommt ihm bei der durchgeplanten Beerdigung seines Freundes Hansi komisch vor. Was ist hier wirklich passiert? Wer hat wen erschossen? Und was soll hier vertuscht werden?

Meine Meinung:

Wer die Alpenkrimis von Jörg Maurer kennt, der weiß dass er keinen herkömmlichen Krimi mit 08/15-Ermittlungen erwarten darf. Vielmehr wird der eigentlich Kriminalfall in den Werken des Autors teilweise komplett zur Nebensache und man erfreut sich als Leser an den skurrilen und manchmal fast absurden Einlagen.

Es tauchen viele altbekannte Gesichter auf und der Leser darf sich auf ein Wiedersehen mit den Spalanzanis, Karl Swoboda, den Graseggers, … freuen. Jörg Maurer gelingt es auch in diesem 9. Band wieder, unzählige, scheinbar unabhängige Erzählstränge miteinander zu verknüpfen, und obwohl man sich bei der Lektüre zwischendurch immer wieder fragt „Wie will er es schaffen, das jetzt sinnvoll in das Geschehen einzubinden?“, gelingt dieser Brückenbau (fast) immer.

Zu Beginn mag es etwas schwierig sein, sich einen Überblick zu verschaffen, da die eingeführten Personen sehr zahlreich sind und manches erst zu einem späteren Zeitpunkt im Buch erklärt wird. Jörg Maurer bedient sich diesmal einer – von ihm – ungewohnten Form. Er hat seinen Krimi in drei Teile unterteilt und arbeitet mit Rückblenden. Auch die kurzen, prägnanten Kapitelüberschriften kannte man bisher in dieser Art nicht von ihm.

Immer wieder streut er zudem vermeintliche Zitate ein, die zwar ganz echt wirken, es aber absolut nicht sind. So wird aus der Bibel zitiert und das Jägerjargon bemüht, man erhält einen Einblick in die Fußreflexzonen und auch die Geschichte des Türenknallens wird dem Leser näher gebracht.

Wer den Autoren, das Genre und sich selbst nicht zu ernst nimmt, der wird an diesem Krimi einen Heidenspaß haben.

Véro

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Wenn erwachsene Männer plötzlich leuchtende, rosarote Elefanten sehen…

Elefant

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Zum Inhalt:

Der Obdachlose Schoch entdeckt in seiner Höhle einen kleinen rosaroten Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Anfangs glaubt er noch, dass diese Wahrnehmung nur seiner Fantasie und dem Alkoholgenuss entspringt, doch schnell stellt sich heraus, dass es dieses kleine, besondere Wesen wirklich gibt.

Während Schoch beschließt, sich um den kleinen Elefanten zu kümmern, sucht nicht nur dessen „Schöpfer“, der Genforscher Roux, mit allen Mitteln nach seiner Sensation. Auch der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der bei der Geburt des kleinen Elefanten dabei war, setzt alles daran, um das kleine Tier rechtzeitig zu finden und vor den Wissenschaftlern zu schützen.

Meine Meinung:

Martin Suters aktuelles Werk hat mir sehr gut gefallen. Der Autor schafft nicht nur sehr unterschiedliche Figuren in seinem Roman, sondern legt auch ganz verschiedene Schauplätze an, die zum Ort der Handlung werden. Durch das gesamte Buch zieht sich nicht nur ein ständiger Perspektivenwechsel; auch der Zeitraum der Handlung erstreckt sich über etwas mehr als fünf Jahre.

Als Leser erlebt man sowohl die Forschungsarbeiten im Genlabor mit, wie auch die Geburt des Elefanten im Zirkus. Dann wiederum folgt man Schoch bei seinen täglichen Streifzügen durch die Obdachlosenszene in Zürich.

Die Zeitensprünge und der ständige Wechsel der Erzählperspektive sorgen für zusätzliche Spannung. Mir hat besonders der Kontrast zwischen dem Obdachlosen Schoch und dem Genforscher Roux gut gefallen. Wohl sind beide Personen recht einseitig beschrieben, doch Suter stellt den beiden Protagonisten jeweils einen Tierarzt an die Seite (Reber, Valerie), welche meiner Ansicht nach dieses Schema Gut/Böse etwas aufheben und verwischen.

Der Autor schneidet in seinem Roman mehrere Themen an, die den Leser zum Nachdenken  anregen sollen. Da sind natürlich in erster Linie die Forschungsexperimente des Wissenschaftlers Roux, die die Frage aufwerfen, welche Möglichkeiten die Gentechnik mittlerweile bietet und inwiefern diese Möglichkeiten genutzt werden sollten oder vielleicht auch unterbunden werden müssten.

Auch Schochs Obdachlosigkeit und der spätere Alkoholentzug (der hier im Buch wohl etwas zu einfach vonstattengeht) sind Themen, die sicherlich Anregung für Diskussionen bieten.

Besonders die Thematik der Genforschung scheint sehr gut recherchiert und wird im Roman sehr detailliert beschrieben. Auch dies verdient meiner Ansicht nach Erwähnung.

