Bekannte Märchen, neu erzählt

Die Märchen von Rotkäppchen und den sieben Geißlein kennt wohl fast jeder. Die beiden Märchenadapationen, die ich euch heute vorstellen möchte, kennen hingegen viele (noch) nicht …

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Beide Bilderbücher von Sebastian Menschenmoser haben eines gemeinsam: Der Ausgang der jeweiligen Geschichte hat mit der Originalversion nicht mehr viel zu tun. Während die altbekannten Versionen der GebrüderGrimm in der Person des Wolfs einen „Bösewicht“ als zentrale Figur haben, verwendet der Autor hier den Humor als Hauptzutat und ringt dem (Vor-)Leser mehr als einmal ein Schmunzeln oder lautes Lachen ab.

All jene „Märchenkritiker“, die ihren Kindern nur ungern die Geschichten von Rotkäppchen, Schneewittchen oder Rapunzel vorlesen, weil sie befürchten, der Wolf oder die Hexe könnte die kleinen Zuhörer verängstigen, können diese beiden Bilderbücher bedenkenlos einsetzen. Niemand wird vergiftet, getötet, gefressen … oder kommt sonstwie zu Schaden.

Als Märchenliebhaberin plädiere ich allerdings nicht dafür, diese Märchenadaptationen als Ersatz für die Originale einzusetzen, sonderm sie vielmehr als „Ergänzung“ zu betrachten, die vielleicht auch dazu anregen können, der Fantasie ihren freien Lauf zu lassen und andere Märchen umzuwandeln oder noch andere Versionen zu erfinden.

Da die beiden Werke von Sebastian Meschenmoser sich meiner Ansicht nach doch recht unterschiedlich sind, möchte ich hier einen kurzen Eindruck vermitteln:

  • Rotkäppchen hat keine Lust

Frühmorgens erwacht der Wolf mit knurrendem Magen in seiner Höhle. Er fühlt sich einsam und bitter. Und weil schon seine Großmutter immer gesagt hat: „Wenn du dich einmal bitter fühlst, friss ein süßes Kind. Das hilft immer!“, macht er sich kurzerhand auf den Weg in den Wald.

Lange muss er nicht warten, bis ihm das Rotkäppchen über den Weg läuft. Allerdings ist dessen Laune alles andere als gut: Das Mädchen soll zu seiner Großmutter, weil diese Geburtstag hat. Dabei würde es seinen Sonntag viel lieber anders verbringen, als der Großmutter ihre lustlos ausgewählten Geschenke zu bringen und sich langweilige Fotoalben ansehen zu müssen.

Der Wolf wittert seine Chance: Um einen Geburtstag zu feiern, braucht man einen Kuchen! Und Wein! Und einen Blumenstrauß! Und während der Wolf in den Vorbereitungen für den Besuch bei der Großmutter richtig aufblüht, wird Rotkäppchens Laune immer schlechter.

Auch der eigentliche Besuch bei der Großmutter verläuft ganz anders, als man es als Leser vermuten würde… Aber das soll jeder selbst entdecken! 😉

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  • Die verflixten sieben Geißlein

Auch in diesem Buch ist die Handlung zu Beginn an das Original angelehnt, weicht jedoch dann stark ab.

Der Plan des Wolfes ist es, sich als Ziegenmutter zu verkleiden, von den Geißlein ins Haus gelassen zu werden und dann eines nach dem anderen aufzufressen. Allerdings hat er die Rechnung ohne die Geißlein und deren Unordnung gemacht: Kaum hat der Wolf das Haus betreten, stolpert er über einen herumliegenden Ball, fällt hin und findet sich inmitten eines riesigen Chaos wieder.

Sebastian Meschenmoser zeigt uns diese gewaltige Unordnung auf einer Doppelseite (ohne Text), die jedes Wimmelbuch in den Schatten stellt. Überall liegen Dinge herum, sind Möbel umgefallen und stapelt sich Dreck. Und irgendwo in diesem ganzen Chaos verstecken sich die sieben Geißlein.

Schnell ist dem Wolf klar: hier muss für Ordnung gesorgt werden. Also macht er sich ans Aufräumen, denn wenn alles an seinem Platz liegt, gibt es keine Verstecke mehr für die Zicklein. Doch kaum ist das Wohnzimmer aufgeräumt, laufen die verflixten sieben Geißlein davon und verstecken sich … 

… in der Küche! Auch hier herrscht das Chaos. Überall liegen Essenreste rum und das schmutzige Geschirr stapelt sich. Es hilft alles nichts: auch hier muss aufgeräumt werden. Doch auch im ersten Stock gibt es noch Zimmer, die so manches Versteck bieten.

Als der Wolf dann endlich überall aufgeräumt hat und die Geißlein kein geeignetes Versteck mehr finden, geht die Tür auf, und die Ziegenmütter kommtmit ihren Einkäufen nach Hause, mit den Schweinen aus der Nachbarschaft im Schlepptau.

Welches Schicksal dem Wolf nun blüht, werde ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten. 

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Erwähnenswert sind auch die Illustrationen in den beiden Büchern. Ich war anfangs echt skeptisch, da Aquarellzeichnung nur selten nach meinem Geschmack sind, allerdings machen diese in beiden Fällen das Buch zu einem Gesamtkunstwerk. Besonders die doppelseitigen Illustrationen im Buch der sieben Geißlein sind eine wahre Freude, da es hier unglaublich viel zu entdecken gibt und es einen Heidenspaß bereitet, die Zicklein in dem ganzen Durcheinander zu finden.

Es lohnt sich auch in beiden Büchern den Vorsatz etwas genauer zu betrachten… Auf diesen Seiten wird bereits zur eigenen Geschichte hingeleitet. Dies geschieht jedoch auf eine Art und Weise, die den Leser dazu veranlaßt, Vermutungen anzustellen, was wohl im Laufe der Handlung passieren könnte.

Beide Bücher sind für mich die Entdeckung meines Lesejahres in der Kategorie Bilderbuch und ich hoffe inständig, dass es weitere Märchenadaptationen von Sebastian Menschenmoser geben wird!

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Véro
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Ich bin …

Ich bin ... Reihe

(Achtung! Diese Rezension umfasst die komplette Serie von Ethan Cross und kann demnach Spoiler enthalten.)

Agent Marcus Ackerman und sein Team jagen im Auftrag der strenggeheimen Shepard-Organisation die schlimmsten Bestien unserer Zeit: Serienmörder, Psychopathen und geisteskranke Gewalttäter. Ein nervenzehrender Job, der die Agenten mehr als einmal an ihre körperlichen und seelischen Grenzen treibt. Hinzu kommt noch der „außergewöhnliche“ Stammbaum von Marcus Ackerman. Denn ausgerechnet sein Vater ist ein schrecklicher Sadist und Serienmörder, der seinen Bruder solange folterte, bis auch dieser sich in eine mordende Bestie verwandelte…

Meine Meinung zu der Serie:

Ich entdeckte diese Serie mit Band 4 „Ich bin der Zorn“, also als Quereinsteiger. Dies störte mich keinesfalls, allerdings empfehle ich interessierten Lesern, mit Band 1 zu beginnen, da die Handlung sich im Laufe der Bücher immer weiter aufbaut.

