Paper Princess – Ein Rückblick.

(Diese Rezension kann Spoiler enthalten!)

„Ich tue gern so, als wäre ich eine richtig toughe Nuss, und bis zu einem gewissen Punkt stimmt das ja auch. Ich bin arm und hungrig. Ich wurde von einer Stripperin großgezogen. Ich weiß, wie man jemandem eine verpasst, wenn es nötig ist. Aber ich bin trotzdem erst siebzehn! Manchmal kommt es mir so vor, als wäre ich ein bisschen zu jung für das Leben, das ich führe. Dann sehe ich mich um und denke: Ich gehöre hier nicht her.“ (S. 18)

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Ella Harper hat es wirklich nicht leicht. Seit dem Tod ihre Mutter schlägt sie sich alleine durch. Am Tag sitzt sie in der Schule, nachts arbeitet sie in einer Bar. Dann steht plötzlich der Multimillionär Callum Royal vor ihr und behauptet ihr Vormund zu sein. Plötzlich verändert sich alles. Er nimmt sie mit in seine Villa und sie kommt in eine Welt voller Luxus.
Doch schon bald merkt sie, dass hier etwas nicht stimmt. Callum Royals fünf Söhne begegnen ihr mit Feindseligkeit. Besonders einer von ihnen macht Ella das Leben schwer. Und trotzdem knistert es gewaltig zwischen ihnen…

Es ist nun schon einige Wochen her, seitdem ich diesen Roman von Erin Watt gelesen habe. Wer es noch nicht wissen sollte: „Erin Watt“ ist das Pseudonym des Autorenduos Jen Frederick und Elle Kennedy. Letztere konnte sich mit „The Deal“ in mein (New Adult – ) Leserherz schleichen und man kann damit wohl erahnen, dass meine Vorfreude groß war, als ich gehört habe, dass „Paper Princess“ auf dem deutschen Buchmarkt erscheint.

Doch während mich der erste Teil der „Off – Campus“ – Reihe mit seiner lockeren, natürlichen und unbeschwerten Handlung überzeugen konnte, wo – anders als in vergleichbaren Romanen in diesem Genre – mir die dramatische Entwicklung der Handlung nicht zu inszeniert erschien, war „Paper Princess“ dazu nicht in der Lage und konnte mich ebenfalls nicht in seinen Bann ziehen. Ich blieb eine Zuschauerin an der Seitenlinie, die sich in einigen Augenblicken sogar recht unwohl in ihrer Haut fühlte, sich dabei erwischte, wie sie die Augen verdrehte und doch bemerkte, wie die Seite nur so vorüberzogen. Letztlich ließ mich dieser Roman gespalten zurück.

Der einfache Einstieg in den Roman wird durch seinen leichten Schreibstil ermöglicht. Mir hat es gefallen, wie man zu Beginn der Handlung nicht mit Informationen erschlagen wird, sondern wie diese in den Erzählfluss eingebunden werden.
Etwas gewöhnungsbedürftig war hingegen die Ausdrucksweise. Doch den hier getroffene Ton habe ich keineswegs als negativ erachtet, sondern er passt zu dem Naturell der Protagonistin. Hier hätte ein höfliches Mädchen, welches sich zuvorkommend artikuliert nun wirklich nicht ins Gesamtbild gepasst.

Ella Harper ist ein spannender Charakter und unterscheidet sich von vergleichbaren Charakteren andere Romane in diesem Genre. Sie hat sich ein Lügengerüst aufgebaut, welches ihr dabei hilft ums tägliche Überleben zu kämpfen. Mit ihren siebzehn Jahren hat sie bereits derartig viele negative Erfahrungen gemacht, dass sie einen robusten Schutzpanzer besitzt. Sie sagt klar und deutlich, dass sie denkt und setzt sich ebenfalls durch. Ob sie dabei immer eine kluge Entscheidung trifft sei nun erstmal dahingestellt. Durch ihre dominante Art bringt sie älteren Personen wenig bis überhaupt keinen Respekt entgegen. Auch dieser Aspekt ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, andererseits passt es aber auch zu ihrem Charakterbild, denn sie ist eben auch die Tochter einer Stripperin und in diesen Kreisen aufgewachsen.
Nach dem Tod ihrer Mutter arbeitet sie weiterhin in einem Nachtclub und versucht am Tag ihren Schulabschluss zu erlangen, um aufs College zu gehen…

Doch wie bereits der Klappentext verrät, wird sie aus ihrer Situation gerettet, als Callum Royal plötzlich in ihrem Leben auftaucht. Damit hat sie nun einen Multimillionär als Vormund und ist eine „Prinzessin auf dem Papier“. Doch wird ihr Leben damit leichter? Keineswegs. Nun muss sie sich in einer luxuriösen Villa mit fünf (wobei man hier eigentlich von vier sprechen kann, da einer der Brüder bereits auf dem College ist) pubertierenden „Satansbraten“ herumschlagen, die wahnsinnig anstrengend sind und dies ist wahrscheinlich sogar noch freundlich ausgedrückt.

Ich werde nun natürlich nicht auf jeden der Brüder eingehen, dies ist jedem selbst überlassen. Zentral in der Handlung taucht jedoch immer wieder Reed Royal auf. Er ist eine Art Alphatier bei seinen Brüdern. Was er sagt, gilt. Und ausgerechnet ihm ist Ella ein Dorn im Auge und dies lässt er sie auch spüren.

Auf der einen Seite stehen also diese verwöhnten Typen, die alles haben, sich alles angeln und dabei keineswegs Rücksicht auf die Gefühle anderer nehmen. Natürlich hat dies auch einen Grund, aber ob man diesen Konfrontationskurs dadurch am Ende nachvollziehen kann ist eine andere Frage. Sie rebellieren, aber wie sie dabei mit einem Mädchen umgehen, welches sie überhaupt nicht kennen und welches bisher nur Leid erfahren musste, ging mir dann doch zu weit und Sympathie sucht man an dieser Stelle ebenfalls vergeblich.

Den Gegenpol bildet Ellas Charakter. Sie wirkt nach außen hart, doch der Leser bemerkt schnell, dass sie doch „nur“ ein siebzehnjähriges Mädchen ist, welches sich bereits darauf vorbereitet, dass die Seifenblase vor ihren Augen zerplatzt und sie damit wieder in ihre eigenen Realität zurückgeworfen wird.

Blickt man auf die aufkommenden romantischen Gefühle in diesem Erotik-/Liebesroman, dann kann man hier nicht wirklich von Romantik sprechen. Stattdessen schauen wir dabei zu, wie Ella ihren Körper an einen Typen verschenkt, der sie dermaßen abwertend behandelt, dass man sich allein beim lesen unwohl fühlt. ‚Was macht dieses Mädchen da nur?‘ wird sich hier der ein oder andere Leser sicherlich fragen. Sie lässt sich zu einem Objekt degradieren.
Ebenfalls wird hier das Thema der sexuellen Gewalt aufgegriffen, doch keineswegs diskutiert. Als ich am Ende des Buches angelangt bin, habe ich darüber nachgedacht und mich gefragt, ob es von dem Autorenduo richtig war diese Gewalt als ein Mittel zu benutzen, um einen Umschwung zu erwirken. Denn ab diesem Moment wird aus Ella die „Schwester“, die es zu beschützen gilt. Dabei haben die Royals sie vorher nicht anders behandelt. Betrachtet man die Konsequenz, dann blickt man auf eine pubertäre Rachehandlung, die mich keinesfalls amüsiert hat, sondern mich erneut unwohl zurückließ.

Ich muss zugeben, dass mich dieser Roman erst geblendet hat. Ich habe ihn gelesen und dabei nicht wirklich über die Handlung nachgedacht. Ich war in einer Art und Weise geblendet und hab in diesem Liebesroman nach Gefühlen zwischen den Charakteren gesucht, meinte für einen Bruchteil einer Sekunde sogar, dass ich diese gefunden habe. Doch nachdem ich den Roman beendet und die Handlung noch mal rekapituliert habe, wurde mir plötzlich bewusst, was da eigentlich passiert ist.
Ella Harper kommt aus einem schrecklichen Milieu, hat mit ihren siebzehn Jahren bereits als Stripperin gearbeitet und musste sich in ihrer Kindheit immer wieder mit den wechselnden Männern ihrer Mutter auseinandersetzen, die ebenso nicht davor zurückschreckten das kleine Mädchen anzufassen. Und als wäre dies noch nicht genug, kommt sie zu den Royals, muss sexuelle Belästigungen über sich ergehen lassen, wird in der Schule ebenfalls nicht mit Blumen begrüßt und erfährt auf einer Party dann auch noch sexuelle Gewalt. Betrachtet man all diese Punkte, dann wird Ella Harper von dem Autorenduo zu „normal“ gezeichnet. Keine Frau der Welt würde noch derartig aufrecht und gefasst auf dem Boden stehen, wie sie.