Der Autor selbst hält sich mit einer Wertung eher zurück, auch wenn der Ausgang der Handlung wohl vermuten lässt, wie er selbst zu diesen Themen steht.

Für mich war dieser Roman ein wahres Lesevergnügen und ich kann ihn demzufolge nur wärmstens empfehlen.

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Véro

Wenn Eulen (fast) zu Fledermäusen werden…

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Zum Inhalt:

Eine Eulenfamilie sitzt gemütlich auf einem Ast als eine Fledermausfamilie angeflogen kommt. Die Eulenfamilie – allen voran die Eulenmama – beäugt die neuen Nachbarn kritisch, immerhin sind die ganz anders.

Nur die jüngste Eule würde eigentlich ganz gerne mit dem Fledermausjüngsten spielen, trotz des Verbots der Erwachsenen.

Doch dann kommt ein heftiger Sturm aus, der manches verändert…

Meine Meinung:

Marie-Louise Fitzpatrick erzählt in diesem tollen Bilderbuch eine Geschichte vom Anderssein, von Toleranz und von Freundschaft und Hilfsbereitschaft.

Die Bilder kommen mit wenigen Farben aus und sind sehr schlicht gezeichnet. Außerdem verzichtet die Autorin komplett auf jeglichen Text. Dieser ist jedoch auch nicht nötig da die Handlung nicht komplex ist und sich die Gefühle und Gedanken der Eulen und Fledermäuse sehr gut in der Mimik der Tiere erkennen lassen. (Hier schlägt auch mein Lehrerinnenherz sehr hoch! 😍)

Das Buch lädt dazu ein die jungen Betrachter selbst erzählen zu lassen, was wohl in den Eulen und Fledermäusen vorgeht und wie die Geschichte weitergehen könnte.

Zudem zeigt die Geschichte auf ganz einfache Art und Weise, dass es nicht darauf ankommt, wie man aussieht und welche Gewohnheiten man vielleicht hat, sondern dass man in schwierigen Situationen aufeinander zählen kann.

Ein absolut empfehlenswertes Bilderbuch für Klein und Groß!

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Véro

 

Ein gruseliges Erbe

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Zum Inhalt:

Die zwölfjährige Melli zieht mit ihrer Familie von New York in das kleine Nest Kohlfincken um, um dort das Erbe ihrer Urgroßschwiegercoursine Emilie anzutreten.

Die Freudensprünge bleiben jedoch aus, denn das windschiefe Haus von Emilie Bauerfeind macht alles andere als einen vertrauenserweckenden Eindruck. Melli würde am liebsten auf der Stelle zurück nach New York ziehen, doch die finanzielle Lage ihrer Eltern lässt dies nicht zu.

Schnell stellt sich heraus, dass nicht nur bloß ein Teil des geerbten Hauses bewohnbar ist. Überall kracht und knirscht es im Gebälk und die komischen Geräusche, die immer wieder zu hören sind, lassen darauf schließen, dass es in dem alten Haus spukt. Zudem scheint die verstorbene Emilie bei allen Läden im Dorf anschreiben gelassen zu haben und auch beim Notar ist noch eine dicke Rechnung offen.

Und als wäre das alles nicht schon genug, scheint Urgroßschwiegercousine Emilie ein gut gehütetes Geheimnis zu haben… es ist die Rede von einer Pforte und einem italienischen Mädchen, in der Bibliothek stehen seltsame alte Bücher über Spukerscheinungen und überall tauchen Schmetterlingsmotive auf.

Gemeinsam mit dem Nachbarsjungen Hotte macht Melli sich daran, dem Geheimnis von Emilie Bauerfeind auf die Schliche zu kommen.

Meine Meinung:

Schon das Cover hat mir bei diesem Buch außerordentlich gut gefallen. Farb- und Schriftwahl passen hervorragend zu einem Buch, in dem es um Geister, gruselige Geräusche und angsteinflößende Erscheinungen geht. Auch die Protagonisten werden hier sehr gut dargestellt und als Leser freut man sich besonders darauf, den Nachbarjungen Hotte kennenzulernen und zu erfahren, was es mit seiner Ausrüstung auf sich hat.

Der Schreibstil ist recht anspruchsvoll und es werden viele Fachbegriffe benutzt, allerdings liefert der Autor auch zahlreiche Erklärungen, so dass auch die jungen Leser die Handlung und die Hintergründe durchaus verstehen. Zuweilen mögen die Erklärungen bezüglich der paranormalen Geschehnisse vielleicht zu viel Raum einzunehmen, allerdings fand ich gerade diese Erläuterungen sehr interessant und sie liefern wichtige Hinweise für die weitere Handlung.

Die Dialoge sind sehr humorvoll geschrieben und ich musste mehrmals schmunzeln, als ich den einen oder anderen Vergleich oder ein Gespräch zwischen Melli und ihrer Mutter gelesen habe.

