O schwöre nicht beim Mond…

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IMG_3268Das Drama

Romeo und Julia – von keinem geringeren als William Shakespeare – zählt für mich zu einer der tragischsten, dramatischsten und zugleich mitreißensten Liebesgeschichten, die jemals geschrieben wurde.
Dieses Drama diente bereits vielen Autoren, Filmproduzenten und Musikern als Quelle der Inspiration. Die Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ von Gottfried Keller (1856), das Musical „West Side Story“ (1957) oder auch Tschaikowskis Fantasie Overtüre (1869) zu „Romeo und Julia“ sind nur einige wenige Beispiele hierfür. Sicherlich fallen euch noch weitere Filme, Bücher als auch Lieder (oder Musikvideos) ein, die das bekannte Stück als Vorlage verwendet haben.

Dabei erscheint die Handlung doch relativ leicht gestrickt. Aus zwei verfeindeten Familien entspringt ein Liebespaar, welches sich auf den ersten Blick und Hals über Kopf ineinander verliebt. Doch die Liebe steht unter keinem guten Stern und damit nimmt die Tragödie ihren Lauf. Tragisch und Diskussionswürdig, wenn man das genaue Alter von Romeo (ca. 18) und Julia (ca. 14) betrachtet.

Zwei naive Charaktere die ich in jedem anderen Roman verfluchen würde, doch Shakespeare verleitet mich dennoch dazu mit den beiden mitzufiebern und am Ende die Taschentücher zu zücken.

Ich glaube, was uns am meisten an dieser Geschichte so fasziniert ist die Liebe die nicht sein darf. Die verbotene Liebe. Und wenn wir spätestens jetzt die Geschichte von „Adam und Eva“ betrachten, dann wissen wir doch, dass gerade die verbotenen Dinge verlockend sind und uns in unser persönliches Unglück stürzen lassen.  Oder würdest du etwa nicht von dem roten Apfel kosten?
Wir können das Szenario auch in die „Buchsprache“ übersetzen: Stell dir vor es gibt ein Buch, welches niemand lesen darf. Kein Mensch auf dieser Welt. Es ist verboten. Doch du siehst es jeden Tag dort auf dem Tisch liegen und dann ist da plötzlich dieser unbeobachtete Moment (denkst du) und du trittst näher und näher an das Buch heran. Nun liegt es vor dir. Wenn du jetzt sagst, dass du niemals den Buchdeckel aufschlagen würdest, dann ist das eine Lüge ;-). Aber ich schweife ab…

Der FilmIMG_3269

Den Namen Baz Luhrmann kennen wir nicht erst seit seinen Verfilmungen zu „Moulin Rouge“ oder „Der große Gatsby“, sondern seit seiner epischen Neuübersetzung von „William Shakespeares Romeo + Julia“ (1996). Dieser Film gehört ganz klar zu meinen Lieblingsfilmen, was daran erkennbar ist, dass ich ihn auswendig mitsprechen kann. Er ist nun bereits über 20 Jahre alt und fasziniert mich noch immer mit seiner überzogenen, bunten Filmsprache und genialen Charakteren, die dermaßen überzeichnet sind, dass sie schon wieder normal erscheinen. Baz Luhrmann hat mir in Gestalt von Leonardo DiCaprio gezeigt, dass Hawaii-Hemden sexy sein können.

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Die Musik

Doch kommen wir nun zum eigentlichen ausschlaggebenden Grund für meinen Beitrag. Meine Quelle der Inspiration hierfür war das vor einigen wenigen Tagen erschienene Album „hopeless fountain kingdom“ von Halsey. Die hat sich wiederrum von Baz Luhrmanns Verfilmung inspirieren lassen und der hat sich bekanntlich ja bei Shakespeare bedient. Eine lange Kette, die uns beweist, dass „Romeo und Julia“ immer aktuell sein wird und eine der größten Liebesgeschichten ist, die jemals geschrieben wurde und in der wir uns vielleicht auch immer ein Stück wiedererkennen werden.