Ethan Cross besticht durchgehend mit einem sehr angenehmen, spannenden Schreibstil, der den Leser sofort in seinen Bann zieht. Die Handlung wird rasant vorangetrieben und bringt den Leser dazu, die Bücher regelrecht zu verschlingen.

Die handelnden Ermittler werden sehr menschlich dargestellt, mit vielen Ecken und Kanten. Sie alle haben eine schwere Vergangenheit und haben sich dadurch für die Shepard-Organisation ausgezeichnet. Ihre erlebten Traumata haben sie stärker gemacht und führten dazu, dass sie im Leben nichts mehr zu verlieren haben. Das macht sie zu idealen Mitgliedern der Shepard-Organisation, jenem geheimen Organ des FBI, das sich über die Gesetze erheben darf, um Serienmörder ihrer Strafe zuzuführen. Besonders Marcus Ackerman kämpft gegen seine inneren Dämonen und scheint an der Last seiner Vergangenheit beinahe zu zerbrechen.

Ihr jeweiliger Gegenpart, allen voran der berüchtigte Serienmörder Francis Ackerman Jr., verlangt den Ermittlern alles ab. Er liebt es, Menschen Schmerz zu bereiten und daher sind die Bücher von Ethan Cross wirklich nichts für schwache Nerven. Dennoch schafft der Autor es, diesen so sadistisch veranlagten Mörder sympathisch erscheinen zu lassen. Die Rolle des Ackerman Junior finde ich persönlich sehr faszinierend, da ich mich immer wieder fragte, ob diese Bestie sich wirklich „zähmen“ lassen wird oder nur auf eigene Rechnung spielt. Schließlich ist er ein Meister der Täuschung und denkt wohl vor allem an sein eigenes Wohl. Die Einblicke in seine Psyche finde ich wirklich äußerst spannend, denn ich mag diesen psychologischen Aspekt sehr gerne bei Thrillern.

Ethan Cross schafft in jedem Band sehr starke Persönlichkeiten, die das Buch auf ihren Schultern tragen. Allerdings hoffe ich, dass der Autor sich in dem demnächst erscheinenden Buch „Ich bin der Hass“ von seinem Lieblingsfeindbild Francis Ackerman Jr. loslösen kann und uns einen Gegenspieler serviert, der nichts mit der Familie Ackerman zu tun hat. Zumindest endete Teil 4 in dieser Hinsicht sehr vielversprechend, denn scheinbar tun die beiden Brüder sich zusammen um eine Gruppe Mörder zu entlarven.

Ich bin sehr gespannt, wie es in Band 5 weitergehen wird und kann diese Reihe guten Gewissens weiterempfehlen. Sie ist vielleicht ein bisschen vergleichbar mit der „Post Mortem“ – Serie, nicht nur was den Stellenwert der Familie angeht, sondern auch die Schilderung der Gewalttaten betreffend.

Im Schnitt vergebe ich der Serie 4 Papierblumen! NurEinBuchIButtonVERLAGSSEITE

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Christine

Mein Sub kommt zu Wort

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Hallo ihr Lieben,

nun ist der 20. September schon fast vorbei, aber ich werde Max noch schnell die Gelegenheit geben an Annas Gemeinschaftsaktion „Mein Sub kommt zu Wort“ teilzunehmen. 4 Fragen werden an den SuB gerichtet: die drei ersten sind jeden Monat gleich und nur die letzte Frage ist jeden Monat eine andere.

Also Max… magst du Annas Fragen beantworten? 

*Grummel* *Motz* *Schnauf* … Pfff!!! Wenigstens heute scheint Fräulein sich daran zu erinnern, dass es mich gibt… IMMERHIN! Vielleicht sollte ich mal ein bisschen mit Büchern um mich werfen? Oder ganz laut mit den Seiten rascheln… Aber wahrscheinlich würde das gerade auch nicht viel ändern… Wie bitte? Was mit mir los ist? Das fragst du mich im Ernst? Ich werde überhaupt nicht mehr beachtet! Netflix… wenn ich das schon höre! Und komm mir jetzt nicht mit „Aber ich habe das Buch halt gelesen und mich interessiert die Umsetzung…“ Blablabla! *Motz* Ich rede jetzt auch überhaupt nicht mehr mit dir… vielleicht merkst du dann, wie ich mich fühle. Andere schenken mir hier mehr Aufmerksamkeit…

Wie groß/dick bist du aktuell?

Das einzig Gute an Véros momentanem Leseverhalten ist die Tatsache, dass sich an meiner aktuellen Größe kaum etwas verändert hat. Véro hat zwar im Urlaub ein bisschen was gelesen, aber das waren meist ausgeliehene Bücher. Allerdings hat nur ein einziges Buch gekauft und auch kaum etwas getauscht… naja… nun zähle ich 237 Bücher. Immerhin haben sich meine Befürchtungen nicht bewahrheitet und ich bin nicht nennenswert geschrumpft. Dennoch: ein bisschen mehr Beachtung würde ich mir schon wünschen!

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!

Diesmal kann ich wohl froh sein, dass ich überhaupt 3 Neuzugänge verzeichnen kann:

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  • „Aquila“ von Ursula Poznanski. Das Buch hat Véro im Tauschthread ergattert. Ich hoffe, es ergeht dem Buch nicht wie „Erebos“… das schlummert auch immer noch in den Tiefen meiner Bücherhaufen, obwohl es Véro schon so oft ans Herz gelegt wurde…
  • 54 Minuten von Marieke Nijkamp. Dieses Buch hat Véro gewonnen. Das Buch hat ein brisantes Thema, weshalb Véro sofort darauf aufmerksam wurde. Es durfte auch nur ein paar Tage bei mir bleiben, da Véro an der Leserunde teilgenommen hat und das Buch folglich recht schnell gelesen hat.
  • „Herbst im Holunderweg“ von Martina Baumbach. Dieses Buch ist das einzige gekaufte Buch unter den letzten drei Neuzugängen. (Davon gab es eh nur zwei… die Buchhändler sind bestimmt schon in Trauer! 😈) Außerdem ist dieses Buch ein klassischer Fall von #instamadeherbuyit … Véro besitzt bereits einen Band aus dieser Serie (Weihnachten im Holunderweg) und wurde nun auf Instagramm auf diesen weiteren Band aufmerksam… Zu meinem Glück funktionniert das bei ihr recht gut! 😝 Man könnte das Buch ja irgendwann gebrauchen, um es im Unterricht einzusetzen, …

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

  1. 54 Minuten von Marieke Nijkamp hat mich vor ein paar Tagen verlassen. Das war BEVOR Véro dann beschlossen hat, sich „13 reasons why“ auf Netflix anzuschauen. Die Rezi für die Leserunde steht noch aus, aber die werdet ihr ganz sicher dann bald lesen dürfen. Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert… auch wenn es wohl kaum die volle Punktzahl von Véro erhalten wird.

Lieber SuB, welches Genre befindet sich am häufigsten auf deinem Stapel?

Gute Frage… wahrscheinlich sind das Krimis. Zumindest wenn Véro irgendwann ihren inoffiziellen SuB auch ordentlich aufführen würde. Da oben stehen noch unzählige ungelesene Harlan Coben, Hakan Nesser, Ake Edwardsson, … Aber auch Kinderbücher sind sehr zahlreich vertreten.