Während der Großteil der Handlung aus der Sicht von Meli erzählt wird, schiebt der Autor zwischendurch immer wieder kurze Kapitel ein, die aus der Sicht des Geistermädchens Aurora geschildert werden. Auf dieser Ebene wird eine zusätzliche Spannung aufgebaut, da man als Leser wohl schnell erkennt, dass Aurora die Hilfe von Melli zu benötigen scheint, jedoch weiß man nicht, was es genau mit diesem Geistermädchen auf sich hat.

Der Gruselfaktor in diesem Buch geht hauptsächlich von einer Figur aus, dem „Einäugigen“. Auch hier bleiben die Beweggründe des angsteinflößenden Charakters sehr lange verborgen, allerdings wird sehr schnell deutlich, dass dieses Wesen große Kräfte besitzt und für Melli zu einer echten Gefahr werden kann.

Fran M. Reifenberg versteht es, seine Leser zu fesseln und eine sehr authentische und gruselige Atmosphäre zu schaffen, ohne jedoch zu sehr Angst zu machen. Der Cliffhanger am Ende des Buches und ein Ausblick in die Zukunft von Melli und Hotte schüren zudem die Vorfreude auf den zweiten Band.

Auch die Illustrationen von Fréderic Bertrang sind sehr gelungen. Hierbei handelt es sich um kleine Vignetten am Anfang eines jeden Kapitels. Diese Vignetten sind jedoch sehr gut gewählt und stellen immer einen wichtigen Gegenstand oder Charakter aus dem jeweiligen Kapitel dar.

Mich konnte dieser erste Band der „House of Ghosts“-Reihe überzeugen und ich freue mich bereist auf die Fortsetzung.Wer allerdings einen actiongeladenen Gruselroman erwartet, der wird hier enttäuscht werden.

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Véro

 

Tom Hillenbrand lädt zu Tisch

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Zum Inhalt:

Xavier Kieffers Lebensgefährtin Valérie Gabin hat alles, was Rang und Namen hat, zu der Einweihung des neuen Firmensitzes des bekannten „Guide Gabin“ eingeladen. Ein exquisites Menü, ein prominenter Überraschungsgast und eine Ausstellung mit seltenen Ausgaben des Guide Gabin als Exponat: alles ist perfekt vorbereitet. Dennoch kommt es während der Feier zu einem größeren Zwischenfall und bald muss Valérie feststellen, dass die Ausgabe des Guide Gabin von 1939 gestohlen wurde.

Der Luxemburger Koch Xavier Kieffer, der auch zu den geladenen Gästen zählte, stellt Nachforschungen an und es dauert nicht lange, bis das erste Todesopfer zu beklagen ist. Xavier Kieffer lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und versucht mit allen Mitteln in Erfahrung zu bringen, welches Geheimnis der alte Guide Gabin birgt.

Meine Meinung:

Tom Hillenbrand verbindet in diesem fünften Band seiner Serie um den sympathischen Koch aus Luxemburg Altbewährtes mit neuen Elementen. Während auch in diesem Krimi wieder Kulinarik, Lokalgeschichte und Krimi zu einem spannenden Roman vermischt werden, erzählt der Autor in diesem Band zum ersten mal auf zwei zeitlichen Ebenen. Abwechselnd werden Kieffers Ermittlungen und die Erlebnisse des amerikanischen Soldaten Fisher während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Tom Hillenbrand gelingt es, diese beiden Ebenen sehr gekonnt zu verbinden und daraus eine spannende und glaubwürdige Handlung zu stricken.

Leser der ersten vier Bände dürfen sich auch auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen: Valérie Gabin, Esteban, Claudine, Pekka Vatanen, François Allégret und auch die Kommissarin Lobato sind auch in diesem Band wieder mit von der Partie. Besonders die Episoden, in denen der selbsternannte Sternekoch Esteban im Mittelpunkt steht, sind Garant für ein vergnügliches Leseerlebnis.

Als Luxemburger kann man sich zudem an den detaillierten Beschreibungen von Land, Leuten und Gerichten erfreuen. Tom Hillenbrand beschreibt mit viel Humor die Eigenarten von Xavier Kieffer und seinen Landsleuten.

Besondere Erwähnung verdient auch die detaillierte Recherchearbeit bezüglich der historischen Ereignisse. Tom Hillenbrand verarbeitet in seinem Roman einen vielleicht weniger thematisierten Aspekt des Zweiten Weltkriegs, der jedoch durchaus interessant ist und Beachtung verdient.

Auch wenn meiner Ansicht nach am Schluss des Romans ein paar kleine Fragen nicht (explizit) beantwortet werden, so verdient dieser kulinarische Krimi dennoch die volle Punktzahl.

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Véro

Thriller mit Gänsehaut-Garantie

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Zum Inhalt:

In Berlin wird eine weibliche Leiche aus der Spree geborgen. Makaberes Detail: der Leiche fehlen die Lippen! Als Albert, der Lebensgefährte der TV-Journalistin Christine Lenève, seine Freundin am Flughafen abholt, erkennt er das Opfer des grausamen Mordes auf den Titelseiten der Zeitungen. Nana, seine ehemalige Hacker-Kollegin, ist tot!