Doch was ist mir in den letzten Tagen eigentlich wiederfahren, dass ich nun keine Rezension zu einem Buch schreibe, sondern einen liebestollen Beitrag zu Shakespeare und all jenen Dingen, die sich von ihm ableiten? Nun eigentlich war ich nur auf der Suche nach neuer Musik (😬) und dann bin ich in den Neuerscheinungen auf Halseys Album gestoßen. Ich kannte sie bereits durch das Duett mit „The Chainsmokers“ und auch ihr Debütalbum war mir bereits bekannt. Jedenfalls der ein oder andere Song. Also dachte ich mir, dass ich mal kurz hineinhöre und (vielleicht mag ich übertreiben) es war eine der besten Entscheidungen die ich in der letzten Woche (😜) getroffen habe! Dieses Album hat mich erneut dazu gebracht mich zu verlieben. In Shakespeares Drama… versteht sich.

„hopeless fountain kingdom“ startet mit einem Prolog, der mir im wahrsten Sinne des Wortes die Luft zum Atmen genommen hat (wobei wir wieder bei den Filmzitaten wären: „Wie kannst du außer Atem sein, wenn du noch Atem hast um mir zu sagen das du außer Atem bist?“) und mich denken ließ: wie genial ist das denn bitte?! Sofort kam mir in den Sinn: „Das kenne ich doch!“ und dann die Erkenntnis: „Shakespeares Prolog!“.

Es handelt sich hierbei ganz klar um ein Konzeptalbum und darin erzählt sie eine Geschichte, mit persönlichen Zügen. Darin geht es um Selbstzweifel, gescheiterte Beziehungen in der sie sich selbst aufgeopfert hat und unter anderem zu einer Marionette geworden ist. Mit „Sorry“ hat sie mich dann zu Tränen gerührt und dann mit „Good Mourning“ (ja, richtig geschrieben) und seinem „creepy“ Klang wieder aufgeweckt.

Vielleicht bin ich verblendet oder habe gar eine rosarote Brille auf, aber mich konnte „hopeless fountain kingdom“ mit jedem Song überzeugen (was für mich persönlich bei einem Album mit 16 Titeln wirklich merkwürdig ist, weil ich meistens ein oder zwei Songs gar nicht mag) und das Konzept ist meiner Meinung nach aufgegangen. Ich erkenne „Romeo und Julia“ wieder und im Zusammenspiel mit Baz Luhrmann (siehe Musikvideo), Halseys wundervollen Stimme und einigen Zitaten von Shakespeare hat sie etwas geschaffen, dass ich brauchte – ohne zu wissen, dass ich es brauche! 😂

Also sollte dort draußen jemand Shakespeare lieben und ebenso Baz Luhrmanns Verfilmung zu „Romeo und Julia„, dann hört gerne mal ins Album hinein und verliebt euch wie ich, erneut in Shakespeares bekannte Liebesgeschichte.

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Ich möchte gerne von euch wissen:

Welche Bücher, Filme und Lieder kennt ihr, die sich „Romeo & Julia“ zur Vorlage genommen haben?

Bonny

Adventskalender – Türchen 4

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Heute möchte ich euch passend zum zweiten Advent meine persönliche Top 3 der schönsten Weihnachtsfilme präsentieren. Wenn man sich die Vielzahl der vorhandenen Weihnachtsfilme anschaut, nicht die einfachste Aufgabe.

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1. Charles Dickens – Eine Weihnachtsgeschichte

Zum Inhalt
Der Geizkragen Ebenezer Scrooge wird in der Nacht vor Weihnachten vom Geist seines ehemaligen Geschäftspartner Jacob Marley heimgesucht. Dieser zeigt ihm sein Leben aus Sicht der vergangenen Weihnacht, der gegenwärtigen Weihnacht und der zukünftigen Weihnacht und bringt ihn dazu sein Leben zu ändern.

Meine Meinung
Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme zur Weihnachtszeit. Ich persönlich mag Filme die einen Lerneffekt haben (oder zumindest haben sollen) immer sehr gerne. Deshalb steht die Weihnachtsgeschichte sehr weit oben. Besonders schön finde ich die Darstellung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es bringt einen zwangsläufig dazu, über sich und sein Leben selbst nachzudenken. Man kann vergleichen und parallelen ziehen und hat die Möglichkeit etwas Gutes zu tun.

Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens bekommt von mir
🎄🎄🎄🎄🎄 Tannenbäume.

2. Kevin allein zu Haus

Zum Inhalt
Familie McCallister bereitet sich auf ihren diesjährigen Weihnachtsurlaub vor. Als Nesthäkchen Kevin wieder einmal den Bogen überspannt, wird er kurzerhand auf den Dachboden verbannt. In der morgendlichen Hektik wird Kevin vergessen und bleibt allein zurück. Als das Einbrecherpärchen Marv und Harry ins Haus der McCallister einbrechen weiß Kevin sich zu helfen und verteidigt sein Heim.