Und wenn ich mir all dies durch den Kopf gehen lasse, dann fällt es mir wirklich schwer eine Empfehlung für diesen Roman auszusprechen. Ich glaube, dass die Leser die sowieso manchmal in diesem Genre abtauchen sowieso zu diesem Roman greifen werden, doch ich ermahne ebenfalls, dass man sich nicht blenden lassen und am Schluss über den Ablauf der Handlung nachdenken sollte.
Die Handlung selbst ist ebenfalls vorhersehbar und Geheimnisse lassen sich schnell entschlüsseln. Spannend hingegen ist Ella Harpers Charakter. Ihre Schlagfertigkeit hat mich zum schmunzeln bringen können und auf den ersten Blick hat mich die Handlung gut unterhalten. Doch der zweite Blick ließ mich zusammenschrecken.

Ich vergebe daher 2,5 Papierblumen.

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Bonny

Tauche ein, in eine naive Liebesgeschichte!

„Ich wusste nicht, dass du mir immer noch Zeit gibst. Ich dachte, ich hätte dich schon verloren…“ (Kap. 9)

IMG_2979.jpgHarper ist unter dem strengen Regiment ihres Vaters (auf einem Marinestützpunkt) aufgewachsen. Daher ist es auch kein Wunder, dass sie es kaum erwarten kann endlich aufs Collage zu gehen – auf der anderen Seite des Landes. Weit entfernt von ihrer Vergangenheit.
Endlich will sie die Dinge erleben, von denen sie bislang nur gehört hat:
Flirten, Daten, Küssen.
Gleich auf der ersten Party trifft sie auf Chase, der all das verkörpert, vor dem ihr Vater gewarnt hat:
sexy, wild, verwegen.
Nur mühsam kann Harper seinem Charme widerstehen.
Kurz darauf verliebt sie sich in dessen attraktiven Mitbewohner Brandon, doch ihr Körper fühlt sich noch immer zu Chase hingezogen, sobald dieser in der Nähe ist.
Sie ist zwar überglücklich mit Brandon, aber auch ihre Gefühle für Chase werden immer stärker. Ein unvergessliches Wochenende lang gibt sie der Versuchung nach – und plötzlich ist nichts mehr wie es war.

Wie bereits das Cover verrät, handelt es sich bei diesem Roman um eine Geschichte, in der es um eine Dreiecksbeziehung geht. Wer also von einer solchen Situation schnell genervt ist, der sollte lieber die Finger von Taking Chances lassen…

Als ich mich dazu entschieden habe, diesen Roman zu lesen, war auch ich mir dessen bewusst. Und obwohl ich kein großer Fan von dieser Konstellation bin (spätestens seit Bella/ Edward/ Jacob), war ich dennoch gespannt, welche Idee die Autorin für ihren Roman bereithält, wodurch sich diese Geschichte von anderen unterscheidet und wie sie ihre Charaktere darin agieren lässt.

Der Schreibstil ist sehr leicht und man fühlt sich schnell in die Geschichte integriert. Hintergrundinformationen aus der Vergangenheit wurden sehr gut in den Verlauf eingearbeitet. Man kann sich schnell ein Bild von Harpers früherem Leben bei den Marines machen und auch ihren Charakter schnell definieren.

Blickt man auf den gesamten Handlungsverlauf, merkt man an mehreren Stellen, dass es sich hierbei um ein Debütroman handelt. Leider verliert sich die Geschichte an einigen Stellen, fängt sich zwar auch wieder, aber dennoch fühlt man sich manchmal an eine Story auf Wattpad erinnert.
An einigen Stellen möchte die Autorin einfach zu viel und dabei möglichst jeden Leser zufriedenstellen, weshalb sich die Protagonistin oft für ihr Denken und Handeln rechtfertigt. Nachvollziehen kann man diese dann jedoch trotzdem nicht wirklich.

Was bewirkt das?
Harper wirkt auf den Leser leider sehr oberflächlich, naiv und es fehlt ihr an wirklicher Tiefe.
Sie hat auf der einen Seite keine Ahnung von der Welt, von Leuten ihres Alters, von Partys oder wie man flirtet. Dennoch ist sie gleichzeitig von sich selbst überzeugt, was sie unsympathisch wirken lässt. Sie will alles auf einmal haben, wobei ich hier von Chase und Brandon spreche.
Zu beiden fühlt sie sich hingezogen und von beiden will sie geliebt werden. Sie spielt dabei mit deren Gefühlen und das macht einen so manches Mal ziemlich wütend. Man ist von Harper oft enttäuscht.

„Du bist so darauf bedacht, niemandem wehzutun, dass du überhaupt nicht merkst, wie sehr du mich dabei verletzt.“ (Kap. 7)

Sie neigt zu übertriebenen Gefühlsausbrüchen, handelt unfair und nimmt dabei auf kaum jemanden Rücksicht. Des Weiteren hat sie keine Vorstellung von ihrer Zukunft, sondern strebt das Bild einer Hausfrau an. Damit kann sich kaum jemand in ihrem Alter identifizieren.
Man merkt vielleicht, dass ich mit ihrem Charakter nicht wirklich zurecht gekommen bin. Aber leider schafft Molly McAdams es nicht Harpers Gefühle zu strukturieren und dem Leser damit das Gefühlschaos, in dem diese steckt, wenigstens ein klein wenig nachvollziehbar darzustellen.

Ich möchte nicht sagen, dass mir das gesamte Gefühlschaos zwischen Harper und Brandon/ Harper und Chase zu schnell ging. Oder die Situation, dass ein Mädel auf eine Party geht und dort direkt von jedem männlichen Wesen auf Händen getragen wird etc. mich gestört hätten. Dafür ist das Genre schließlich bekannt…
ABER es kommt immer darauf an, wie man das ganze verpackt, so dass der Leser die Gefühle oder die Situation überhaupt wenigstens ein klein wenig nachvollziehen kann.
Hier hat Molly McAdams leider versagt. Die Entwicklung zwischen den Charakteren geht einfach zu schnell. Vielleicht sollte man auch sagen: Harper überstürzt gerne ALLES in ihrem Leben!

Bereits nach wenigen Kaptieln hat man das Gefühl man hätte bereits ein gesamtes Buch gelesen. Es passiert unglaublich viel und das ist es, was den Leser an den Roman fesselt. Man möchte wissen, was als nächstes passiert. An romantischen, verzweifelten und traurigen Momenten fehlt es der Geschichte auf jeden Fall nicht! Das mochte ich sehr gerne.

Der Erzählstil ist sehr dicht und gleichzeitig intensiv. Kaum etwas bleibt einem verborgen und man fühlt sich den Akteuren sehr nahe, was einen quasi in die Geschichte hineinsaugt.

Und dann gelangt Taking Chances an einem Punkt an, wo Tränen fallen und man möchte von da an, dass die Geschichte endlich ihr Ende findet.
Die letzten Seiten ziehen sich ab diesem Moment. Auf der Suche nach einem Happy End, gibt es viel (unnötiges) Drama und unzählige „Ich liebe Dich“ – Bekundungen, die man dann echt nicht mehr ernst nehmen kann.

Wer gerne mal in diesem Genre abtaucht macht mit Taking Chances nichts falsch. Man sollte sich jedoch nicht wundern, wenn viele bekannte Motive aus Jamie McGuires oder J. Lynns Romanen auftauchen.

Mich selbst hat die Protagonistin zwar auf die Palme gebracht, aber dennoch hat mich dieser dichte Erzählstil gefesselt, auch wenn einem einige Kapitel zum Schluss hin gerne erspart geblieben wären.

Was der Roman jedoch sehr schön vermittelt, ist das nur ein einziger Moment ausreicht, um das gesamte Leben zu verändern.NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Der Wunsch nach grenzenloser Freiheit

„Das war es. Wegen diesem Gefühl war ich hier. Einzig für diesen einen Augenblick, diesen Moment, in dem ich die Welt vergessen konnte und nichts – absolut nichts – als Freiheit verspürte.“ (S. 234)

img_2718Ein neuer Name, eine neue Frisur und eine neue Stadt. Hundert Meilen von ihrer Vergangenheit entfernt will die junge Studentin Allie Harper noch einmal ganz von vorne beginnen. Alles, was ihr für den Neuanfang noch fehlt, ist ein WG-Zimmer. Als sie auf den unverschämt attraktiven Kaden White trifft, ist ihr klar: Dieser Kerl mit seiner mürrischen Art ist so ziemlich der Letzte, mit dem sie sich eine Wohnung teilen will.
Doch als alle Stricke reißen, bleibt Allie keine andere Wahl. Kaden, der eigentlich auf keinen Fall eine weibliche Mitbewohnerin haben wollte, stellt sofort Regeln fürs Zusammenleben auf: keine Gefühlsduselei und schon gar keinen Körperkontakt! Zunächst kein Problem, doch mit der Zeit kommen sich die beiden näher…

Sollte einem dieser New Adult – Roman in die Hände fallen, wenn man dieses Genre sowieso gerne liest, dann darf man sich nach den ersten gelesenen Seiten nicht wundern, wenn man sich plötzlich inmitten der Handlung wiederfindet. Nur ein kurzer Blick auf die erste Seite und man fühlt sich gleich wie zu Hause und versinkt in dem Roman.
Daraus ist wohl ersichtlich, dass mir der Schreibstil von Mona Kasten sehr gut gefallen hat. Er macht es seinem Leser sehr leicht, sich beim lesen sofort wohl zu fühlen.