Sofort beginnt Christine, gemeinsam mit Albert, auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell ist klar, dass Nana nicht das einzige Opfer des Eismanns ist und dass wohl weitere Opfer zu befürchten sind. Denn der Eismann hat einen Plan, und davon lässt er sich nicht abbringen.

Meine Meinung:

„Das Hospital“ ist der zweite Band aus der Reihe um die Journalistin Christine Lenève. Entgegen meiner Angewohnheit habe ich diesen Thriller gelesen, ohne den ersten Band zu kennen, doch das hat das Lesevergnügen nicht geschmälert.

Oliver Ménard ist ein sehr spannender Thriller gelungen, der einem mehrmals Gänsehautmomente beschert … und die sind nicht nur darauf zurückzuführen, dass wir es hier mit einem Killer zu tun haben, der seine Opfer kühlt, um seinen Plan zu verwirklichen.

Das Motiv des Killers mag einige Klischees bedienen, aber es die gesamte Handlung wirkt in keinster Weise konstruiert oder übertrieben, sondern stets sehr authentisch.

Mit Christine Lenève hat der Autor eine ungewöhnliche Ermittlerin geschaffen, die der Polizei die Stirn bietet und zugleich davon profitiert, dass der Kommissar sich von ihren Recherchen neue Erkenntnisse erhofft. Die toughe Journalistin kennt keine Angst und bringt sich selbst mehrmals in Gefahr. Dennoch ist sie nicht davon abzubringen, den Eismann selbst zu überführen und dessen Plan zu vereiteln.

Mit Albert stellt Oliver Ménard seiner Protagonisten den idealen Partner an die Seite. Obwohl der Mord an Nana ihn persönlich deutlich mehr betrifft, ist er viel besonnener und gelassener und sorgt so für das Gleichgewicht in seiner Beziehung mit der resoluten Journalistin.

Ein weiteres Plus dieses Thrillers ist die Tatsache, dass man immer wieder erkennt wie akribisch der Autor bei seiner Recherchearbeit vorgegangen ist. Jedes einzelne Element passt, so haarsträubend oder abstoßend es auch sein mag.

Auch die ständig wechselnden Perspektiven und der tolle Schreibstil sorgen dafür, dass die Spannung aufrecht erhalten bleibt. Die gesamte Handlung ist sehr geschickt aufgebaut und die Identität des Mörder bleibt wohl den meisten Lesern bis ganz zum Schluss verborgen.

Oliver Ménard gehört fortan definitiv zu den Autoren, bei denen ich sehnsüchtig auf das Erscheinen des nächsten Buchs warten werde.

Von mir gibt es 5 Papierblumen und eine absolute Leseempfehlung!

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Véro

Brennt die Schuld

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 Brennt die Schuld von Heidrun Wagner

„Es war nur ein Schatten, aber in meinem Kopf wurde er zu einer Ahnung“ (S.5)

Das Cover zu „Brennt die Schuld“ gefällt mir sehr gut, besonders schön finde ich die Idee, dass man die Cover aneinanderreihen kann und sie zu einem (Gesamt-) Bild werden. Es macht neugierig und bei genauer Betrachtung bekommt der Leser einen Eindruck, was ihn in diesem Buch erwartet. Die Zeichnungen – sowohl auf dem Cover, als auch auf den einzelnen Seiten – gefallen mir sehr gut. Sie sind wirklich schön gemacht, passen zu jeder Seite und lassen das Buch lebendig wirken.

„Manche Dinge brauchen ihre Zeit. ich wünschte, ich könnte dich überzeugen!“ (S.78)

Der Schreibstil ist ebenso leicht und flüssig zu lesen, wie bereits der erste Teil „Wenn du vergisst“. Die Länge der Kapitel waren für mich genau passend, sie waren weder zu kurz noch zu lang. Einige wichtige bzw. bedeutsame Stellen sind im Buch kursiv geschrieben, so kann man sich auch noch später sehr gut an diese erinnern. Außerdem gibt es immer wieder kleine Textstellen, die als Kurznachricht bzw. SMS auftauchen und es dem Leser noch einfacher machen ein Teil dieses Buches zu werden.

„Die Leidenschaften über deren Ursprung wir uns selbst täuschen, beherrschen uns gerade am heftigsten.“ (S. 204)

Die Charaktere im zweiten Band gefallen mir sehr gut. Wirklich alle sind mir durchweg sympathisch. Einige mehr, andere dafür weniger. Doch auch in diesem Band ist nicht jeder so wie er scheint und der ein oder andere trägt noch ein Geheimnis mit sich. Einige der Protagonisten erinnern mich an Personen aus meinem Leben, wodurch einige Protagonisten im wahrsten Sinne des Wortes bessere Karten bei mir hatten.