Meine Meinung
Kevin allein zu Haus ist für mich einer der lustigsten Familienfilme zu Weihnachten. Ein humorvoller Film, der die geheimen Wünsche eines jeden Kindes darstellt. Wer wünscht sich nicht die geheimen Kisten der großen Geschwister zu durchstöbern, den ganzen Tag Süßigkeiten essen und Fernsehen zu schauen? Und dabei kann man auch noch knifflige Tricks lernen, um anderen eine Falle zu stellen.

Kevin allein zu Haus bekommt von mir 🎄🎄🎄🎄Tannenbäume.

3. Ist das Leben nicht schön

Zum Inhalt
George Bailey lebt sein ganzes Leben schon in Bedford Falls. Als sein Vater stirbt muss er die Firma seiner Familie übernehmen. Geldprobleme und die Angst vor dem Gefängnis stürzen George in eine Depression. Er glaubt, wenn er nie geboren worden wäre, dass die Welt besser wäre. Ein Engel namens Clarence  zeigt ihm wie sich die Welt in Bedford Falls ohne ihn entwickelt hätte.

Meine Meinung
Ist das Leben nicht schön war mein allererster Weihnachtsfilm in den ich mich direkt verliebt habe. Sowohl die Geschichte, als auch der Hintergrund gefällt mir sehr gut. Die Thematik der Geschichte und wie ein Leben verlaufen wäre, wenn man wirklich nicht mehr da wäre, finde ich überzeugend. Meist glaubt man, es hätte nur Auswirkungen auf einen kurzen Lebensabschnitt und würde nicht viel ändern. Aber in Ist das Leben nicht schön wird dem Leser bewusst gemacht das jede einzelne Entscheidung das Leben ändern kann.

Ist das Leben nicht schön bekommt von mir hochverdiente 🎄🎄🎄🎄🎄 Tannenbäume.

Und nun wird ist es Zeit sich mit der Familie auf der Couch zu versammeln, etwas Warmes zu trinken und eure schönsten Weihnachtsfilme zu schauen. Denn gerade zur Weihnachtszeit soll man die Zeit mit der Familie und ganz viel Liebe genießen.

Verratet uns doch gerne in den Kommentaren EUREN liebsten Weihnachtsfilm! 🙂

Mitch

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Der heutige Hinweis passt zu Bonnys Wunsch:

Es ist weiß, wie Schnee.

Wenn ihr glaubt unsere Wünsche zu kennen, dann schickt eure Lösung an:
nureinbuch@t-online.de

Hier gibt es Infos zum Gewinnspiel

⚽️ “ Es ist mehr als nur eine Sportart …

… Fußball ist Traum und Trauma. Für Spieler. Und für Millionen von Fans.“
(Herman Wesel)

Noch darf der Traum vom EM-Sieg weitergetäumt werden; doch nach den heutigen Achtelfinalspielen stehen vorerst wieder zwei spielfreie Tage an. Wer Angst vor Entzugserscheinungen hat, dem möchte ich heute einen Spielfilm und einen Zeichentrickfilm vorstellen, mit denen man sich die Abende bis zum nächsten Spieltag vertreiben kann.

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  • Der ganz große Traum von Sebastian Grobler.

Dieser Film basiert auf wahren Geschehnissen und erzählt davon, wie das Fußballspiel nach Deutschland kam. Der junge Konrad Koch (gespielt von Daniel Brühl) tritt 1874 am Martino-Katharineum in Braunschweig eine Stelle als Englischlehrer an. Gleich zu Beginn muss Koch gegen viele Vorurteile kämpfen, die bei den Schülern in Bezug auf England und die englische Sprache vorherrschen.

Dann hat der engagierte Pädagoge jedoch eine zündende Idee: er versucht seinen Schülern die englische Sprache mit Hilfe des Fußballsspiels zu vermitteln. Die anfängliche Skepsis legt sich bei den Jungen sehr schnell und sie sind mit Begeisterung bei der Sache und lernen nicht nur englische Vokabeln, sondern nebenbei auch noch Teamgeist und Fairplay.

Ganz anderes sehen das jedoch die konservativen Lehrerkollegen und auch einige Eltern, allen voran der Unternehmer Hartung, denen Koch ein Dorn im Auge ist und die alle fortschrittlichen Experimente des Schulleiters Merfeld stoppen wollen: sowohl der Lehrer Koch als auch der Schüler Joost, das einzige Arbeiterkind am Katharineum, sollen der Schule verwiesen werden und die altbewährten Disziplinarmethoden sollen wieder Oberhand haben.