Erzählt wird „begin again“ durch eine personale Ich – Erzählerin. Mit Allie konnte ich mich leicht identifizieren, schließlich teilt sie mit mir die Vorliebe für Duftkerzen und Lichterketten. Sie ist bereit für einen Neuanfang und will endlich die schlechten Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit hinter sich lassen. Dabei will sie einfach nur sie selbst sein und sehnt sich nach ihrer persönlichen Freiheit. Diese hat ihr zuvor ihre Mutter verwehrt.
Blöd nur, dass bereits zu Beginn ihres neuen Lebens ein größeres Hindernis auf sie wartet. Die Wohnungssuche gestalten sich schwieriger als gedacht und dann landet sie auch noch bei Kaden. Dieser macht nicht unbedingt Luftsprünge, als Allie sich als seine neue Mitbewohnerin vorstellt, aber das Geld kann er gut gebrauchen. Er knüpft ihren Einzug daher an gewisse Regeln… 😉

Die beiden scheinen ziemlich unterschiedlich zu sein, doch sowohl Kaden, als auch Allie sind verschlossen, was ihre Vergangenheit betrifft. Während Allie nicht gut auf ihre Mutter zu sprechen ist und panisch zusammenfährt, sobald diese sich telefonisch bei ihrer Tochter meldet, erhält Kaden keinerlei Unterstützung von seinem Vater und mit seinem Bruder gibt es ebenfalls Differenzen.
Diese Geheimnisse sorgen im Handlungsverlauf für eine gewisse Spannung, insbesondere als man erahnt, dass diese dunklen Stellen ebenso Auswirkungen auf die beiden haben könnten.

Während Allie einem sofort sympathisch ist, erscheint Kaden unnahbar, doch schnell wird klar: hinter der harten Schale verbirgt sich ein weicher Kern. Da ist es wohl wenig verwunderlich, dass man ihm als Leser schnell verfällt. Insbesondere bei seinen mürrischen und sarkastischen Kommentaren habe ich nicht nur einmal laut auflachen müssen. Ebenso brilliert Allie mit ihren kleineren Ausbrüchen, wo sie genau das nach außen trägt, was ihr gerade durch den Kopf geht.

Man erhält schnell einen Zugang zu den Charakteren, fühlt sich mit ihnen verbunden und verwächst mit der Handlung. Diese fand ich vom Ablauf gelungen und nachvollziehbar. Mir hat die natürliche Art gefallen, die „begin again“ für mich sehr realistisch und greifbar gemacht hat.
Zwar gibt es auch den ein oder anderen vorhersehbaren Moment, was ich persönlich aber  – durch die daraus entstehenden Situationen – gerne in Kauf genommen habe.

Zwischen Allie und Kaden entstehen ehrliche, gereizte, humorvolle, als auch süße Lesemomente die mit Spannung und einem Knistern aufgeladen sind und mich die Geschichte einfach nur genießen haben lassen.

Man kann sich beim lesen fallen lassen und wird dabei vom echten Leben abgelenkt. Und ebenso, wie Allie mit dem Blick von einem Berg herunter plötzlich das Gefühl von Freiheit verspürt, hat mich dieser Roman daran erinnert, dass es mir beim lesen fast ebenso ergeht. Zumindest vergisst man die Welt um sich herum.

Dieser Roman lebt von seinen humorvollen, sarkastischen, als auch von seinen natürlichen Momenten. Vielleicht erzählt Mona Kasten mit „begin again“ nicht unbedingt eine neue Geschichte, aber sie konnte mich mit der Umsetzung voll und ganz überzeugen.
Sie erfüllt die typischen New Adult – Regeln, was den Aufbau der Handlung anbelangt, sorgt aber gleichzeitig auch für eine in sich stimmige Geschichte, die keine Langeweile aufkommen lässt und erreicht seinen Leser auf der Gefühlsebene.

Ich gebe diesem Roman daher gerne vier Papierblumen und empfehle dieses Buch insbesondere allen New Adult – Lesern, die gerne mal in eine liebevoll gestaltete Liebesgeschichte abtauchen möchten und freue mich selbst bereits auf den zweiten Teil (trust again“ ab 13.01.2017) der „Again-Reihe“.

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Bonny

Una mujer por una mujer. Eine Frau für eine Frau.

„Denn die menschliche Psyche ist ein fragiles System, wie ein Eidotter, der nur von einer brüchigen Schale geschützt wird – ein Riss, schon läuft er aus.“ (pos. 987)

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Als Skye Sedgewick im stickigen Kofferraum eines fahrenden Autos aufwacht, rechnet sie mit ihrem sicheren Tod. Doch ihr Entführer lässt sie am Leben und verschleppt Skye stattdessen auf ein kleines Boot, wo er sie mehrere Wochen gefangen hält.
Auf hoher See und ohne Ziel hat Skye bald alle Hoffnung verloren, dass man sie findet und befreit. Und mit jedem anbrechenden Tag sehnt sie sich mehr nach Erlösung. Sie kann an nichts anderes mehr denken, als an ihren bevorstehenden Tod – und an Esteban, den wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Als Kinder waren sie einst unzertrennlich, bis Esteban von einem Tag auf den anderen einfach aus ihrem Leben verschwand.
Skyes sehnlichster Wunsch war es, ihn eines Tages wiederzusehen, doch diese Hoffnung stirbt mit jedem Blick in die eiskalten Augen ihres Entführers. Bis Skye erkennt, dass sie sich in diesen Augen schon einmal verloren und ihr Entführer sie nicht zufällig ausgewählt hat…

Der Roman ist in insgesamt fünf Teile aufgeteilt. Diese Teile bestehen aus einzelnen Unterkapiteln und werden aus insgesamt drei verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wobei es hier einen Er-/Sie- Erzähler gibt.
Da hätten wir einmal die Sicht auf Skye, die sich in den Händen eines Entführers befindet. Außerdem gibt es einen Blick in die Vergangenheit, wo wir mehr von dem kleinen Jungen Esteban erfahren, der einst mit Skye befreundet war. Zuletzt gibt es dann noch einen Blick auf Damian, den Entführer von Skye.

Durch diese unterschiedlichen Blickwinkel bekommt man eine sehr gute Sicht auf die Handlungszusammenhänge und die Gefühlswelt der Protagonisten. Der Roman lässt einen dadurch tief in das Geschehen eintauchen und einfühlen. Man lernt die Charaktere verstehen und kann sehr gut mit ihnen mitfühlen.

Was die sprachliche Gestaltung betrifft, konnte mich dieser Roman von Leylah Attar durchaus überzeugen. Er hat mir einen relativ guten Einstieg ermöglicht, wobei einige Begriffe, wie u.a. „Kaleidoskop“, „Seidengeorgette“ und „kolportieren“ sich negativ auf den Lesefluss ausgewirkt haben. Derartige Wörter wirken manchmal schwerfällig.
Dennoch hat mir der (an einigen Stellen) schwermütige, fast sehnsuchtsvoll wirkende Stil sehr gut gefallen.

„[…] da sah ich zum ersten Mal seine Augen. Sie waren dunkel. Schwarz. Aber eine Art von Schwarz, wie ich es nie zuvor gesehen hatte. Schwarz stand für sich allein. Es kannte keine Abstufungen. Schwarz war absolut und undurchdringlich. Es absorbierte sämtliche Farben. Wenn man in die Schwärze hinabstürzte, verschluckte sie einen ganz. Dennoch war dies hier eine andere Art von Schwarz. Schwarzes Eis und glühende Kohle. Brunnenwasser und Wüstennacht.“ (pos. 373)

Dieser Schreibstil besitzt eine fast schon schwärmerische Art, wirkt dabei manchmal aber auch zu sehr gewollt. Mir persönlich gefallen derartige Umschreibungen und habe daher auch immer wieder Stellen im Text markiert. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass diese Stellen für den ein oder anderen Leser erdrückend erscheinen.
Zudem besteht hierdurch die Gefahr, dass sich die Story an derartigen Stellen verfängt. Doch hier kann ich beruhigen… nach einem solchen Absatz, findet die Autorin immer wieder in die Handlung zurück. 😉

Zu Beginn findet man sich sofort in der besagten Entführungssituation wieder. Hier fiebert man natürlich mit und möchte wissen, was als nächstes passiert. Was hat der Entführer mit Skye vor? Warum hat er sich für sie entschieden? Wird sie ihm entkommen können? Hier war der Roman mit Spannung aufgeladen und ich (die kaum zu einem Thriller greift), war gefesselt von der Situation und den Zusammenhängen, die sich langsam entknoten.

Mit dem zweiten Teil, der einen Rückblick in die Vergangenheit beinhaltet, bin ich jedoch in ein kleines Loch gefallen, was den Spannungsbogen betrifft. Natürlich habe ich geahnt, dass eben dieser Teil zum Verständnis der Entführung beiträgt, doch ich wollte in diesem Moment wissen, was sich weiterhin in der Gegenwart ereignet.
Nach einigen Seiten hat mich jedoch der gegebene Handlungsstrang, der aus der Kindheit von Skye und Esteban erzählt, um den Finger gewickelt und mich die Entführung beinahe vergessen lassen.

Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Da hätten wir einmal Skye. Sie ist eine junge Frau aus einem reichen Elternhaus, die von ihrem Vater immer geliebt, beschützt und verwöhnt wurde. Zu Anfang erschien sie mir ziemlich verzogen und ja, manchmal auch unsympathisch. Aber sie findet sich selbst wieder, wirkt bodenständiger und wird wieder zu dem Mädchen von früher, welches mit Esteban durchs Haus läuft und sich über seine Origami – Tierchen freut. Nichts ahnend, in welchen dunklen Machenschaften ihr Vater verstrickt ist.
Esteban, der Sohn von Skyes „Nanny“ (MaMaLu genannt), bekommt dies jedoch schon bald schmerzhaft zu spüren und muss einen hohen Preis zahlen.
Die Wege der Kinder trennen sich. Missverständnisse führen zu Rachegedanken. Der hierdurch entstehende Strudel hat mich mitfiebern und mitleiden lassen. Der Handlungsverlauf und die Frage danach, wie die Vergangenheit sich auf die Gegenwart ausgewirkt hat, hat mich an die Geschichte gefesselt und die wurde für mich dadurch zu einem wirklichen Pageturner, trotz kleineren Einbrüchen.

„Soll ich dir sagen, was wir sind, Skye?“
„Wir sind der Sand, der noch nicht fortgespült wurde.“ (pos. 2921)

Darüber hinaus hat mir die Atmosphäre gefallen. Zum einem spielt die Geschichte teilweise in Mexiko. Hierdurch fallen auch immer wieder spanische Begriffe, die jedoch kein sprachliches Vorwissen voraussetzen. Dies verleiht dem Roman aber seinen besonderen Charme.
Zudem bekommt man einen Blick auf die Armut des Landes und die Mafia Strukturen. In einem solchen Maße, dass man nachvollziehen kann, wie schnell man sich in einem solchen Strudel wiederfindet, in dem Erpressung, Gewalt und taktisches Schweigen an der Tagesordnung sind.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich dieser Roman – der eine gefühlvolle Liebesgeschichte mit Thriller Elementen beinhaltet – gut unterhalten hat. Er blieb bis zuletzt spannend.
Die Liebesgeschichte besitzt eine Tiefe, die hier keineswegs auf das Stockholm-Syndrom [*Opfer fühlt sich zum Entführer hingezogen] abzielt.
Zwar war das ein oder andere vorhersehbar, doch die Handlung konnte mich in entscheidenden Momenten auch überraschen, berühren und mitfühlen lassen.
Meiner Meinung nach ist „Paper Swan“ ein gelungener Roman, mit einem ansprechenden Handlungsverlauf für spannende und auch romantische Lesestunden. NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Vielen Dank an NetGalley.de (und natürlich auch an Bastei Lübbe) für die freundliche Bereitstellung dieses Leseexemplares!

Ein Abkommen und zwei Vergangenheiten

„Manchmal tritt eine Person in dein Leben, und plötzlich kannst du dir gar nicht mehr vorstellen, jemals ohne sie gelebt zu haben. […] Ohne diesen einen wichtigen Menschen in deinem Leben.“ (S. 296)

IMG_2769.jpgHannah hat es erwischt. Doch während sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, bringt sie ihrem Schwarm Julian gegenüber kein Wort heraus.
Sie scheint verzweifelt. Warum sonst hätte sie sich auf das Angebot von Garrett Graham, dem selbstverliebten und sturen Captain des Eishockey- Teams einlassen sollen?
Der von ihm vorgeschlagene Deal:
Sie gibt ihm Nachhilfe, damit er die Zwischenprüfung besteht, und er steigert Hannahs Popularität auf dem Campus, indem er so tut, als wäre sie sein Date. Vielleicht wird ihr Schwarm dann endlich auf sie aufmerksam…

Zugegeben, im ersten Moment erschien mir die Inhaltsbeschreibung des Klappentextes weniger überraschend für dieses Genre zu sein, aber nach den ersten gelesenen Seiten hat mich diese Geschichte sogartig gefesselt und das bis zur letzten Seite.

Schuld daran, waren sicherlich vor allem die Charaktere. Der Roman wird jeweils abwechselnd aus zwei Sichten erzählt. Während Hannah mir sofort sympathisch erschien, konnte ich mit Garrett hingegen (vorerst) eher weniger anfangen.

Er wirkte auf mich unheimlich kindisch in seinem Verhalten und insbesondere in seiner Denkweise, die mich ziemlich genervt hat. Er ist arrogant, selbstverliebt und genießt sein Leben in vollen Zügen. Aber hey, er ist ein Kerl und dieser Aspekt wird insbesondere zu Beginn von der Autorin – wenn auch ein wenig überspitzt – dargestellt.
Aber ich kann hier beruhigen: man lernt ihn besser kennen, lernt ihn zu verstehen und während auch er selbst im Verlauf der Handlung einen Blick für sich bekommt, wächst er einem durchaus ans Herz und man kommt dabei vielleicht sogar ins schwärmen. 😉
Hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern, der jedoch durch seinen Ehrgeiz und durch seine, an sich selbst auferlegten Regeln, nicht sofort ersichtlich ist. Eishockey ist für ihn mehr als nur eine Sportart. Der Grund hierfür ist in seiner Kindheit verwurzelt und steht im Zusammenhang mit seinem Vater. Zu diesem hat er ein sehr schlechtes Verhältnis. Warum? Verrate ich natürlich nicht, dass kann jeder für sich selbst herausfinden…

Hannah hingegen steht mit beiden Füßen auf dem Boden. Sie ist kein Mauerblümchen, keineswegs naiv, sondern einfach normal. Sie wirkt in ihrer Art sehr natürlich, was mir sehr gut gefallen hat. Sie studiert im Hauptfach Musik und befindet sich in den Vorbereitungen für ein Auswahlkonzert, als sie von Garrett um Nachhilfe „angefleht“ wird.
Auch sie ist fokussiert, denn von dem Konzert hängt einiges ab. Und auch sie hat eine Vergangenheit, die sie mehr als nur beeinflusst hat. Ebenso, wie das Leben ihrer Eltern, die ihr sehr wichtig sind. Hannah ist bodenständig.
Einen Freund hat sie nicht (die letzte Beziehung liegt ein Jahr zurück), aber sie schwärmt für Julian. Blöd nur, dass sie sich nicht dazu überwinden kann ihn einfach anzusprechen. Dabei ist sie eigentlich nicht schüchtern…
Im Gegenteil. Sie ist ehrlich und sagt auch ihre Meinung frei heraus, achtet jedoch auch darauf dem jeweils anderen dabei nicht auf die Füße zu treten. Nur bei Garrett ist das ein wenig anders.

Die beiden sind wie Katz- und Maus und die Dialoge zwischen den beiden bringen einem zum lachen und zum schmunzeln. Von den Momenten zwischen den beiden konnte ich wirklich nicht genug bekommen. Sie harmonieren unwahrscheinlich gut miteinander und es macht einfach total viel Spaß die langsam entstehende Freundschaft zwischen den beiden zu beobachten. Man schaut gebannt darauf, wie die Grenzen verwischen.

Und obwohl es hier durchaus erzählerische Parallelen zu bereits anderen Romanen in diesem Genre gibt (Zwei Charaktere, die durch ihre Vergangenheit „kaputt“ erscheinen, geben sich gegenseitig halt etc.), hat er mich vollkommen überzeugen können und zum weiterlesen animiert. Ich musste mich wirklich zwingen das Buch kurz mal beiseite zu legen. Ich wollte dauernd wissen, wie es denn nun weitergeht.
Klar, das Ende wird keine Überraschung sein, aber die Art wie die Autorin diese Geschichte erzählt, ist einfach nur toll. Sie lässt sich Zeit, sie überstürzt nichts und dadurch erscheint einem die Handlung so natürlich und authentisch.

Gerne vergebe ich daher 4 Papierblumen, weil mich Elle Kennedy mit dieser Geschichte voll und ganz überzeugen konnte. Die Idee mag vielleicht nicht neu sein, doch sie ist auf eine so natürlich Art erzählt, dass sie mich ins schwärmen bringen konnte und sehr oft zum schmunzeln gebracht hat.
Für Genrefans gibt es von mir daher eine klare Leseempfehlung!NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Bibliothekarin trifft Rockstar…

„Dann löste sie sich lachend, und der Klang legte sein Herz in Ketten, es war, als würden tausend Gitarrensaiten gleichzeitig gespannt. Es schmerzte auf wundervolle Weise. Für einen Moment vergaß er fast, wo er war, so sehr wünschte er sich, dieses unbeschwerte Lachen möge ihm gelten.“ (S. 5)IMG_2211.jpg

Ein hässlicher Skandal in ihrer Kindheit, hatte Molly und ihre Eltern einst im Fokus der Medien stehen lassen. Zutiefst verletzt von den daraus resultierenden Reaktionen vieler Menschen in ihrem Umfeld, hat sich die Bibliothekarin geschworen, ein unauffälliges Leben zu führen.
Doch als sie auf der Party ihrer Stiefschwester den attraktiven Rockstar Zachary Fox begegnet, ist dieses Vorhaben nicht mehr ganz so leicht einzuhalten, wie ursprünglich noch gedacht. Ein One Night Stand, mehr sollte es nicht sein…

„Rock Kiss – Eine Nacht ist nicht genug“ ist in zwei Stränge aufgeteilt, die sich durch den Schauplatz der Erzählung voneinander unterscheiden. Diese Handlungsstränge laufen nicht parallel, sondern ebenso fortlaufend, wie die Handlung, nacheinander ab. So spielt der Roman zu Anfang noch in Neuseeland, wo sich Molly und Fox  kennenlernen und sich im wahrsten Sinne des Wortes stürmisch aneinander herantasten.
Der zweite Teil jedoch wird nach Los Angeles, der Stadt der Schönen und Reichen, verlegt. Die beiden kennen sich hier natürlich bereits besser und ihre Beziehung gerät auf den Prüfstand.
Zwischendurch haben wir hier immer wieder einen Wechsel in der Erzählperspektive, wodurch wir sowohl Fox, als auch Mollys Gedanken verfolgen können und somit mehr ode weniger einen Zugang zu ihnen bekommen.