„Wir dürfen uns niemals verlieren“ (S.6)

Zoe erinnert sich immer mehr an ihre Vergangenheit und kämpft mit ihrem Gefühl der Schuld, weil sie nicht glauben kann zu so einer Tat fähig zu sein. Im Verlauf des Buches lernt Zoe ihre alten Freunde „wieder“ kennen und erfährt mehr über ihr Leben vor dem Unfall. Zoe fängt an zu recherchieren und weiß bald schon nicht mehr was wahr ist und was nicht.

„Manchmal merkt man erst, wenn es einem gut geht, wer wirklich hinter einem steht“ (S.87)

Elias ist mir bereits seit dem ersten Band einer der liebsten Protagonisten. Elias kümmert sich rührend um Zoe scheint nur das Beste zu wollen, doch er hat ein Geheimnis welches die Beziehung zu Zoe auf eine harte Probe stellt.

Niklas ist mit ebenfalls sympathisch. Er ist Zoes bester Freund und in jeder Situation für sie da. Er versucht immer wieder durch kleine Floskeln Zoe vor Elias zu warnen, sagt jedoch nie was er wirklich meint.

Franzi ist die Arbeitskollegin von Zoe im Café. Sie gefällt mir wirklich sehr gut, sie ist eine neutrale Person, die Zoe zu jeder Zeit zur Seite steht. Ihre Art und ihr Humor gefällt mir sehr gut und gibt dem Buch noch eine schöne Note.

Kati die beste Freundin von Maya und Zoe aus ihrer Zeit vor dem Umzug. Kati ist wirklich ein Energiebündel und hilft Zoe gerade in der schweren Zeit mit dem Verlust ihrer Schwester klar zu kommen.

„Und ich verspreche dir, wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit, dann werden wir uns wiedersehen.“ (S.46)

Meine Meinung:
Der zweite Band konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen. Im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Geheimnisse und Wahrheiten ans Licht, wodurch ein Spannungsbogen entsteht. Dadurch kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Durch die neuen Erkenntnisse, wird es für den Leser immer schwieriger herauszufinden was wirklich wahr ist und wer nicht der ist der er vorgibt zu sein.  Und wessen Geheimnis das dünne Band der Beziehungen zum zerreißen bringt.

Das Ende von „Brennt die Schuld“ ist ein offenes, welches mich am Anfang etwas wahnsinnig gemacht hat und die Vorfreude auf den dritten Teil nur noch verstärkt hat.
Alles in allem eine sehr gute Fortsetzung von „Wenn du vergisst“ die definitiv Lust auf „In deinem Herzen“ macht.NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Mitch

Lust auf einen Snack?

Ich habe im Laufe des Jahres einige Bücher des Verlages Digital-Publishers gelesen und bin auf diesem Wege auf die Booksnacks aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um „Kurzgeschichten to go“, also kleine Geschichten, die genau die richtige Länge haben, um sie bei einer Tasse Kaffee, im Wartesall oder im Bus zu lesen.

Der Verlag verschickt wöchentlich eine Newsletter, in dem auch jedes Mal eine dieser Kurzgeschichten gratis zum Download bereitgestellt wird. Alle anderen Booksnacks kann man auf der Verlagsseite für 1,49 Euro erwerben.

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Ich möchte euch in diesem Beitrag drei ganz unterschiedliche Booksnacks vorstellen, die ich in den letzten Tagen gelesen habe:

  • Weihnachtsüberraschung mit Hindernissen von Bettina Wagner

Zum Inhalt:

Anja mistet auf dem Dachboden aus und gibt alles auf den Sperrmüll, was sie nicht gebrauchen kann. Dieser Entrümpelungsaktion fällt jedoch auch das Geschenk zum Opfer, dass ihr neunjähriger Sohn für sie gebastelt hatte.
Als Anja das durch Zufall erfährt, setzt sie alles daran, um das Geschenk rechtzeitig wiederzufinden und die Bescherung zu retten.

Meine Meinung:

Dieser Booksnack liest sich sehr gut, könnte allerdings durchaus ein wenig mehr Tiefe und Weihnachtsstimmung vertragen. Die Handlung ist recht vorhersehbar, was mich allerdings nicht weiter gestört hat. Dennoch hat man das Gefühl, dass die sich anbahnende Liebesbeziehung mehr im Vordergrund steht, als das Weihnachtsfest und diese Tatsache ist ein wenig schade.

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  • Der Weihnachtsapfel von Nadin Hardwiger

Zum Inhalt:

Ein arme Familie lebt am Rande des Waldes in einer Holzhütte. Tagsüber hackt der Vater Holz im Wald, um es dann für ein paar Groschen zu verkaufen. Die Mutter flickt die Kleider der Dorfbewohner und erhält als Dank dafür ein bisschen Mehl. Und die Tochter kümmert sich um den Haushalt.

Eines Abends steht dann ein alter Mann mit weißem Bart und rotem Gewand vor der Tür und bittet darum, sich ein wenig aufwärmen zu dürfen. Die Familie teilt einen Apfel mit ihrem Gast und überlässt ihm dabei das größte Stück.