So… ich werde euch nun für heute alleine lassen… vielleicht kann ich Véro ja dazu überreden, noch ein paar Seiten zu lesen, bevor ihr die Augen zufallen. Ich wünsche euch eine angenehme Nacht und hoffe, ich kann nächstes Mal wieder etwas Positiveres erzählen.

LIEBE GRÜSSE!
EUER MAX

#19 FLOW Challenge – 1000 Fragen an dich selbst

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Hallo ihr Lieben, 🙂

ich mag es gar nicht es ausschreiben, aber was bringt es, es euch zu verschweigen?

3 Monate!

 – – – Stille – – –

… 3 Monate ist es nun her, seitdem wir die letzten 10 Fragen der Flow Challenge beantwortet haben und ich mag mich am liebsten im Erdboden vergraben…

Aber wie heißt es so schön: „Besser spät als nie!“😎

Heute geht es um Hypnose und die große Frage: „Wo haben wir zuletzt unsere Zehen ins Meer gesteckt?“ und haben dabei gleich eine Gemeinsamkeit festgestellt. Könnt ihr sie entdecken? 😜

Nun aber viel Freude beim Lesen

Bonny, Véro, Mitch & Christine

P.S.: Schaut auch gerne mal bei Nana-Der Bücherblog vorbei! Sie hat diese Challenge ins Leben gerufen.🌻


1. Glaubst du, dass man dich hypnotisieren kann?

Véro: Schwierige Frage. Generell bin ich solchen Dingen gegenüber sehr skeptisch und auch solche Übungen wie Autogenes Training und Fantasiereisen haben mir während des Studiums Schwierigkeiten bereitet, weil ich mich nicht wirklich darauf einlassen konnte. Und das ist bei all diesen Techniken wohl Voraussetzung dafür, dass es klappen kann. Ausprobiert habe ich Hypnose noch nicht, und ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob ich das irgendwann versuchen möchte. 🤔

Bonny: Ich glaube nicht… wobei ich es wirklich interessant finden würde, wenn ich durch Hypnose von meinem früheren „Ich“ erfahren würde. Wer war ich in einem vergangenen Leben? Aber mal ehrlich… ich glaube nicht wirklich daran. 😅

Christine: Das kann ich mir bei mir eher schlecht vorstellen, da ich mich nicht so wirklich auf solche Dinge einlassen kann. Es reizt mich auch überhaupt nicht, dies einmal zu testen.

Mitch:  Nein, ja, vielleicht… Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie viele Gedanken um Hypnose gemacht. Für mich würde Hypnose jedoch nie in Frage gekommen, da mir die Konsequenzen daraus zu unsicher wären und ich nicht wüsste ob es der Wahrheit entsprechen würde.

2. Was musst du endlich wegwerfen?

Véro: 😂 Kleider, die immer noch in meinem Schrank stehen und die ich trotzdem wohl nie anziehen werde, Bücher, die ich nie lesen werde, … irgendwie habe ich von vielem zu viel und müsste eigentlich einmal eine größere Ausmistaktion starten.

Bonny: Ganz klar, bei mir sind es ebenfalls Kleider. Ich habe schon so oft aussortiert, aber dauernd taucht wieder ein Kleidungsstück vor mir auf, wo ich dann denke: „Lieber noch nicht wegwerfen, vielleicht findet sich ja doch noch eine Gelegenheit es zu tragen.“ Dabei sollte ich kurzen Prozess machen und mich davon trennen. Ach… und ebenfalls Zeitschriften, aber die sind in der letzten Woche zum größten Teil in die Tonne gewandert. 😊

Christine:  Eigentlich gar nichts! Ich gehöre zu den eher ordentlichen Menschen und kann gründlich ausmisten.

Mitch:  Meine alten Liebesbriefe 🙈 die liegen schon viel zu lange in meiner Schreibstischschublade rum und sollten um mit der Vergangenheit abzuschließen längst vernichtet werden.  (Bonny: Nein! Nicht davon trennen! Leg sie in eine Dose und dann auf den Dachboden oder in den Keller damit… irgendwann findest du sie wieder und erinnerst dich… 🙌🏼)

3. Welche Stadt im Ausland würdest du gern besuchen?

Véro: Davon gibt es ganz viele… aber ganz hoch im Kurs sind Reykjavic, Bremen und Lissabon.

Bonny: Da gibt es sooo viele Städte… London, Dublin, Stockholm, Paris, Madrid, Barcelona, New York, L.A. und noch sooo viele mehr. 😅 Aber wenn das „böse“ Geld nicht wäre.

Christine:  Sehr schwierige Frage! Es gibt so viele, tolle Orte, die man gesehen haben muss! Prag steht zur Zeit sehr weit vorne auf meiner Wunschliste, allerdings stehen zur Zeit größere finanzielle Ausgaben an, sodass teure Urlaube zur Zeit auf Eis liegen! 🙂

Mitch:  Unmöglich nur eine einzige zu nennen. Aber die Top 3 meiner „Wunschstädten“ wären:

  • Wilmington
  • Reykjavic
  • Sydney

 4. Wie trinkst du denen Kaffee am liebsten?

Véro: Mit viel Milch und ohne Zucker.

Bonny: Mit Milch, ohne Zucker.

Christine: Gar nicht! Ich bin Teetrinkerin! 😉

Mitch:  Mit Milch und einen Löffel Zucker.

5. Gehst du gerne auf einem Friedhof spazieren?

Véro: Eigentlich nicht, aber ich finde es schon interessant über einen großen Friedhof in einer fremden Stadt zu laufen, wie z.B. der Friedhof Père Lachaise in Paris. Da gibt es dann doch einiges zu sehen und zu entdecken.

Bonny: Ja! Ich finde es super spannend auf Friedhöfen spazieren zu gehen, weil man sich die Grabsteine ansehen kann und klar ist es auch traurig, wenn man Daten sieht, die von einem kurzen Leben sprechen. Andererseits kann man sich zu den Personen Geschichten ausdenken etc. Es ist nicht so, als würde ich jetzt jeden Tag auf einen Friedhof spazieren gehen, aber ich finde es dennoch interessant.

Christine: Nein, das reizt mich überhaupt nicht. Ich bin lieber von Lebenden umgeben als von Toten.

Mitch:  Nein! Zum einen finde ich viele Grabstätten leider viel zu trostlos. Zum anderen werde ich auf Friedhöfen leider immer wieder sentimental.

6. In welchem Meer bist du zuletzt geschwommen?

Véro: Geschwommen…?!? Weiß ich gar nicht mehr. Bei mir ist das meist nur „Füße kurz ins Wasser strecken“ und in dem Fall wäre es dann die Nordsee.

Bonny: In der Nordsee, wobei es war auch mehr ein „Füße kurz ins Wasser stecken“.

Christine: Da meine letzten Urlaube mich immer entweder in eine Stadt oder an einen See führten, ist es wirklich schon eine ganze Weile her, dass ich im Meer geschwommen bin. Wenn mich nicht alles täuscht, müsste das während eines kurzen Trips an die belgische Küste gewesen sein, also die Nordsee!