Die Handlung selbst ist relativ einfach konzipiert. Zu einfach – wird hier sicherlich die ein oder andere Leserin denken. Das Modell von der ‚Liebe auf den ersten Blick‘ wird hier ziemlich ausgekostet.
Molly und Fox fallen bereits nach wenigen Seiten übereinander her. Sie haben kaum ein Wort miteinander gewechselt und doch sind sie ab der ersten Sekunde einander verfallen. Wie kann man hier argumentieren? Okay, er ist eben nur ein Mann. Und sie? Nun, sie ist eben nur eine Frau, die einem berühmten Rockstar gegenübersteht und wohl daher nichts gegen einen One Night Stand hat.
Aber ich konnte mich dennoch nicht damit abfinden. Vielleicht wäre ja zumindest ihr Verhalten verständlicher für mich gewesen, wenn sie von der ersten Seite als ein Groupie zu verstehen wäre. Doch das ist sie keineswegs.
Im Gegenteil. Am Ende ist Fox wohl mehr der Groupie, der nicht mehr ohne seine Molly sein will… Doch woher diese plötzliche Zuneigung zu ihr? Das bleibt unbeantwortet.

Was lässt sich über die Handlung sagen? Ich war ziemlich schnell gelangweilt und hatte das Gefühl, die Autorin drückt permanent die Repeat – Taste…

Wie wird eine Meinungsverschiedenheit gelöst? Antwort: Sex.
Wie jemanden über sein persönliches Schicksal hinwegtrösten? Antwort: Sex
Wie kann man jemanden beruhigen? Antwort: Sex.

Ganz ehrlich, mir was das ganze einfach zu viel. Alles, wirklich alles endet im Schlafzimmer oder wo auch immer.
Die Dialoge sind vorhanden, doch überzeugen nicht wirklich. Stattdessen flüchtet die Autorin davor und lässt Konflikte lieber im Schlafzimmer verstummen. Sie entgeht dabei einer tiefergehenden Handlung, die man hier wirklich vergeblich suchen wird.

Was die beiden als Pärchen angeht, fehlte hier meiner Meinung nach der Funke. Die beiden sind einander verfallen, doch der wirkliche Grund für diese Anziehung bleibt dem Leser verborgen. Man soll sich wohl einfach damit abfinden, dass die beiden „im Leben füreinander bestimmt“ sind. Sie lieben sich und gehören zueinander. Sie gibt alles von sich her, opfert sich, ihr Leben in Neuseeland für diese Liebe und er ist einfach glücklich und genießt sein „Eigentum“. Molly wirkt dabei ziemlich charakterschwach.

Dem Roman von Nalini Singh fehlt es an Humor, stattdessen habe ich mich oft genug beim Augen rollen ertappt. Die Beziehung und auch die Charaktere sind oberflächlich, besitzen keinen Tiefgang. Die Dialoge enden immer auf die gleiche Art. Sie verliert an ihrem eigenen Charakter und er gewinnt dafür seinen persönlichen Betthasen. Nach Funken, Spannung und witzigen Momenten zwischen den beiden sucht man vergeblich. Schade!

Von mir gibt es daher nur 2 Papierblumen…

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Bonny

 

 

 

 

2 Chaoten + x Chaos = Sinn²

„Aber wer weiß, vielleicht bringen wir zwei gerade weil wir Chaoten sind, doch ein wenig Ordnung in das Leben des anderen und machen es gleichzeitig lebenswerter. Vielleicht ist das dann eine neue Form der Chaostheorie: Aus zwei Chaoten und deren Chaos entsteht etwas Neues und Sinnvolles, was eigentlich ganz ordentlich ist.“

IMG_2463Alina und Gabriel könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie kommt aus schwierigen Verhältnissen und muss sich jeden Cent hart erarbeiten. Trotzdem hat sie ein großes Herz. Er ist ein Draufgänger, ein arroganter Bad Boy mit viel Kohle, schnellen Autos und einer Vorliebe für wilde Partys. Alina hilft ehrenamtlich auf der Kinderstation des Krankenhauses aus, wo sie die schwer kranke Mia betreut. Hier trifft sie auf Gabriel, der nach einer Schlägerei Sozialstunden ableisten muss. Sofort geraten die beiden aneinander. Doch als sie Mia einen Herzenswunsch, eine Reise in die USA, ermöglichen wollen, gehen die beiden einen ungewöhnlichen Deal ein…

Eine positive Eigenschaft von Chaostheorie der Liebe ist sicherlich, dass man schnell in die Handlung findet. Der Leser wird hier nicht mit ausschweifenden Informationen über Charaktere und deren bisherigen Erlebnissen in ihrem Leben erschlagen, sondern bekommt die „Lebensgeschichte“ kurz und bündig erklärt.

Auf den ersten Seiten lernt man sogleich Gabriel kennen, der sich in einer Selbsthilfegruppe wiederfindet, zu die ihn sein Vater verdonnert hat, nachdem Gabriel durch seinen Drogenkonsum verhaltensauffällig wurde. Sein Vater versucht ihm damit ganz klar die Pistole auf die Brust zu setzen und ihn damit auf seine Weise zu retten.
Gabriel leugnet seine Sucht. Als Leser bemerkt man schnell, dass er zwar noch einen relativ nüchternen Blick auf sein Kokainkonsum hat, doch die Entfernung zu einer exzessiven Sucht beträgt nur noch wenige Schritte.
Alina ist an diesem Tag ebenfalls in der Selbsthilfegruppe anwesend, doch anders als Gabriel ist sie dort, um ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Welche Auswirkungen haben Drogen auf ein Menschenleben und was macht diese Sucht mit den Mitmenschen? Die Sucht zerstört nicht nur denjenigen, der die Drogen konsumiert. Sie zerstört auch das Leben jener, die unmittelbar daneben stehen. Hilflos. Schuldig und machtlos.

Weniger gelungen fand ich dagegen das Erzählverhalten, das mich nur teilweise überzeugen konnte. Chaostheorie der Liebe wird zwar mit einem abwechselnden Blick auf Alina und Gabriel erzählt, doch die hier angewandte Er-/ Sie- Erzählperspektive erwirkt eine Distanz, die mir keinen wirklichen Zugang zu den beiden ermöglichen konnte.
Ein personaler Ich- Erzähler hätte mir einen ganz anderen Weg zu der Geschichte ermöglicht. Mir hat es teilweise gefehlt, dass ich nicht in die Gedanken und Gefühle von den beiden Protagonisten blicken konnte.Man weiß nicht, was in den Charakteren wirklich vorgeht, welche Wirkung eine Situation auf Alina oder Gabriel hat. Man erfährt es nur dann, wenn sie es in einem Gespräch selbst zulassen und ihre Gedankengänge in Form eines Geständnisses zum Ausdruck bringen.
Ich konnte nicht wirklich mit den Charakteren mitfühlen, konnte ihre Sorgen teilweise nicht nachvollziehen oder ihre Beweggründe verstehen, warum sie agieren, wie sie eben in dem Moment agieren. Emotional war ich mit den Charakteren nicht auf einer Wellenlänge, was ich sehr schade fand. Stattdessen war mein Blick nüchtern und neutral und die Figuren und ihre Geschichte konnte mich damit nicht so berühren, wie sie eigentlich sollte.

Nach der ersten Begegnung in der Selbsthilfegruppe sehen sich Alina und Gabriel im Krankenhaus wieder. Sie ist hier Ehrenamtliche Helferin und er derjenige, der seine Sozialstunden ableisten muss.
Gabriel ist zu Beginn des Romans eine ziemliche Diva, mit einer großen Klappe. Er ist der Meinung, das er sein Leben vollständig im Griff hat, schließlich ist er in seinem Job erfolgreich. Man merkt aber, wie er durch den Druck in seiner Umgebung immer mehr an Kontrolle verliert. Den Konsequenzen ist er sich nicht wirklich bewusst. Will sie möglicherweise auch nicht wahrhaben. Doch als er mit den ersten Nebenwirkungen seines Drogenkonsums konfrontiert wird, ist klar: er kommt wohl doch nicht so leicht vom Kokain los, als wir eigentlich denkt…
Was seinen Charakter betrifft, war ich zu Anfang ziemlich skeptisch. Gabriel erschien mir sehr unsympathisch. Doch es war spannend, seine Entwicklung zu verfolgen. Diese ist ein langer Prozess, der dem Leser wie ein „Aufwachen“ erscheint. Er lernt die Menschen in seiner Umgebung zu verstehen, sieht Probleme, Missstände, Schicksale anderer Menschen und will daran etwas ändern. Gabriel findet seine Menschlichkeit.