In der Nacht sieht die Tochter die Wunschträume der Familie in den Himmel steigen …

Meine Meinung:

Nadin Hardwiger trifft mit ihrer Kurzgeschichte genau den Nerv der Weihnachtszeit. Die zugegebenermaßen sehr kurze Geschichte erinnert an ein klassisches Märchen und ist sehr poetisch geschrieben.

Große Überraschungen hält das Weihnachtsmärchen nicht bereit: aufgrund der beschriebenen Kleidung ist dem Leser sofort klar, wer da spät abends an die Tür klopft. Auch die erfüllten Wünsche sind sehr vohersehbar aber dies mindert das Lesevergnügen nicht.

Gut gefällt mir auch das angehängte Rezept für Apfelbrot. Es passt sehr gut zu der erzählten Geschichte und klingt zudem sehr lecker. Ich werde es mit Sicherheit ausprobieren.

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  • Langsam, ganz langsam von Linda Cuir

Zum Inhalt:

Hermann hat seiner Frau Elsa versprochen, den Tod ihrer kleinen Tochter Judith zu rächen. Langsam, ganz langsam soll der Mörder sterben. Also macht Hermann sich mitten in der Nacht durch den tiefen Schnee auf, um sein Versprechen in die Tat umzusetzen…

Meine Meinung:

Bei diesem kurzen Krimi passt einfach alles: die Spannung steigt stetig an und man fiebert als Leser richtig mit, ob und wie es Hermann gelingen wird, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Im Laufe der Erzählung eröffnet sich dem Leser jedoch auch, was damals wirklich geschah und plötzlich kann man als Leser genau nachfühlen, was in Hermann und seiner Frau Else vorgehen muss.

Die Atmosphäre der verschneiten Winternacht passt perfekt zum eigentlichen Inhalt des Kurzkrimis.

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Véro

Adventskalender – Türchen 17

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Heute möchte ich euch ein humorvolles Kinderbuch vorstellen:

„Advent, Advent, der Kuchen brennt“ von Sabine Zett.

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Zum Inhalt:

Es weihnachtet sehr… auch bei Familie Engelskuchen. Plätzchen müssen gebacken werden, eine Tanne und die Geschenke sollen besorgt werden, das Weihnachtsessen muss geplant werden, die Nachbarin erwartet eine Teilnahme am Weihnachtsmarkt in der Straße und auch im Kindergarten und in der Schule stehen  Weihnachtsfeiern an, welche die Familie besuchen soll.

Doch dann muss Oma operiert werden, und Mama Engelskuchen beschließt, zu ihr zu fahren. Papa, Benny, Stella und Max sollen sich derweil darum kümmern, dass zu Hause alles für das Fest vorbereitet wird. Das ist gar nicht so einfach, denn die vier merken schnell, dass bisher immer alles an Mama hängen blieb und wie viel sie eigentlich leistet.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch haben mir bereits das Cover und der Titel sehr gut gefallen, so dass ich recht hohe Ansprüche an das Buch hatte. Diese wurden nicht enttäuscht, denn der Autorin Sabine Zett ist mit diesem Kinderbuch ein sehr humorvolles Weihnachtsbuch gelungen, das zudem sehr authentisch und lebensnah rüberkommt.

Die Weihnachtsfeier bei Familie Engelskuchen droht im Chaos zu versinken, doch am Ende wird es doch ein ganz schönes Fest, wenn auch einiges anders ist, als es bisher der Fall war.

Ein schönes Buch für die Vorweihnachtszeit, das ich wärmstens empfehlen kann.NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Véro

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Der heutige Hinweis passt zu Christines Wunsch:

Christines Wunsch ist wohl ein Wunsch, den eher Erwachsene haben. Kinder haben davon meist mehr als genung.

Wenn ihr glaubt unsere Wünsche zu kennen, dann schickt eure Lösung an:
nureinbuch@t-online.de

Hier gibt es Infos zum Gewinnspiel

Adventskalender – Türchen 12

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Heute gibt es wieder eine Buchvorstellung für die ganz Kleinen: Auch wenn draußen (zumindest hier bei mir) noch kein Schnee liegt, möchte ich euch „Die allerbeste Schnee-Idee“ von Henrike Wilson und Julia Weiss vorstellen.

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In diesem tollen Kinderbuch wird die Geschichte eines Bären erzählt, der den größten Schneeball des Waldes formen will. Dem Fuchs gefällt das jedoch nicht. Er macht sich an die Arbeit um selbst einen noch größen Schneeball als der Bär zu rollen. Doch dann gerät er ins Stolpern und genau dieses Missgeschick führt dazu, dass aus dem anfänglichen „Wettkampf“ um den größten $chneeball eine ganze Gemeinschaftsaktion wird, zu der schlussendlich auch noch die Eule, der Hase, das Eichhörnchen und der Hirsch etwas beitragen.