Mitch:  In der Nordsee!

7. Kochst du oft Fertiggerichte?

Véro: Eigentlich nicht. Zwar gibt es auch bei uns ab und zu Tiefkühlpizza, aber in der Regel koche ich mit frischen Zutaten. Wenn es ganz schnell gehen muss, kommt dann aber auch gelegentlich eine fertige Soße auf den Tisch

Bonny: In der letzten Zeit etwas mehr, da ich Abends von der Arbeit komme und mir dann gerne noch etwas zu essen mache. Allerdings sind es keine Fertiggerichte aus der Dose o.ä., sondern solche Tüten mit gefrorenem Gemüse.

Christine: Eher selten. Ich nehme mir schon gerne die Zeit zum Kochen und gerade jetzt in der Urlaubszeit genieße ich es, mir genau das zu kochen, worauf ich Lust habe. Wenn nur der Abwasch nicht wäre … 😉

Mitch:  Eher selten. Wir kochen meistens mit den Kids auf der Arbeit zusammen und achten darauf, dass wir weitergehen frisch kochen. Jedoch gibst es ab und an auch mal Fertiggerichte oder etwas vom Imbiss.

8. Wo fühlst du dich geborgen?

Véro: Zuhause und im Kreise meiner Familienangehörigen und meiner besten Freunde.

Bonny: Zuhause, umgeben von ganz vielen Kissen, Büchern, der Familie und Freunden.

Christine: Zuhause und überall dort, wo ich mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen sein kann.

Mitch:  Zuhause! In meinem eigenen Zimmer oder in der Badewanne 😃

9. Was ist dein Schönheitsgeheimnis?

Véro: „Mach es nicht wie ich!“ 🙈

Bonny: So natürlich wie möglich. 😜

Christine: Das ist so geheim, dass ich es selbst nicht kenne!

Mitch:  Ich habe leider keins.

10. Welche Geschichte wird schon seit Jahren immer wieder in deiner Familie erzählt?

Véro: Spontan will mir keine Geschichte einfallen, die seit Jahren immer wieder erzählt wird. Es gibt wohl einige lustige Anekdoten und Sprüche, aber die wenigsten kommen regelmäßig auf den Tisch.

Bonny: Da gibt es einige Geschichten, die immer und immer wieder erzählt werden. Diese Anekdoten handeln von meiner Uroma/Uropa, von meiner Oma und meiner Mutter und ihren Geschwistern, die (wenn ich darüber nachdenke) noch eine richtig tolle Kindheit hatten 🤔 und ziemlich viele Dinge angestellt haben. Aber auch das ein oder andere über mich, wie als Kind war, wird immer mal wieder aufgegriffen. Eines haben alle Anekdoten gemeinsam: sie bringen einen immer wieder gemeinsam zum Lachen und das liebe ich so daran!

Christine: Da kann ich mich Véro nur anschließen! Je nach Lust und Laune werden immer wieder andere Anekdoten erzählt!

Mitch: 


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Mein Sub kommt zu Wort

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Hallo ihr Lieben,

mit etwas Verspätung, aber heute darf Max mal wieder an Annas Gemeinschaftsaktion „Mein Sub kommt zu Wort“ teilnehmen. 4 Fragen werden an den SuB gerichtet: die drei ersten sind jeden Monat gleich und nur die letzte Frage ist jeden Monat eine andere.

Ich werde mal gleich an Max weitergeben… immerhin musste er schon bis heute warten! 😉

*Grummel* Na endlich! Haaaallo! Wie geht es euch? Genießt ihr den Sommer? Véro ist gerade total in Urlaubsstimmung und liest ein Buch nach dem anderen… Ein Glück dass auch immer wieder neue Schätze einziehen. 😉

Wie groß/dick bist du aktuell?

Ich bin gewachsen … Ganz viele Bücher sind bei mir eingezogen. Tauschbücher, Neueinkäufe, … Irgendwie war Véro in letzter Zeit sehr oft in Buchhandlungen unterwegs. Meist nur, um irgendein Bilderbuch abzuholen, dass sie im Unterricht einsetzen möchte. Und was passiert? Sie bringt mir etwas mit! 😂  Die dicken Wälzer, von denen ich euch letzten Monat erzählt habe, hat sie übrigens immer noch nicht zu Ende gelesen. Jedenfalls zwei davon nicht!

Momentan zähle also 238 Bücher. Aber wenn Véro so weiter macht, wird sich das wohl ändern. In den letzten fünf Tagen hat sie vier Bücher gelesen… das wird langsam gefährlich.

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!

Ich darf euch wieder einmal mehr als drei Bücher vorstellen. Das letzte Buch, das Véro angeschleppt hat, war dieses hier:

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  • „Die Händlerin der Worte“ von Thomas Lange und Claude Theil. Das Buch hat Véro im Urlaub im Ravensburger Spielemuseum gekauft… ist aber auch schon wieder weg. Véro hat es gleich gelesen. Es hat ihr unglaublich gut gefallen und ich denke, sie wird sich damit wohl noch öfter beschäftigen. Das Buch eignet sich super für den Deutschunterricht und wird den Kindern bestimmt auch gefallen. Vielleicht schafft Véro es ja noch, eine Rezi dazu zu schreiben.

Kurz zuvor war Véro in der Buchhandlung und hat mal wieder zugeschlagen. Dabei hatte sie bisher keines dieser Bücher auf dem Schirm:

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  • Des Teufels Gebetsbuch von Markus Heitz. Das sieht toll aus, findet ihr nicht? Ich glaube jedenfalls, dass es sich bei dem Buch mal wieder um so einen typischen „Coverkauf“ handelt. Véro ist auf jeden Fall sehr gespannt … und ich bin gespannt, wann sie das Buch lesen wird, denn es ist ein ziemlicher Schmöker. 😉
  • „Sonntags in Trondheim“ von Anne B. Ragde. Das Buch scheint ein typisches Buch „für zwischendurch“ zu sein und klingt ganz witzig. Auch hier bin ich sehr gespannt, was Véro nachher dazu sagen wird.
  • „The Hate U Give“ von Angie Thomas. Das Buch hat Véro in letzter Zeit oft bei anderen Bloggern, auf Instagram, …  gesehen. Als sie es nun in der Buchhandlung liegen sah, hat sie es sich dann endlich mal angeschaut, und weil sie die Thematik interessant fand, durfte es dann auch mit. Es war ja noch Platz in der Einkaufstüte! 😂
  • „Der Junge, der vom Frieden träumte“ von Michelle Cohen Corasanti. Bei diesem Buch sind Véros Erwartungen glaube ich am höchsten. Véro interessiert sich meiner Ansicht nach viel zu wenig für die Dinge, die in der Welt passieren, und vielleicht trägt dieser Roman ja dazu bei, dass das sich ein bisschen ändert. Wer weiß …

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

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  • „Todesmärchen“ von Andreas Gruber hat mich heute Morgen erst verlassen. Véro war total begeistert von diesem Thriller, obwohl sie sich zwischenzeitlich geärgert hat als sie gemerkt hat, dass es schon der dritte Band einer Serie ist. Aber ich glaube fast, dass das sie nicht daran hindern wird, die beiden Vorgänger-Bände auch zu lesen und sich den Nachfolger (der heute erschienen ist) auch bald zu besorgen. Maarten S. Sneijder ist ein Ermittler ganz nach ihrem Geschmack, mit vielen Ecken und Kanten … Da wundert es mich eigentlich, dass „Todesmärchen“ so lange bei mir war.