Alina war mir da am Anfang durchaus sympathischer, auch wenn sie wie ein Engel erscheint, der die Welt zu einem besseren Ort wandeln möchte. Daran ist natürlich nichts auszusetzen, doch dadurch projiziert sie sich über alle anderen und verurteilt Menschen vorschnell. Das kann ins Auge gehen. Doch auch sie hat es nicht leicht und bekommt im Leben nichts geschenkt. Auch sie lernt einiges dazu.
Die Nebencharaktere bleiben in diesem Roman eher blass, denn der Blick liegt auf den beiden Hauptcharakteren. Ein wichtiger Nebencharaktere ist jedoch Mia. Sie ist Patientin in jenem Krankenhaus, wo Alina und Gabriel tätig sind.
Sie schottet sich von dem Mitleid in den Augen der anderen ab. Doch Gabriel findet einen Draht zu ihr, denn Er nennt eben die Dinge beim Namen, beschönigt nichts und sagt gerade heraus was er denkt. Für Mia ist er der ideale Gesprächspartner, weil er ihr gegenüber eben nicht in triefendes Mitleid verfällt.

Die Dialoge zwischen den Charakteren konnten mich nicht hundertprozentig überzeugen. Sie wirken manchmal zu mechanisch und steif. Manchmal erschienen mir die in den Gesprächen wiedergegebenen Gedankengänge zu analysiert, durchdacht und haben einen Hinweis auf die Handlung gegeben. Einige Momente wirkten darüber hinaus zu gestellt, zu perfekt.
Die Spannungskurve verläuft wie eine Achterbahnfahrt. Zwischendurch fehlte es mir an interessanten Momenten, die mich an der Geschichte kleben lassen. So konnte mich Beispielsweise ein Treffen bezüglich der Kleiderabsprache oder auch einige Gesprächsinhalte nicht wirklich überzeugen.
Bis die Geschichte dann doch an Tempo zulegt. Ein Flug nach Amerika und der dortige Aufenthalt gibt dem Roman genau dir richtige Dosis an Spannung und einen tollen Überraschungsmoment, der mich zum schmunzeln bringen konnte. Die Geschichte wird lebendiger und man merkt, wie die Handlung und die Charaktere sich plötzlich entwickeln. Gabriel wächst als Charakter und legt quasi eine 180° Wendung hin. Dennoch hat man das Gefühl, dass er immer noch er selbst ist und diese Wendung keinesfalls an den Haaren herbeigezogen ist. Auch die Gefühle zwischen den beiden entwickeln sich langsam. Sie merken es selbst kaum.

Es handelt sich hierbei keineswegs um einen kitschigen Liebesroman. Eher um einen lebensnahen Roman, mit zwei Lebensgeschichten, die lernen einander mit ihren Erfahrungen zu unterstützen. Zwei Chaoten lernen sich kennen, bringen ihr persönliches Chaos in das Leben des anderen und am Ende ergibt es einen Sinn. Sie geben sich in den richtigen Momenten Kraft.

Und auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, hat mich dieser Roman dennoch gut unterhalten. Er greift verschiedene Themen auf, wie: die Drogensucht, die Differenz zwischen sozialen Schichten, sowie der Umgang mit Krankheit und den Tod. Es geht um die Suche nach sich selbst, um die Verarbeitung von negativen Erlebnissen und den Umgang mit dem eigenen Schicksal, als auch darum sich einander Halt zu geben. Zwar taucht Chaostheorie der Liebe hier nicht sonderlich tief in die Thematik ein, dennoch wird die Geschichte realistisch und nachvollziehbar erzählt. Außerdem gibt es zwischendurch auch leise Momente, die einen zum nachdenken anregen oder über die man vielleicht sogar selbst schon einmal nachgedacht hat.

Von mir gibt es für diesen Roman 3 Papierblumen!NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Ein ganz besonderer Buchclub!

„Ich musste bei dem Gedanken lächeln, was für unterschiedliche Charaktere beim Dinner unseres Lesezirkels aufeinandertrafen. Ich freute mich darauf, wobei ich gleichzeitig auch ein bisschen nervös war, was der Abend wohl für uns alle bereithielt.“ (S. 264)

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Alice, Miriam, Connie, Abigail und Sophie sind die besten Freundinnen und haben auf unterschiedlichen Wegen zusammengefunden. Sie plaudern, lachen, lesen und diskutieren gemeinsam in ihrem monatlich stattfindenden Buchclub.
Doch eine fehlt – Lydia. Vor drei Jahren starb sie an Krebs. Ihr letzter Wunsch an die Freundinnen: Ihr Mann (Jon) sollte in den Club aufgenommen werden. Seitdem ist auch Jon bei jedem Treffen dabei.
Die Freundschaft hat allen dabei geholfen, mit dem schweren Verlust fertigwerden. Nur Alice ist nicht glücklich. Eine Dating – Katastrophe jagt die nächste. Kein Mann scheint richtig zu sein für die Innenarchitektin.
Ihre Freundinnen sind fest entschlossen, Alice zu ihrem Glück zu zwingen, denn sie ahnen, dass es näher liegt, als Alice sich eingestehen will.

Bei „Die Bücherfreundinnen“ handelt es sich um einen leichten und erfrischenden sommerlichen Roman, der mich durch seine natürliche und ungekünstelte Art überzeugt hat. Ich hatte durchgehend Freude beim Lesen und es gab keinen Moment, wo bei mir Langeweile aufkam.

Der Roman wird aus der Perspektive von Alice erzählt. Sie ist eine wirklich sehr sympathische Protagonistin, die immer sie selbst ist und sich nicht verstellt. Entweder man akzeptiert sie, so wie sie ist oder man lässt es halt bleiben. Sie vertritt klar ihre Meinung und ist dabei ehrlich.
Diese Ehrlichkeit wissen ihre Freundinnen durchaus zu schätzen. Daher suchen sie auch immer wieder ihren Rat auf.
Nur bei ihren eigenen Gefühlen steht sie auf dem Schlauch und beweist bei Beziehungen kein glückliches Händchen. Den daraus resultierenden Enttäuschungen versucht sie mit Humor zu entgegnen. Sie lässt sich nicht unterkriegen, doch seien wir ehrlich: Wird einem das Herz gebrochen, dann tut das verdammt nochmal weh!

Ich, als Leserin mochte Alice von Anbeginn des Buches. Genauso wie auch die anderen Charaktere, die für viel Abwechslung im Handlungsverlauf sorgen und der Geschichte realistische Lebendigkeit verleihen. Man wird selbst zu Alice, teilt die Sorgen der anderen und erfreut sich an den Gesprächen im Buchclub.

Zugegeben, auf den ersten Seiten bin ich mit den Namen noch ziemlich durcheinander gekommen und wusste noch nicht durch welche Charakterzüge sich Alice, Miriam, Connie, Sophie oder Abigail voneinander unterscheiden. Doch nach und nach lernt man sie sowohl kennen, als auch lieben.
Das Taschenbuch verfügt aber auch über einen Klappentext, wo sich eine kurze Auflistung zu Person, Alter und den entsprechenden Lebensumstände finden lässt. Diese hat mir sinnvollerweise dabei geholfen einen ersten Überblick zu gewinnen.

Der Aufbau des Romans selbst ist ebenfalls gelungen. Die Kapitel sind kurz und obwohl ich zu einem Tag Lesepause „gezwungen“ war, habe ich sofort wieder in die Geschichte hineingefunden.

Die Freundinnen treffen sich einmal im Monat zu einer gemütlichen Runde, wo sie das entsprechende Buch besprechen, auf das sie sich im Vorfeld geeinigt haben. Dabei kommen natürlich auch immer wieder private Sorgen, Ängste, Krisen und das Liebesleben zur Sprache.
Ausgiebige Gespräche, die Literaturkritik enthalten sind hier jedoch nicht zu finden. Dies würde aber auch nur zu einer überflüssigen Langatmigkeit im Handlungsverlauf führen. Stattdessen kommt man auf den Geschmack einen eigenen Buchclub zu gründen! 😉

Ein Gründungsmitglied des Buchclubs war Lydia. Sie ist jedoch vor drei Jahren verstorben. Zu Anfang des Romans schieben sich kurze Kapitel aus der Zeit ein, als Lydia noch lebte. Diese Kapitel sind durch kursive Schrift gekennzeichnet und vermitteln dem Leser die Lücke, die durch ihren Tod entstanden ist.
Es gibt damit nicht nur humorvolle und witzige Lesemomente, sondern auch traurige und nachdenkliche Augenblicke. Dialoge, die einen das Gesagte nochmals rekapitulieren lassen.