Julia Weiss erzählt die Geschichte in kurzen Reimen und Henrike Wilson hat die schlichten aber sehr schönen Bilder dazu gemalt. Bei uns zuhause gehört das Bilderbuch für Kinder ab 2 Jahren zu den absoluten Favoriten der Winter- und Weihnachtszeit.

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Véro

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Der heutige Hinweis passt zu Bonnys Wunsch:

Die Serienfigur, die in Bonnys Wunsch eine Rolle spielt, ist in den skandinavischen Ländern beheimatet.

Wenn ihr glaubt unsere Wünsche zu kennen, dann schickt eure Lösung an:
nureinbuch@t-online.de

Hier gibt es Infos zum Gewinnspiel

Adventskalender – Türchen 8

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Hinter unserem achten Türchen verbirgt sich eine Buchempfehlung für die ganz Kleinen: Charlotte Wagners Wimmelbuch „Fröhliche Weihnachten!

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Auf 6 bunten Doppelseiten können kleine Leser den Hasen Hanno auf seiner Reise nach Elchhausen begleiten. Dort möchte Hanno Hase nämlich seinen Freund Ringo Rentier besuchen.

Charlotte Wagner hat sechs ganz unterschiedliche Orte ausgewählt, die sie in ihren Illustrationen mit zahlreichen Figuren belebt:

  • den Bahnhof von Elchhausen
  • den Stadtpark
  • die Eispiste auf dem zugefrorenen See
  • das Stadtzentrum
  • den Weihnachtsmarkt
  • das Haus der Familie Rentier

Auf jeder Doppelseite gibt es einen kurzen Text, in dem die dargestellte Szene kurz beschrieben wird. Immer wieder werden andere Figuren erwähnt, es werden Fragen gestellt und der Leser wird indirekt aufgefordert, nach kleinen Einzelheiten zu suchen und Antworten auf die gestellten Fragen zu finden.

Die im Text erwähnten Tiere und Personen sind fast alle auf jeder Doppelseite zu finden, so dass man das Buch immer wieder betrachten kann und dabei jedes Mal eine andere Figur bei ihren Abenteuern in der winterlichen Landschaft begleiten kann.

Auch macht es Spaß nach einigen Gegenständen zu suchen, die auf fast jeder Seite wieder auftauchen. So versteckt sich beispielsweise auf jeder Doppelseite eine Bananenschale, die Fischgräte ist mehrmals zu entdecken und auch ein kleines rotes Spielzeugauto versteckt sich mehrmals in den bunten Bildern.

Einige der Figuren aus dem Buch sind zudem auf der Rückseite des Covers zu sehen und laden so dazu ein, im Buch nach ihnen zu suchen.

Dieses Wimmelbuch lädt zum Erzählen, Entdecken, Suchen, Finden, Raten, … ein und bietet Unterhaltung für die ganze Familie.NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Véro

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Der heutige Hinweis passt zu Bonnys Wunsch:

Auch bei Bonnys Wunsch spielt eine Buch-/Serienfigur eine große Rolle.

Wenn ihr glaubt unsere Wünsche zu kennen, dann schickt eure Lösung an:
nureinbuch@t-online.de

 Hier gibt es Infos zum Gewinnspiel

Adventskalender – Türchen 2

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Heute möchte ich euch ein Hörbuch für Kinder vorstellen:

„Weihnachtszauber im Wichtelland“ von Annette Moser.

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Zum Inhalt:

Im Wichtelland laufen die Weihnachtsvorbereitungen auf vollen Touren: alle Wichtel sind damit beschäftigt, die Weihnachtswünsche der Kinder in Seifenblasen zu verpacken, damit diese rechtzeitig an den Weihnachtsmann geschickt werden.

Doch dann passiert etwas ganz entsetzliches: Wichtel Wachmütz schläft beim Wachehalten ein und muss am darauffolgenden Morgen feststellen, dass alle Seifenblasen mit den Wünschen der Kinder gestohlen wurden. So kurz vor Weihnachten ist das eine Katastrophe!

Der Weihnachtsmann ahnt jedoch sofort, wer hinter diesem fiesen Verbrechen steckt: Edgar Eiszapf hat die Wünsche der Kinder eingefroren, weil er das Weihnachtsfest verhindern möchte.

Gemeinsam setzen die Weihnachtswichtel alles daran, den Plan des Fieslings zu durchkreuzen, die Wünsche der Kinder aufzutauen und das Weihnachtsfest zu retten.

Meine Meinung:

Weihnachtsgeschichten in Adventskalenderform gibt es inzwischen sehr viele und es bleibt wohl nicht aus, dass viele davon sich inhaltlich sehr ähneln: Das Weihnachtsfest gerät in Gefahr weil irgendein fieser Mensch dem Fest nichts abgewinnen kann, doch am Ende kann Weihnachten gerettet werden und alle feiern gemeinsam.

„Weihnachtszauber im Wichtelland“ konnte mich dennoch überraschen: einige inhaltliche Elemente (wie beispielsweise die Seifenblasen) waren für mich neu und mit Tommy Piper wurde die ideale Besetzung als Sprecher gefunden. Ihm gelingt es auf herrliche Weise, dem Hörer das Gefühl zu geben, er würde einem Wichtel beim Erzählen der Geschichte zuhören.