Lieber SuB, zeige uns doch mal dein kleinstes und dein größtes Buch!

Hmmm… schwierig…! Was die kleinsten Bücher angeht, so sind das wohl die beiden Gedichtbände von Julia Engelmann: „Jetzt, Baby“ und „Eines Tages, Baby“. Und das größte Buch dürfte „Bäng! 60 gefährliche Dinge, die mutig machen“ von tinkerbrain sein… aber das weiß ich gar nicht so richtig… da muss ich dringend nachsehen… ich bin dann mal weg … Tschüüüüüüüsssss!

LIEBE GRÜSSE!
EUER MAX

Ankündigung Blogger-Hangout

Hallo ihr Lieben,

diesmal ein wenig Werbung in eigener Sache. 😉 Heute Abend findet das 2. luxemburgische Blogger-Hangout statt. Dabei werde ich mit 3 anderen luxemburgischen Bloggerkollegen über 4 verschiedene Bücher diskutieren.

Mit dabei sind:

Unsere Buchauswahl könnt ihr auf dem Plakat sehen, das in den Buchläden der „Libraire Ernster“ aushängt:

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Die ausgewählten Bücher sind in den Buchläden auch noch einmal extra hervorgehoben worden. (Foto: Jessica Mersch)

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Meine Meinung zu den Büchern möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Aber ich würde mich freuen, den einen oder anderen von euch heute Abend live beim Blogger-Hangout zu begrüßen (oder im Anschluss dazu auf unserer Facebookseite, wo ich das Video auch mit euch teilen werde).

Und für diejenigen unter euch, die kein Luxemburgisch sprechen: lasst euch nicht abschrecken: ihr versteht bestimmt doch eine ganze Menge! 😉

Véro

Praxis trifft auf Theorie

Tiefe NarbeSeit kurzem arbeitet der junge Ermittler Max Bischoff bei der Mordkommission in Düsseldorf. Sein Partner ist der wesentlich ältere Horst Böhmer, der Bischoffs fortschrittliche Ermittlungswege und seine Kenntnisse im Profiling äußerst kritisch beäugt. Doch als eines Tages ein blutverschmierter, verwirrter Journalist auf dem Revier auftaucht, stecken Böhmer und Bischoff schon nach kurzer Zeit Hals über Kopf in einem atemraubenden Fall! Also raufen die beiden Polizisten sich zusammen, schließlich müssen sie einem überaus grausamen Serienmörder das Handwerk legen. Wird es dem ungleichen Duo gelingen, gemeinsam den Täter zu stellen?

Da ich bisher noch nicht so viele Bücher von Arno Strobel gelesen habe, wusste ich nicht so genau, was mich erwarten würde. Schlussendlich kann ich sagen, dass «Tiefe Narbe» ein solider Krimi ist, der dem gängigen Schema folgt. Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen und hält die Spannung hoch. Die Kapitel waren überschaubar und endeten oft mit einem Cliffhanger, sodass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

Die Handlung ist fesselnd und zieht den Leser in ihren Bann. Das Buch lässt einen kaum zu Atem kommen. Den Kommissaren und dem Leser wird kein Moment der Ruhe gegönnt, denn der Täter scheint ihnen immer mindestens einen Schritt voraus zu sein! Der Autor versteht es, die Geschichte stetig voranzutreiben und verleitet immer wieder zu falschen Mutmaßungen und Schlüssen. Es gibt viele überraschende Wendungen und es gelingt Arno Strobel, das Rätselraten um die Identität des Mörders fast bis zum Schluss aufrecht zu halten.

Die handelnden Personen sind eher stereotypisch gezeichnet und bleiben leider recht oberflächlich. Das Buch lebt von dem diametralen Gegensatz der beiden Ermittler: Horst Böhmer ist der erfahrene, bodenständige Ermittler, der die Praxis über die Theorie stellt. Max Bischoff hingegen ist das genaue Gegenteil: jung, Überflieger an der Universität mit viel theoretischem Wissen, aber ohne wirkliche Berufserfahrung. Böhmer belächelt Bischoffs Täterprofil, letzterer wirkt auf mich teilweise aber auch recht besserwisserisch, fast schon überheblich. Die Darstellung von Horst Böhmer erschien mir sehr überspitzt, wurde er mir doch besonders zu Beginn zu sehr auf den etwas tölpelhaften, rückständigen Polizisten reduziert. Max Bischoff hingegen erschien anfangs zu glatt, im weiteren Verlauf des Buches verlor er jedoch mehr und mehr die Beherrschung. Die Mordermittlung und besonders Bischoffs private Verwicklung bringen das ungleiche Duo jedoch näher zusammen.

Die Einblicke in die Psyche des Täters sind sowohl abstoßend als auch faszinierend, zeigen sie doch in welchem Ausmaß der Täter die Brutalität und die Grausamkeit seiner Taten leugnet. Besonders zu seinem ersten Opfer baut er eine krankhafte Bindung auf und seine Schilderungen klingen eher wie Liebesbekundungen, wenn da nicht diese kleinen, grausamen Details wären.

«Du liegst in meinen Armen, so dicht an mir, dass unsere Haut sich überall berührt. Ich halte dich, drücke dich immer wieder an mich und wünschte, wir könnten bis in alle Ewigkeit so liegen bleiben.» (S.7)

Er ist überzeugt davon, dass die Frauen sein Empfinden mit ihm teilen, er deutet ihre Schmerzensschreie ja sogar als Ausdruck ihrer Erregtheit. In seinem Wahn glaubt er sogar, dass er für die Frauen sorgt, sich um sie kümmert und ihnen ein behagliches Zuhause einrichtet.

«Ich habe dir ein Bett besorgt, das Fenster von innen zugemauert und die Wände mit schallisolierendem Material verkleidet, damit du nicht durch Geräusche von außen gestört wirst». (S.359)

Die Handlung an sich ist teilweise recht brutal, denn die Verletzungen die den Opfern zugefügt wurden, sind nicht ohne. Der Autor spart nicht an grausigen Details, daher ist dieses Buch nichts für Einsteiger in das Genre Krimi & Thriller.

Alles in allem ist das Buch ein gelungener Auftakt einer neuen Trilogie und bietet eine packende Lektüre nach bewährtem Krimi-Prinzip!

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Christine

Duell der Genies!

Verdächtige GeliebteDramatische Ereignisse führen dazu, dass Yasuko ihren Ex-Ehemann tötet. Ihre Tochter hilft ihr mehr oder weniger aktiv bei der Tat und daher steht für die Mutter schnell fest, dass sie unmöglich die Polizei einschalten kann. Schließlich erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite: Ihr Nachbar, seinerseits ein Genie auf dem Gebiet der Mathematik, verhilft ihr zu einem möglich perfekten Alibi und fingiert den Tathergang so, dass Yasuko schuldlos davonkommen sollte. Wird diese Verschleierungstaktik aufgehen oder kommt die Polizei doch noch auf die richtige Spur?