Doch die Jungen wollen sich nicht unterkriegen lassen und setzen sich mit einer List über das von Hartung erwirkte Fußballverbot hinweg und erteilen Lehrern und Eltern eine Lektion in Sachen Mut und Zusammenhalt.

„Der ganz große Traum“ ist nicht nur ein Film für eingefleischte Fußballfans. Mich erinnert er an Filme wie „Der Club der toten Dichter“ und „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, welche ebenfalls beide wichtige Botschaften vermitteln und ein Plädoyer dafür sind, sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern gemeinsam ein Ziel zu verfolgen und sich dafür einzusetzen. Ganz im Sinne eines bekannten Fußballmottos „Elf Freunde müsst ihr sein“…

Auch die Tatsache, dass längst nicht alles sich genau so zugetragen hat, wie es im Film geschildert wird (so war beispielsweise Konrad Koch kein Englischlehrer sonden Deutschlehrer), trübt das Filmvergnügen nicht. Die Deutsche Film- und Medienbewertung hat dem Film das „Prädikat besonders wertvoll“ verliehen… meiner Ansicht nach völlig zurecht.

  •  Fußball – Großes Spiel mit kleinen Helden von Juan José Campanella.

Auch bei diesem Zeichentrickfilm steht das runde Leder im Mittelpunkt.

Joachim arbeit in einem kleinen Dorf in einer Bar und schlägt dort seit jeher jeden am Kicker. Rolando, ein Junge aus dem Dorf, kann diese Schmach nicht vergessen. Als er Jahre später in sein Heimatdorf zurückkommt, sinnt er nach Rache und möchte in dem verschlafenen Ort ein riesiges Fußballstadion mitsamt Museum errichten. Joachim ist am Boden zerstört, denn alles was ihm wirklich am Herzen liegt, soll den Plänen des fiesen und arroganten Rolando zum Opfer fallen.

Joachim ist am Boden zerstört, doch dann entdeckt er, dass die Kickerfiguren zum Leben erwacht sind und gemeinsam stellen sie sich gegen den Grobian Rolando, um dessen Pläne zu durchkreuzen. Dieser Weg ist nicht leicht, aber Joachim und seine Freunde erkennen schnell, dass sie gemeinsam doch manches erreichen können.

Die Geschichte, die in diesem Film erzählt wird, ist mit Sicherheit nicht sehr realistisch. Dennoch wird sie kleinen Fußballfans gefallen und auch die Erwachsenen werden ihren Spaß daran haben, da manche Parallelen zu bekannten Fußballstars im Film zu entdecken sind und auch das gesamte Geschäft mit dem Fußball so manchen Seitenhieb abbekommt.

Zudem kommen die Fans von Matze Knop auf ihre Kosten; der Comedian spricht nicht nur die Synchronstimme von Joachim, sondern auch von 7 weiteren Rollen.

Wir wünschen euch gute Unterhaltung mit beiden Filmen und freuen uns auf die nächsten Spieltage.

Véro


 

⚽️ Die heutige Gewinnspielfrage lautet:

27. Juni:
Welche Mannschaft verpasste die Qualifikation zur EM 2016 und gehört damit nicht zu den Teilnehmern in Frankreich?
s) Nordirland

r) Türkei
z) Niederlande

  • Wisst ihr die richtige Antwort? Super! Dann notiert euch den Lösungsbuchstaben auf einen Zettel!
  • Am Ende des Aktionszeitraums könnt ihr uns dann das vollständige Lösungswort per E-Mail zuschicken!
  • Wir freuen uns:-)

Soll ich … ?

Nun habe ich hier die DVD „Die Bücherdiebin“ liegen… und weiß nicht, ob ich mir den Film anschauen soll oder nicht. Auf meinen SuB tummelt sich nämlich auch seit geraumer Zeit das Buch.

Ob ich es wohl noch lesen werde, wenn ich mir jetzt den Film ansehe? Sehr spannend wird die Lektüre dann wohl nicht mehr sein. Also doch schnell zuerste das Buch lesen?

Wie handhabt ihr das? Schaut ihr euch Filme an, wenn ihr das Buch noch nicht gelesen habt. Lest ihr noch Bücher, nachdem ihr den Film gesehen habt? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Véro

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