„Die Bücherfreundinnen“ erzählt vom Leben. Es besteht aus Höhen und Tiefen. Nicht selten erleidet man Rückschläge und es ist nicht immer leicht, sich danach wieder aufzuraffen. Alice und ihre Freund helfen und unterstützen sich und sprechen sich Mut zu. Geben sich einen Schubs in die richtige Richtung und weisen einander (leise) darauf hin, wenn jemand dabei ist einen Fehler zu begehen. Nichts wird hier überspitzt, sondern stattdessen wirkt der gesamte Roman echt. Ungekünstelt.

Die Freundschaft ist am Ende eines der wichtigsten Puzzleteile zum Glück.

Auch wenn der Leser schnell vermutet, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, klebt man dennoch gespannt an den Seiten und fiebert mit der Protagonistin mit. Durch die Leichtigkeit in der Erzählweise eignet sich dieses Buch ideal für zwischendurch.

Mir hat „Die Bücherfreundinnen“ gezeigt, dass ein guter Roman nicht immer ein großes Feuerwerk haben muss, sondern einfach nur ein charmanter Schreibstil und eine Geschichte, die einfach in sich stimmig ist.

Von mir gibt es 4 Papierblumen!NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Absolut mein Typ!

„Noch einmal lese ich die zehn Punkte und bekomme eine Gänsehaut, als mein Blick auf das Abseilen fällt. Vielleicht kommt er ja zu mir zurück, bevor ich bei Punkt 10 bin.“ (S. 49)

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Besitzt du eine Bucket-List?
Entweder zu denkst jetzt: ‚Ja, klar! Das Leben ist viel zu kurz, um es nicht durchzuplanen!‘
Für dich ist es eine traurige Vorstellung, nicht all das gesehen oder getan zu haben, was du dir einst vorgenommen hast… Man hat nie barfuß im Regen getanzt oder ist mit einem Kamel durch eine Wüste geritten, wie man es sich immer schon erträumt hat.
Oder aber du denkst gerade: ‚Was ist denn eine „Bucket-List“? Ist das eine Liste mit Backrezepten?‘ Nein, keineswegs! Bei der Bucket-List handelt es sich um eine To-Do-Liste, mit all den Dingen, die man einmal in seinem Leben getan haben möchte, bevor ein bestimmter Zeitpunkt (zum Beispiel sein 40. Geburtstag) erreicht wird.

Abi hat keine solche Liste, aber sie findet eine. Diese gehört keinem geringeren, als ihrem Ex-Freund, der sie erst vor wenigen Wochen verlassen hat. Eingeleitet mit den Worten: „Wir müssen Reden.“ und der darauf folgenden Begründung:

„Ich glaube nicht, dass wir die gleichen Dinge vom Leben wollen.“ (S. 23)

Abi hingegen ist sich sicher, in Joseph ihren Traummann gefunden zu haben, mit dem sie den Sonnenuntergang in Portsmouth beobachten und alt werden will.

Sie ist am Boden zerstört und daher erscheint es ihr wie ein Geschenk vom Himmel, dass er ihr wenige Tage später eine Kiste mit ihren Sachen vor die Tür stellt. Klar, eigentlich bedeutet das: Jetzt ist es endgültig aus! Für Abi jedoch ist diese Kiste eine Schatztruhe, mit einem Stück Papier, auf dem genau steht, wie sie ihren Traummann zurückerobern kann. Arbeitet sie diese Punkte auf der Liste ab, wird Joseph erkennen, dass sie die perfekte Frau für ihn ist und alles wird gut. Das hört sich im ersten Moment doch gar nicht so schwer an, doch ein genauer Blick zeigt, dass man dummerweise ein sportbegeisterter Adrenalin Junkie sein muss, um dabei zumindest ein bisschen Spaß zu haben.
Surfen, mit dem Fahrrad an einem Tag um eine Insel radeln, Berge erklimmen und den höchsten Turm der Stadt besteigen? Alleine bei dem Gedanken spürt Abi, wie ihre Knie weich werden.

Abi ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Das hat es mir leicht gemacht, in den Roman hineinzufinden. Sie ist amüsant, bezeichnet sich selbst als unsportlich und investiert sehr viel Zeit für ihren Traumberuf, als Grafikdesignerin. Damit ist bereits ersichtlich, dass sie ein sehr kreativer Mensch ist, doch gleichzeitig denkt sie auch viel über mögliche Konsequenzen nach und fördert damit ihre Ängstlichkeit. Für den Leser ist das manchmal anstrengend mitzuverfolgen.

Einige Punkte auf Josephs Liste, sind natürlich nicht leicht zu erfüllen, aber mal ehrlich… Einmal gelernt ist es doch nicht so schwer mit einem Fahrrad zu fahren? Aus Abis Sicht, fühlt man sich jedoch auf dem Rad beinahe so, als würde man mit Skiern eine Schanze hinuntersausen. Beim lesen hat mich ihre Furcht in solchen Momenten leicht genervt und war für mich auch nicht unbedingt nachvollziehbar.
Aber (und das ist sehr positiv), Abi gibt trotz ihrer Angst nicht auf, sondern verfolgt ihr Ziel mit festem Blick. Dieser Wille konnte mich gleichzeitig auch wieder begeistern und hat mir die Protagonistin sympathisch werden lassen.
Deshalb hat es mir auch sehr viel Lesevergnügen bereitet, Abi bei ihren Aufgaben zu begleiten und ebenso ihre Entwicklung mitzuverfolgen. Und diese Veränderung ist von der Autorin realistisch aufgebaut, so dass man selbst auch noch etwas dabei lernen kann. Und ein Roman, der so etwas auslösen kann, der ist durchaus lesenswert!

Mit jeder Herausforderung, wächst Abi ein klein wenig über sich hinaus und mit jeder Herausforderung, wäre man selbst gerne an Abis Stelle. Wenn man aus diesen Erlebnissen so viel lernen kann, dann kann die Aufgabe nicht groß genug sein. Abi wird mutig, verlässt ihre Komfortzone und überwindet ihre Unsicherheit. Sie traut sich und gewinnt dadurch an Stärke und Charakter.
Was sie am Ende des Romans erkennt, mag vielleicht vorhersehbar sein, doch es bereitet dem Leser einfach super viel Spaß, Abi bis dorthin zu begleiten.

Aber nicht nur die Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen. Es sind auch die Nebencharaktere, die den Roman so erfrischend erscheinen lassen. Mal abgesehen von Joseph, war mir insbesondere ihre beste Freundin Sian, sowie Ben und Giles, ein Arbeitskollege aus ihrem Büro sehr sympathisch.
Abi lernt sie im Verlauf der Handlung immer besser kennen, schließt überhaupt neue Freundschaften und entdeckt, dass die Welt viel mehr Personen für sie bereithält, als nur ihren „Traummann“ Joseph.

Die Handlung in „Eigentlich bist du gar nicht mein Typ“ besteht jedoch nicht nur aus der Erfüllung der Bucket-List, sondern ist dabei auch ziemlich spannend gestaltet! Hierauf möchte ich jedoch nur sehr wenig vorwegnehmen, aber so viel sei gesagt: Abi werden auch Steine in den Weg gelegt und sie hat so manche Hürde zu überwinden. Doch wer steckt dahinter? Verbunden ist das Ganze mit einem mulmigen Gefühl und einer inneren Wut, die sich beim lesen in einem aufbaut, weil man mit Abi mitfühlt und ihr gerne helfen möchte.

Erfrischend, romantisch, herzerwärmend und noch dazu spannend! Was will man mehr? Für mich ist dieser Roman die perfekte Sommerlektüre, mit einer leichten Geschichte, die dennoch ganz klar zu überzeugen weiß. Die Umsetzung ist meiner Meinung nach absolut gelungen :-).

Und zum Schluss enthält das Buch eine gelungene Message. Wir lernen, dass uns To-Do-Listen dabei helfen können neuen Schwung in unser Leben zu bringen und uns damit aus Löchern heraushelfen können, in die wir vielleicht fallen, wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Wir sollten nicht immer die Fehler bei uns suchen, wenn es um das Thema ‚gescheiterte Beziehung‘ geht. Es liegt nicht nur an einem selbst, sondern zu einer Beziehung gehören schließlich immer zwei Menschen. Und wenn es nicht funktioniert hat, dann haben die beiden Puzzlestücke einfach nicht zusammengepasst.
Letztlich sollte man seinen eigenen Träumen folgen und genau das ist der Schlüssel zum Glück.