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen, allerdings erscheint mir die Sprache an manchen Stellen etwas arm zu sein. Vielleicht liegt das aber auch an der Übersetzung, die möglicherweise nicht alle feinen Nuancen berücksichtigt. Der Einstieg in das Buch ist mir leichtgefallen und die japanischen Namen verwirrten mich nur kurz, da ich mich doch recht schnell daran gewöhnte. Die Handlung beginnt sofort sehr spannend, flachte dann jedoch zusehends ab und vor allem im Mittelteil gab es zu viele Wiederholungen. Erst gegen Ende konnte das Buch mich wieder fesseln und überraschen! Denn der Schluss hat es wirklich in sich!

Yasuko und ihre Tochter sind sehr sympathisch dargestellt und ich kann ihre Abscheu gegenüber des Toten zu jedem Moment nachvollziehen. Die Beobachtungsgabe des Mathematiklehrers ist zweifellos überragend und mich streifte am Anfang der Gedanke, ob er nicht vielleicht leicht autistische Züge aufweist. Er ist ein sehr analytischer Geist, versucht alles mit blanker Logik zu erklären und betrachtet den Mord als ein Problem, für das es eine Lösung gibt. Er scheint einen Plan zu haben und will diesen auch umsetzen.

Sein Gegenspieler auf Seiten der Polizei ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Physik und kann intellektuell mit Ishigami mithalten. So entsteht ein verbales Duell zwischen befreundeten Genies, bei dem jedes Wort eine besondere Intensität und Bedeutung erfährt. Diese Interaktionen stellen auch den Mittelpunkt des Buches dar, denn schnell wird klar, dass nur Yukawa die Fähigkeiten besitzt, den Plan des Lehrers zu entlarven.

Obwohl ihre Wortgefechte interessant waren, stellen sie für mich doch auch einen wesentlichen Kritikpunkt des Buches dar. Es gibt eine ganze Reihe Krimis, bei denen man als Leser sofort weiß, wer der Täter ist. Diese Idee ist also nicht neu und kann richtig umgesetzt genauso spannend sein wie das Szenario mit einem unbekannten Täter. Denn auch solche Bücher können immer noch die Kriterien eines Krimis erfüllen. Dies war hier in meinen Augen nicht der Fall. Denn die meisten typischen Krimielemente traten hier kaum oder nur sehr sporadisch zum Vorschein. Polizeiliche Ermittlungen gab es eigentlich gar nicht, denn der ganze Fall wurde durch die Denkspiele des Physikers vorangetrieben. Dies störte mich teilweise doch gewaltig, vor allem da die Geistesblitze des Physikers sehr oft auf der Luft gegriffen wirkten. So gab es bis zum Schluss einige Ungereimtheiten, die mir nicht ganz logisch erschienen.

Die Idee hinter dem Buch gefällt mir nach wie vor sehr gut, die Umsetzung konnte meine Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich durch und durch Krimi-Leserin bin und ganz bestimmte Anforderungen an ein solches Buch stelle. Meiner Ansicht nach hat der Klappentext nicht zu viel verraten, sondern zu viel versprochen.
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Ich vergebe drei Papierblumen!

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Christine

Mein SuB kommt zu Wort

gemeinschaftsaktion

Hallo ihr Lieben,

schon wieder haben wir den 20. des Monats und Anna von Annas Bücherstapel ruft zur Gemeinschaftsaktion „Mein Sub kommt zu Wort“ auf. 4 Fragen werden an den SuB gerichtet: die drei ersten sind jeden Monat gleich und nur die letzte Frage ist jeden Monat eine andere.

Aber ich möchte gleich Max erzählen lassen! 😉

Haaaallo! Na, geht es euch gut? Ich kann momentan echt nicht klagen. Die Sommerferien haben begonnen und meine Angst, dass Véro jetzt wieder mehr zum Lesen kommt, scheint total unbegründet…

Wie groß/dick bist du aktuell?

😂 Kaum ist der Juni mit seiner Aufgabe für SuB-Abbau vorbei, darf ich wieder wachsen. Ok… ich glaube es liegt nicht unbedingt daran, dass Véro mehr Bücher kauft als sonst. Nur liest sie zur Zeit sehr wenig. Oder sie beginnt Bücher, kommt jedoch dabei nicht wirklich voran, beginnt ein neues Buch, um das andere später zu beenden, … So liegen jetzt zur Zeit drei recht dicke Wälzer hier rum, von denen Véro jeweils ein paar Seiten gelesen hat, und die sie dann zur Seite gelegt hat:

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Eines der Bücher kennt ihr vom letzten Monat. Véro hatte sich „Alles Licht, was wir nicht sehen“ gekauft, um in ihrer Challengegruppe an einer Leserunde teilzunehmen. Aber dann hatte sie die „wunderbare“ Idee, damit auf Klassenfahrt zu beginnen… im Bus! Bei 40 Kindern! Dass sie sich da nicht ordentlich auf das Lesen konzentrieren konnte, ist wenig verwunderlich, oder?

Die Rabenfrauen“ hat Véro aus dem Wanderpaket von letztem Monat. Das ist mal wieder ei Buch, das perfekt zu einer ihrer Challenges passen dürfte… nur ging es ihr da ganz ähnlich wie bei Anthony Doerrs Werk und sie hatte einfach noch nicht die nötige Ruhe, um in das Buch einzutauchen.

Die drei Sonnen“ hat Véro erst vorgestern zur Hand genommen… um dann zu merken, dass sie da wohl zuerst noch einige Wissenslücken füllen muss, was die chinesiche Geschichte angeht. Aber das Buch wird mich wohl doch nun als nächstes verlassen… mehr dazu in den nächsten Tagen.

Insgesamt hat Véro diesen Monat noch nicht sehr viel gelesen. Nur sechs Bücher haben mich bisher verlassen, allerdings waren drei davon nicht mal 200 Seiten dick. Und dann waren da auch noch Bücher dabei, die gar nicht zum offiziellen SuB zählten … Ich freue mich immer wieder, wenn ich es schaffe, Véro ein solches Buch unterzujubeln! 😂💪🏻

Ich zähle also nun 233 Bücher. Nur bleibt zu befürchten, dass Véro ihre Leseflaute jetzt im Sommerurlaub überwindet, und es mit wieder an den Kragen geht. 🏖

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!

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Bisher sind diesen Monat fast ausschließlich Bücher aus dem Buchladen hier eingezogen. Die beiden letzten sind erst vor zwei Tagen hier gelandet. Véro sollte eigentlich nur ein Geschenk für jemanden holen, und hatte dann natürlich wieder Bücher für sich selbst in der Einkaufstüte.

  • The One“ von Maria Realf. Das Buch hat Véro schon ein paarmal in den Händen gehalten, und nun musste es mit. Eignet sich bestimmt ganz gut als Sommerlektüre und da es diesen Monat bei der SuB-Abbau-Challenge um englische Titel geht, bringt es da auch noch Sonderpunkte. Nur blöd, wenn man den SuB erst aufbaut, um in dann mit Sonderpunkten abbauen zu können. 🙈
  • „Darf ich dir das Sie anbieten?“ von Luisa Binder ist ein klassischer Titelkauf. Und auch dieses Buch passt perfekt in die Urlaubszeit!

