Lust auf einen Snack?

Ich habe im Laufe des Jahres einige Bücher des Verlages Digital-Publishers gelesen und bin auf diesem Wege auf die Booksnacks aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um „Kurzgeschichten to go“, also kleine Geschichten, die genau die richtige Länge haben, um sie bei einer Tasse Kaffee, im Wartesall oder im Bus zu lesen.

Der Verlag verschickt wöchentlich eine Newsletter, in dem auch jedes Mal eine dieser Kurzgeschichten gratis zum Download bereitgestellt wird. Alle anderen Booksnacks kann man auf der Verlagsseite für 1,49 Euro erwerben.

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Ich möchte euch in diesem Beitrag drei ganz unterschiedliche Booksnacks vorstellen, die ich in den letzten Tagen gelesen habe:

  • Weihnachtsüberraschung mit Hindernissen von Bettina Wagner

Zum Inhalt:

Anja mistet auf dem Dachboden aus und gibt alles auf den Sperrmüll, was sie nicht gebrauchen kann. Dieser Entrümpelungsaktion fällt jedoch auch das Geschenk zum Opfer, dass ihr neunjähriger Sohn für sie gebastelt hatte.
Als Anja das durch Zufall erfährt, setzt sie alles daran, um das Geschenk rechtzeitig wiederzufinden und die Bescherung zu retten.

Meine Meinung:

Dieser Booksnack liest sich sehr gut, könnte allerdings durchaus ein wenig mehr Tiefe und Weihnachtsstimmung vertragen. Die Handlung ist recht vorhersehbar, was mich allerdings nicht weiter gestört hat. Dennoch hat man das Gefühl, dass die sich anbahnende Liebesbeziehung mehr im Vordergrund steht, als das Weihnachtsfest und diese Tatsache ist ein wenig schade.

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  • Der Weihnachtsapfel von Nadin Hardwiger

Zum Inhalt:

Ein arme Familie lebt am Rande des Waldes in einer Holzhütte. Tagsüber hackt der Vater Holz im Wald, um es dann für ein paar Groschen zu verkaufen. Die Mutter flickt die Kleider der Dorfbewohner und erhält als Dank dafür ein bisschen Mehl. Und die Tochter kümmert sich um den Haushalt.

Eines Abends steht dann ein alter Mann mit weißem Bart und rotem Gewand vor der Tür und bittet darum, sich ein wenig aufwärmen zu dürfen. Die Familie teilt einen Apfel mit ihrem Gast und überlässt ihm dabei das größte Stück.

In der Nacht sieht die Tochter die Wunschträume der Familie in den Himmel steigen …

Meine Meinung:

Nadin Hardwiger trifft mit ihrer Kurzgeschichte genau den Nerv der Weihnachtszeit. Die zugegebenermaßen sehr kurze Geschichte erinnert an ein klassisches Märchen und ist sehr poetisch geschrieben.

Große Überraschungen hält das Weihnachtsmärchen nicht bereit: aufgrund der beschriebenen Kleidung ist dem Leser sofort klar, wer da spät abends an die Tür klopft. Auch die erfüllten Wünsche sind sehr vohersehbar aber dies mindert das Lesevergnügen nicht.

Gut gefällt mir auch das angehängte Rezept für Apfelbrot. Es passt sehr gut zu der erzählten Geschichte und klingt zudem sehr lecker. Ich werde es mit Sicherheit ausprobieren.

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  • Langsam, ganz langsam von Linda Cuir

Zum Inhalt:

Hermann hat seiner Frau Elsa versprochen, den Tod ihrer kleinen Tochter Judith zu rächen. Langsam, ganz langsam soll der Mörder sterben. Also macht Hermann sich mitten in der Nacht durch den tiefen Schnee auf, um sein Versprechen in die Tat umzusetzen…

Meine Meinung:

Bei diesem kurzen Krimi passt einfach alles: die Spannung steigt stetig an und man fiebert als Leser richtig mit, ob und wie es Hermann gelingen wird, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Im Laufe der Erzählung eröffnet sich dem Leser jedoch auch, was damals wirklich geschah und plötzlich kann man als Leser genau nachfühlen, was in Hermann und seiner Frau Else vorgehen muss.

Die Atmosphäre der verschneiten Winternacht passt perfekt zum eigentlichen Inhalt des Kurzkrimis.

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Véro
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