Ich kann diesen Roman wärmstens empfehlen und gebe ihm verdiente 4 Papierblumen!NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Bonny

Leider konnte mich diese Liebesgeschichte nicht überzeugen…

„Für mich gab es nur zwei Sorten Männer. Solche, die nett, liebevoll und zuvorkommend waren und später zu Ehemännern und Familienvätern taugten, und solche, vor denen mich meine Mutter stets gewarnt hatte. […] Männer, die man nur schwer haben konnte, wie eine gute Havanna in den USA oder Bananen im ehemaligen Ostblock.“

HalbzeitküsseLillian liebt ihren Beruf als Reporterin und hat auch kein Problem damit für das Magazin Vip & Style das Privatleben der Promis in London auseinander zu nehmen.
Als ihre Chefin sie jedoch darauf ansetzt das Fußballteam von London City während der Champions League Saison zu begleiten, um prickelnde Details über das Privatleben der Fußballstars herauszufinden, ist sie weniger begeistert von dieser Idee. Sie mag Fußball noch nicht einmal. Und auch die Mannschaft empfängt sie nicht mit offenen Armen, denn ihr Ruf eilt ihr voraus.
Doch dann lernt sie das Team besser kennen und vor allem Jamie O’ Conner offenbart sich als weniger kratzbürstig, als zunächst angenommen.
Und schon bald sieht sich Lillian vor der Wahl zwischen ihrer Karriere und Jamie gestellt…

Halbzeitküsse von Alexandra Görner hat mich als leidenschaftliche fußballliebende Leseratte, die gerne mal zwischendurch zu diesem leichteren Genre greift, sehr neugierig gemacht!
Schon oft habe ich mich gefragt, wann endlich mal ein/e Autor/in auf die Idee kommt, nicht den von vielen amerikanischen Schriftsteller/innen aufgegriffenen Themenbereich Football in ihren Roman einzubinden, sondern den hier in Europa geliebten Fußball.
Das dies durchaus unterhaltsam sein kann, wissen wir spätestens seit dem Film zu Bend it like Beckham. Daher fand ich die Idee von Alexandra Görner durchaus erfrischend!

Doch leider konnte mich dieser Roman von ihr nicht überzeugen. Dies lag jedoch keineswegs an dem Schreibstil der Autorin, der leicht verständlich und gut lesbar war und sich kaum von anderen Romanen in diesem Genre abgrenzt, sondern dies lag vielmehr an der Umsetzung der hier erzählten Liebesgeschichte und der daraus resultierenden Glaubwürdigkeit.

Erzählt wird Halbzeitküsse aus zwei Perspektiven.
Da hätten wir einmal: Jamie O’ Conner. Ein Profifußballer, der seit der neuen Saison für das Team London City spielt. Sein Wechsel von Manchester United liegt noch nicht lange zurück und mit seinem neuen Verein ist er nicht wirklich zufrieden. Auf den ersten Seiten wirkt Jamie genervt, wütend und unzufrieden. Auf den knapp 300 Seiten fehlt es ihm an Leidenschaft für den Sport, den er ausübt. Er wirkt nicht wirklich konzentriert und zu sehr von seiner Außenwelt abgelenkt.

Seit wann spielt er Fußball? Was liebt er an diesem Sport? Wie hat er überhaupt den Weg dorthin bestritten, wo er sich gegenwärtig befindet? Wurde er von einem Talentscout entdeckt? All diese Fragen werden kaum oder gar nicht beantwortet.

Die größte Schwachstelle von diesem Roman ist die fehlende Atmosphäre. Wenn man sich dazu entscheidet eine Liebesgeschichte zu schreiben, die im Profifußball – Milieu spielt, dann will man als Leser auch gerne etwas davon bemerken. Leider war das kaum spürbar.

Das Team von Jamie spielt in der Champions League. Es ist der Traum eines jeden Fußballers hier überhaupt Spielzeit zu bekommen oder gar ein Spiel mit seinem Team zu gewinnen. Eine Niederlage ist bitter und ein Sieg könnte nicht schöner sein. Doch die Umsetzung eines hier errungenen Sieg in der Königsklasse des Fußballs ist gleichzusetzen mit einem gewonnenen Vorbereitungsspiel für die neue Saison…
Der Sport selbst, die Erfahrungen auf dem Spielfeld und die Leidenschaft für dieses Spiel bleiben dem Leser verborgen. Man hätte hier super gut mit den Ängsten oder den Befürchtungen eines Profisportlers arbeiten können. Mit dem Blick auf die Verletzungsgefahr, mit dem Druck in einer Mannschaft, wann man nicht fit genug ist und auf der Ersatzbank platz nehmen muss… All das ist nicht gegeben und dadurch geht hier sehr viel Atmosphäre verloren!

Natürlich könnte man nun argumentieren: ‚Aber hier handelt es sich doch um einen Liebesroman…‘. Klar! Aber was ist ein Liebesroman ohne Atmosphäre, ohne Spannung und ohne Leidenschaft? Und wo kann man mehr Leidenschaft finden, wenn nicht im Fußball?
Und das hätte die hier erzählte Liebesgeschichte sicherlich unterstützen können…

Ich weiß nicht, ob die Autorin sich nicht getraut hat hier in die Tiefe zu gehen oder ob sie sich überhaupt wirklich mit dem Thema Fußball befasst hat. Letztlich hatte ich immer das Gefühl, dass die Autorin sich an den klassischen Klischees bedient hat, die man immer wieder über den Profifußball hört.

Bei der zweiten Erzählerstimme handelt es sich um Lillian Loman. Sie begleitet die Mannschaft von London City auf ihren Auswärtsspielen im Viertel-, Halbfinale und letztlich auch im Finale. Doch von Druck ist hier kaum etwas in der Mannschaft spürbar.
Normalerweise liegen die Ligaspiele und die Spiele in der Champions League sehr dich beieinander. Und auch wenn man das Finale in der Königsliga gespielt hat, dann ist die Saison normalerweise beendet. Doch hier gibt es kaum noch einen Bezug zur Realität. Die Saison läuft einfach weiter…

Lillian wirkt eigentlich recht sympathisch. Sie steht dennoch Mitten im Leben und weiß, was sie will.
Doch ihre Chefin verfolgt einen ganz anderen Plan und stellt Lillian vor die Wahl: entweder sie räumt ihren Schreibtisch oder sie begleitet das Fußballteam von London City während der bereits laufenden Champions League Saison, um an die Geheimnisse der Spieler zu gelangen…

Lillian und Jamie können sich bereits auf den ersten Seiten nicht sonderlich gut leiden und man kann hier wirklich schon von Hass sprechen.
Man sagt ja Hass und Liebe liegen nah beieinander, doch der Wandel von Hass zur Liebe zwischen Jamie und Lillian ging mir dann doch zu schnell und war kaum nachvollziehbar. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin plötzlich keine Lust mehr dazu hatte, dass die beiden sich streiten und lässt sie daher einfach mal übereinander herfallen…
Ich konnte die Anziehung zwischen den beiden nicht nachvollziehen und die Beziehung zwischen den beiden war mir daher auch zu oberflächlich.

Das Lillian als Journalistin arbeitet, nimmt man ihr auch nicht wirklich ab. Sie stellt kaum Fragen bzw. man ist als Leser auch nie wirklich dabei. Stattdessen wir man immer wieder mit ein oder zwei Sätzen abgespeist, wo erklärt wird, worum es in dem vorangegangenen Gespräch ging.
Wir erfahren an einer Stelle, was sie über einzelne Teammitglieder herausgefunden hat (typische Skandale im Fußball, wie wir sie selbst aus der Klatschpresse kennen). Wie sie jedoch darauf gekommen ist, bleibt dem Leser verborgen. Weibliche Intuition? Irgendwie wird sie ja zu ihrem Job gekommen sein…
Ich hätte es besser gefunden, wenn man als Leser wenigstens ein klein wenig miterlebt und nicht einfach eine Zusammenfassung hingeklatscht bekommt. Hier geht Spannung verloren!

Damit hat es sich die Autorin nicht nur ziemlich leicht gemacht (Problem gelöst! Man ist dann und wann schon in diesem oder jenen Gespräch zu der Lösung gelangt…), sondern sie hat hier ebenfalls wieder Atmosphäre verloren.
Außerdem bekommt man kein Gefühl für die Nebencharaktere in diesem Roman. Sie bleiben einem vollständig fremd.
Bis zur letzen Seite konnte ich kaum jemanden aus Jamies Team voneinander unterscheiden. Sie sind wie dunkle Schatten, die zwischendurch mal genannt werden, weil Fußball schließlich ein Teamsport ist…

Die Handlung verfügt über einige Herausforderungen, die den beiden in den Weg gestellt werden. Diese verleihen der Geschichte teilweise ein wenig Spannung. Doch hier fehlte es mir an Ideen. Vieles ist mir bereits in anderen Romanen in diesem Genre begegnet und ein blödes Missverständnis, welches unnötig in die Länge gezogen wird nervt einfach nach wenigen Seiten nur noch. Gab es keine bessere Idee für eine mögliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Protagonisten?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Roman für den Genreerfahrenen Leser kaum etwas überraschendes bereit hält. Es fehlt an diesen kleinen besonderen Ideen, unerwartete und witzige Momente, zwischen den beiden Protagonisten. Damit hätten Jamie und Lillian einem ans Herz wachsen können.
Die Charaktere bleiben (außer vielleicht noch Jamie) ziemlich flach und uninteressant. Nebencharaktere sind nur vorhanden, weil man sie irgendwie braucht.
Und wer sich ein wenig mit Fußball beschäftigt hat, der wird hier einige Fehler bemerken und dem wird hier auch einfach etwas fehlen. Mich hat Halbzeitküsse daher ziemlich enttäuscht, obwohl ich die Idee eigentlich sehr gut fand.

Wer jedoch einfach etwas leichtes und lockeres für zwischendurch sucht, wo die Interaktion lediglich auf die beiden Protagonisten beschränkt ist, der kann sich Halbzeitküsse gerne mal anschauen.

Von mir gibt es 2 Papierblumen.

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(Dieses ebook habe ich auf vorablesen.de gewonnen.)