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Dann kam am Montag noch dieses Kinderbuch bei mir an. Das hat mich aber inzwischen schon wieder verlassen und deshalb werde ich euch erst bei der nächsten Frage mehr dazu erzählen.

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

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„Zeitreise auf 4 Pfoten – Eine Katze für Kleopatra“ von Michael Koglin hat Véro bei einer Buchverlosung gewonnen. Es handelt sich um den ersten Band einer neuen Kinderbuchreihe und Véro war ganz begeistert. Das könnt ihr alles in ihrer Rezi nachlesen.

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Lieber SuB, vor einem Jahr fragte ich nach deinen 3 ältesten SuB-Leichen: Sind sie immer noch ungelesen oder haben sie es mittlerweile in die Reihe der Gelesenen geschafft? 

Jetzt weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll… dies waren die Bücher, die Véro, vor einem Jahr vorgestellt hat:

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Gelesen hat Véro keines davon… allerdings ist dennoch nur noch „Eine Hochzeit im Dezember“ bei mir. Die beiden anderen Bücher sind einer Ausmist-Aktion zum Opfer gefallen. 😰

Anna meinte, wenn SuB-Senioren weg sind, rücken andere nach… hmmmm … ich werde dann man in meinen Tiefen wühlen müssen und schauen, was ich Véro hinlegen kann. Mooooooment! … Soll ich … ?!?

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So… nun bin ich gerade wieder gewachsen… 234! Ich habe einfach mal ein Buch von inoffiziellen SuB zu mir rüber geholt. Da liegen nämlich noch einige Krimis rum und die Bücher von Håkan Nesser sollte Véro endlich lesen. Und vielleicht kommt ja dann auch irgendwann der Tag, an dem sie den ganzen inoffiziellen SuB endlich in ihre Bibliothek aufnimmt! Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • Mensch ohne Hund“ von Håkan Nesser, der erste Fall für Kommissar Barbarotti. Steht schon ewig hier rum und sollte jetzt endlich mal gelesen werden. Ich habe übrigens beim inoffiziellen Kollegen noch einige weiter Bücher dieser Reihe entdeckt.
  • Die Brückenbauer“ von Jan Guillou. Das Buch liegt ebenfalls schon sehr lange bei mir rum… wohl weil es ein historischer Roman ist. Dieses Genre liest Véro nur sehr selten.

 

So… für heute sollte das reichen… ich werde Véro jetzt ein bisschen lesen lassen. Wenn ich ihr schon ein „neues“ Buch unterjubele, sollte ich jetzt ein wenig lieb zu ihr sein! 😉

LIEBE GRÜSSE!
EUER MAX

 

Spannende und geistreiche Unterhaltung für junge Leser

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Zum Inhalt:

Lia ist bei ihrem Opa Theodorus Tempus auf dem Bauernhof zu Besuch. Sie verbringt dort jedes Wochenende und kommt auch in den Ferien regelmäßig vorbei. Auf dem Hof lebt außerdem die Schäferhund-Mischlingshündin Madame Curie, die von allen nur liebevoll „Curry“ genannt wird.

Lias Opa ist kein „gewöhnlicher“ Opa. Professor Tempus arbeitet nämlich in seiner Scheune an einer Zeitmaschine … allerdings will die noch nicht so recht funktionieren.

Doch plötzlich macht die Erfindung sich selbstständig, und als Lia, Curry und der Professor zur Scheune rennen, passiert etwas Unglaubliches: Aus der Zeitmaschine springen ein Schimmel, ein weißer Löwe, eine riesige Schildkröte, eine Katze, ein Esel, eine Schlange, … und sogar ein kleiner Dinosaurier.

Schnell ist klar, dass diese Tiere aus der Vergangenheit ins Jetzt befördert wurden. Professor Tempus, Lia und Curry müssen die Tiere schleunigst zurück nach Hause bringen, wenn sie verhindern wollen, dass die Weltgeschichte sich verändert.

Ihre erste Zeitreise führt sie ins alte Ägypten. Dorthin wollen sie das Kätzchen zurückbringen. Ihre Mission erweist sich allerdings alles andere als einfach. Denn die Pharaonin Kleopatra empfängt sie nicht ohne Weiteres!

Meine Meinung: 

Autor Michael Koglin legt mit diesem Band einen sehr gelungenen Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe vor.

Er vereint in seinem Werk gleich mehrere Besonderheiten: Nicht nur wird das Erlebte aus der Sicht der Hündin Curry erzählt, vielmehr gelingt es dem Schriftsteller auch quasi nebenbei geschichtliches Wissen zu vermitteln. Als Leser fiebert man nicht nur mit Lia, Professor Tempus und Curry mit, was den Ausgang ihrer Mission betrifft. Vielmehr erfährt man auch einiges über die Sitten und Gebräuche im alten Ägypten. Auch der erwachsene Leser kann hier vermutlich noch einiges dazulernen. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut recherchiert und nicht einfach frei erfunden, so dass man als Leser wirklich etwas über die jeweilige Epoche unserer Zeitgeschichte lernen kann.

Auch die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben, auch wenn dabei manch ein Klischee bedient wird: So hat beispielsweise Hündin Curry ständig Hunger und manchmal Mühe, ihr Ziel vor Auge (oder vor der Nase 😉) zu behalten. Lias Opa hingegen entspricht genau der Vorstellung, die wohl die meisten von uns von einem zerstreuten Professor haben. So kommt es denn auch, dass Lia und Curry, sowie Nefertari – die Tochter eines ägyptischen Baumeisters – ab und zu die Kohlen für den Professor aus dem Feuer holen müssen. Dies dürfte bei der jungen Leserschaft jedoch besonders gut ankommen, denn wer mag es als Kind nicht, wenn er einem Erwachsenen aus der Patsche helfen kann.

Bedingt durch den ungewohnten Handlungsort der Geschichte kommen natürlich auch einige unbekannte oder schwierigere Wörter im Buch vor. Allerdings hat der Autor auch hier Abhilfe geschaffen, indem er diese Begriffe in einem Glossar aufgreift und erklärt. Hier bedarf es allerdings vielleicht bei mancher Erklärung einer zusätzlichen Erläuterung durch einen Erwachsenen, da sie zuweilen etwas weniger kindgerecht formuliert sind.

Absolut erwähnenswert sind auch die Illustrationen des Zeichners Fréderic Bertrand. Es ist fast ein bisschen schade, dass nicht mehr Zeichnungen im Buch enthalten sind… manche Szenen hätten sich dafür herrlich geeignet.

Ganz sicher kann manch einer es kaum erwarten, den nächsten Band in den Händen zu halten… Im Oktober werden Lia, Curry und Professor Tempus versuchen, ein Pony zurück zu Richard Löwenherz zu bringen. Ob ihnen das gelingt, und welche Wichtigkeit das Pony im mittelalterlichen London hatte, werden wir spätestens in ein paar Monaten wissen. Und wir dürfen uns wohl auf einige weitere Abenteuer des ungewöhnlichen Trios freuen, da der Autor jedem Tier seinen eigenen Band widmet. Ein kluger Schachzug!

