Worte sind…

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Da waren diese Worte…

und fertig war dieses kleine Gedicht, welches keine Form besitzt.

Heute liegt auf unserem „Schreibtisch“ ein etwas älteres Gedicht von mir,
welches ich aber dennoch sehr gerne mit euch teilen möchte.

Was bedeuten Worte für euch?
Könntet ihr euch eine Welt ohne Worte vorstellen?

Worte lassen Welten entstehen.

Sie transportieren Gefühle, aber ebenso Wahrheiten und Lügen. Mit ihnen können wir unser Leben zusammenfassen und Erinnerungen wieder aufleben lassen.

Was wären wir nur ohne Worte?


Was sind Worte?

Endlose Gedankenschleife.

Gedankenschleifen.

Doch zerstören lassen sie sich auch nicht mit Seife.

Worte bestehen aus Buchstaben,

doch traut man sich nicht immer, sie auch zu sagen.

Drum bleiben uns nur immer wieder die gleichen Fragen.

Hast du Angst?

Vertraust du mir nicht?

Sag mir die Wahrheit.

Deine Wahrheit!

Drum denke ich an Worte.

Drum sage ich die Worte.

Am Ende stehen wir.

Dort.

Aufrecht.

Und all die gesprochenen Worte –

sie sind echt.


Bonny

Erzähl mir eine Geschichte

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Seit kurzer Zeit gibt es auf Facebook eine neue Plattform: Storyteller. Der luxemburger Autor und Literaturkritiker Jérôme Jaminet und der „Bichergeck“ Jessica Mersch rufen hier Gleichgesinnte dazu auf, selbst kurze Texte zu verfassen, die dann anschließend kommentiert werden können. Dabei gilt die Regel dass ein Beitrag nicht weniger als 50 aber auch nicht mehr als 150 Wörter haben soll.

storyteller

Heute morgen ging mein eigener Beitrag zu dieser Aktion online und ich bin sehr gespannt, was daras entsteht. Inspiriert hat mich das letzte Buch, das ich gelesen habe: „Winklers Traum vom Wasser“ und ein wenig auch die TV Serie „Touch“, die ich mir von Jahren angesehen habe.

Auf der Facebookseite habe ich meinen Text auf luxemburgisch verfasst. Hier nun für euch die deutsche Übersetzung. Vielleicht fühlt sich ja jemand inspiriert, die Geschichte weiterzuerzählen.

 

1347, in großen schwarzen Ziffern… Jeff sprang auf und sah sich erschrocken um. Er saß in seinem Bett und war schweißgebadet. Das Oberteil seines Pyjamas klebt an seinem Rücken und er zitterte am ganzen Leib.

1347 … seit einigen Tagen hatte Jeff jede Nacht denselben Traum. Er saß auf einer Bank im Stadtpark. Plötzlich kam ein fremder Mann auf ihn zu, zog ihn am Arm und starrte ihn an. Der Mann sprach kein Wort. Und dann tauchte auf einmal diese Zahl auf: 1347.

Jeff wusste nicht, was diese Zahl bedeuten sollte. Aber er hatte schon einmal einen ähnlichen Traum. Damals, anfangs September 2001, war es eine andere Zahl, die immer wieder in seinen Träumen auftauchte. 175 …

Véro

Da war diese Melodie…

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Da war diese Melodie…

oder nein, ich muss schreiben:

Da war plötztlich dieser Song.
You were never gone von Hannah Ellis.
Er begegnete mir bei meiner Suche nach neuer Musik.
Versteckt in meiner persönlichen „Dein Mix der Woche“-Playlist.

Klaviertasten. Töne. Tiefe Melancholie.

Er nahm mich im wahrsten Sinne des Wortes – gefangen.

Und zwei Minuten später stand folgendes auf einem DIN A4:


Du zerbrechliches Ungetüm

Du zerbrechliches Ungetüm
in meiner Brust,
wartest

auf einen Stillstand.

Tag herein.
Tag heraus.
Lachst mich aus.

Du zerbrechliches Ungetüm
in meiner Brust
>> pulsierst <<
lässt mich leben.

Tag herein.
Tag heraus.
Lachst mich aus.

Du zerbrechliches Ungetüm
in meiner Brust
fragst:
„Warum eigentlich?“

Tag herein.
Tag heraus.
Lachst mich aus.

Du zerbrechliches Ungetüm
in meiner Brust
bleibst stehen,
ziehst dich zusammen.

Schmerz.

Tag herein.
Tag heraus.

Der letzte Schlag.
Dann ist alles

aus.


Mir war einfach mal danach mein „Schreibgedöns“ hier zu veröffentlichen. Manchmal höre ich einen Song oder ähnliches und dann entsteht bei mir die Idee zu einem kurzen Text oder – wie hier  – zu einem Gedicht, wobei ich mich aber an keine Richtlinien halte, sondern einfach blind drauf los schreibe. Seid gnädig mit mir. Ich will keinen Preis gewinnen, sondern (in unserer neuen Kategorie „Schreibtisch“) einfach Worte mit euch teilen …

Diesmal ist es vielleicht etwas traurig geworden. Ja okay, es ist ziemlich traurig geworden…. Diese Worte hat das Lied aber einfach bei mir hervorgerufen. Vielleicht wird es beim nächsten Mal etwas weniger melancholisch und schmerzhaft… Wir werden sehen 😉

Bonny