Die 24 Kapitel sind allesamt recht kurz und enden oft ganz spannend, so dass die Vorfreude auf das nächste Kapitel garantiert ist. Und für diejenigen, die nicht bis zum nächsten Tag warten können und die Geschichte in einem Stück hören wollen, bietet die CD 68 Minuten Hörspaß.NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Véro

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Der heutige Hinweis passt zu Véros Wunsch:

Der Wunsch hat mit Büchern zu tun.

Wenn ihr glaubt unsere Wünsche zu kennen, dann schickt eure Lösung an:
nureinbuch@t-online.de

Hier gibt es Infos zum Gewinnspiel

Adventskalender – Türchen 1

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Nun sind es nur noch 24 Tage bis Weihnachten und damit die Wartezeit nicht zu lang wird, habe wir uns überlegt, euch die Zeit mit einem Adventskalender samt Gewinnspiel zu versüßen.

Während der nächsten 24 Tage erwarten euch hier Buchvorstellungen, DIY-Beiträge, winterliche und weihnachtliche Emoji-Rätsel, … kurz: es weihnachtet sehr!

Wie bereits erwähnt darf ein Gewinnspiel* natürlich auch nicht fehlen. Es geht dabei darum jeweils einen Weihnachtswunsch von jedem von uns vieren zu erraten. Dazu erhaltet ihr jeden Tag einen Hinweis zu einem unserer Wünsche. Ob diese in Erfüllung gehen, wird sich zeigen… für EINEN VON EUCH kann sich jedoch ein kleiner Wunsch erfüllen. Unter denjenigen, die alle vier Wünsche erraten und uns die Lösung mailen, werden wir ein kleines weihnachtliches Überraschungspaket verlosen.

Aber nun möchten wir euch nicht länger auf die Folter spannen und das erste Türchen öffnen:

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Passend zu unserem Gewinnspiel möchte ich euch heute ein Weihnachtsbuch für Kinder ab 7 Jahren vorstellen:

„Was wir uns wünschen“ von Ulf Stark.

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Ulf Stark erzählt in seinem Kinderbuch von Fred, einem kleinen Jungen, dessen Vater während des Zweiten Weltkrieges an der schwedisch-finnischen Front kämpfen muss. Fred und seine Mutter wünschen sich nichts sehnlicher als Weihnachten gemeinsam mit dem Vater verbringen zu können, doch es scheint eher unwahrscheinlich, dass sie das Fest zusammen feiern können.

Also begnügt Fred sich damit, das Foto des Vaters auf dem Kaminsims zu betrachten und heimlich in der Kleiderkammer durch die Lüftungsklappe zu reden – jedenfalls ist der Junge fest überzeugt seinen Vater hören zu können, wenn die Lüftungsklappe rauscht.

Freds Mutter Edith arbeitet hart, um sich und den Jungen durchzubringen. Auch Fred tut sein Bestes, um etwas Geld beizusteuern. Deshalb hilft er nach der Schule beim Weihnachtsbaumverkäufer aus, verkauft Tannenbäume und trägt sie zuweilen sogar bis zu den Kunden nach Hause.

Und dann ist da noch Elsa, ein Mädchen aus Freds Klasse, in das er sich verliebt hat. Fred wünscht sich, dass Elsa auch etwas für ihn empfindet und lässt sich einiges einfallen, damit Elsa ihn beachtet.

Im Vergleich zu den Wünschen mancher Kinder und Erwachsenen sind Freds Wünsche eigentlich sehr bescheiden: er wünscht sich Frieden, die Rückkehr seines Vaters und dass Elsa ihn mag. Gerade in unserer heutigen Zeit gibt es wohl einige Kinder, die ganz ähnliche Wünsche haben… während andere kaum wissen, was sie sich noch wünschen könnten. Gerade dieser Aspekt scheint mir bei Ulf Starks Buch sehr wichtig zu sein und sollte uns in dieser vorweihnachtlichen Zeit noch einmal zum Nachdenken anregen.

Von mir gibt es für dieses Kinderbuch 5 Papierblumen.NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Véro

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Der heutige Hinweis passt zu Christines Wunsch:

Manch einer würde wohl  viel Geld ausgeben, um sich diesen Wunsch erfüllen zu können.

Wenn ihr glaubt unsere Wünsche zu kennen, dann schickt eure Lösung an:
nureinbuch@t-online.de


* Teilnahmebedingungen:

  • Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 24. Dezember 2016 um 24 Uhr.
  • Teilnehmen dürfen alle Länder innerhalb Europas.
  • Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein oder das Einverständnis ihrer Eltern haben.
  • Die Gewinner werden auf dem Blog veröffentlicht und müssen sich nach der Benachrichtigung per E-Mail, innerhalb einer Woche melden!
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Keine Haftung bei Verlust auf dem Postweg.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.