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Véro

Verstörend, perfide … aber absolut lesenswert!

fünf

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Zum Inhalt:

Die 4-jährige Manami, die Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Yuko Moriguchi, ist im Schwimmbad der Schule, an der ihre Mutter unterrichtet, ertrunken. So scheint es zumindest…
Doch bald darauf kündigt Moriguchi ihre Stelle und teilt ihren Schülern mit, dass Manamis Tod kein tragischer Unfall war, sondern vielmehr ein von ihren Schülern verübter Mord. Sie weiß, wer die Schuldigen sind und sie möchte den Tod ihrer kleinen Tochter Manami rächen.
Mit ihrem Geständnis löst Yuko Moriguchi eine dramatische Kettenreaktion aus…

Meine Meinung:

Kanae Minatos Roman ist in mehrfacher Hinsicht ein ganz besonderes Werk.

Da wären in erster Linie der Schreibstil und die Aufteilung der Erzählung. Die Autorin hat ihren Roman in 6 Kapitel eingeteilt, in denen die Ereignisse jeweils aus der Sicht eines anderen Betroffenen oder einem Familienmitglied eines Beteilgten geschildert werden. Während im ersten und im letzten Kapitel die Lehrerin Yuko Moriguchi zu Wort kommt, lernen wir in den weiteren Kapiteln die Perspektiven einer Mitschülerin, der Mutter eines der beschuldigten Schüler und der beiden Schüler kennen, die von Moriguchi des Mordes bezichtigt werden.

Viele Einzelheiten werden aufgrund dieser Einteilung mehrfach geschildert und dennoch kommt keine Langweile auf, da es der Autorin perfekt gelungen ist, immer wieder weitere wichtige Details einzustreuen, die meist auch zu unerwarteten Wendungen führen. Nach und nach setzen sich auf diese Weise verschiedene Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammen.

Auch der Schreibstil variiert von einem Kapitel zum anderen, da die Autorin den jeweiligen Protagonisten unterschiedliche Adressaten zuteilt. Während Yuko Moriguchi sich im ersten Kapitel an alle ihre Schüler richtet, wendet sich die Schülerin Mizuki im folgenden Kapitel in einem Brief an ihre ehemalige Lehrerin, bevor der Leser im dritten Kapitel die Tagebucheinträge von Naokis Mutter lesen kann.

Im Laufe der Erzählung lernt der Leser die Beweggründe der einzelnen Protagonisten kennen und hier tun sich wahre menschliche Abgründe auf. Es geht um Rache, um fehlende Anerkennung, um Schuldfragen und um Gewalt. Auch dies macht den Roman zu etwas Besonderem.

Man kann dieses Buch nicht einfach nur lesen… vielmehr regt es zum Nachdenken an: über unsere Gesellschaft und deren Werte, über Gerechtigkeit und darüber, wie man sich selbst wohl an der Stelle eines der Protagonisten verhalten hätte.

Um es mit den Worten der Buchhändlerin zu sagen, bei der ich dieses Buch gekauft habe: „Da haben Sie sich zwei ganz besondere Bücher ausgesucht!“ Zumindest was dieses Werk angeht, sollte sie Recht behalten!  😉

In Japan ist das Buch übrigens schon 2008 erschienen und wurde mittlerweile auch verfilmt.

Ich vergebe fünf von fünf Papierblumen!
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Véro

Wenn die letzte Stunde schlägt…

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Zum Inhalt:

Detective William Oliver Layton Fawkes, genannt Wolf, ist einer der besten Mordermittler der Londoner Polizei. Er wird zu einem Tatort gerufen und dort auf brutale Art und Weise mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Ein kaltbültiger Killer hat Körperteile von 6 Mordopfern zu einer „Ragdoll“, einer Flickenpuppe, zusammengesetzt. Schnell zeigen sich Verbindungen zu einem alten Fall, der Wolf fast seinen Job gekostet hätte und auch einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass Wolfs Ehe zu Bruch ging. Damals trieb einen Serienmörder sein Unwesen und wurde, sehr zu Wolfs Unmut, freigesprochen. Kurze Zeit später tötete der Freigesprochene ein weiteres unschuldiges Kind.
Doch irgendjemand scheint nicht vergessen zu haben, was damals passiert ist… Wolfs Ex-Frau, die Journalistin Andrea wird ein Umschlag mit Fotos des Tatortes zugespielt. Außerdem enthält dieser Umschlag eine Liste mit 6 weiteren Opfern sowie deren Todeszeitpunkt. Der letzte Name auf der Liste lautet: William Oliver Layton-Fawkes…
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Meine Meinung:

Daniel Cole ist mit diesem Roman ein sehr vielversprechender und spannender Serienauftakt gelungen. Als Leser fiebert man mit und obwohl man eigentlich weiß, dass es im Laufe der Handlung viele Tote geben wird und auch der Ausgang klar zu sein scheint – immerhin handelt es sich um einen Serienauftakt – bleibt es sehr spannend zu erfahren, was die einzelnen Opfer miteinander verbindet und was vor vier Jahren wirklich geschah.

Gut gefallen haben mir auch die Protagonisten. Ich persönlich mag es, wenn die Ermittler „Ecken und Kanten“ haben und nicht nur mit Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehen. Da wäre Wolf, der „damals“ fast einen Menschen getötet hätte und daraufhin suspendiert wurde. Seine Partnerin Baxter tut sich schwer damit, ihre Gefühle Wolf gegenüber zu deuten und löst ihre Probleme auf weniger kluge Art. Auch Wolfs Ex-Frau Andrea löst beim Leser Unbehagen aus. Die Journalistin stellt ihre eigene Karriere in den Mittelpunkt und geht dabei wortwörtlich über Leichen. Und dann wäre da noch Edmunds, der ehrgeizige, junge Polizist, dessen schwangere Ehefrau nur schwer akzeptieren kann, dass dieser Fall ihren Mann nicht loslassen will.

Die Zahl der handelnden Personen ist groß; dennoch fiel es mir nicht sehr schwer, mir einen Überblick zu verschaffen.

Trotzdem bekommt das Buch von mir nicht die volle Punktzahl. Das Ende konnte mich nicht wirklich zufriedenstellen… irgendwie schien mir das ein bisschen unrealistisch. Auch zwischendurch gab es kurze Momente, in denen ich dem Autor das Geschehen nicht voll und ganz abkaufen konnte. So beispielsweise als die Polizisten ein ausgeschaltetes Handy unterwegs einfach so wieder einschalten und die Anrufliste überprüfen … ganz ohne einen Code eingeben zu müssen…

Dann gab es im Buch noch einige wenige Rückblenden, die ich sehr interessant fand und die auch ihrem Platz in dem Geschehen habe. Hier hätte der Autor jedoch ein wenig ausbauen können.

Insgesamt ein spannender Einstieg in einer Thrillerserie mit einem Ermittlerteam, von dem ich durchaus gerne mehr lesen würde.

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Véro

Mein Sub kommt zu Wort

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Hallo ihr Lieben,

heute ist es wieder so weit! Anna von Annas Bücherstapel ruft zur Gemeinschaftsaktion „Mein Sub kommt zu Wort“ auf. Auch dieses Mal darf der SuB wieder 4 Fragen beantworten, von denen lediglich die letzte Frage jeden Monat „neu“ ist.

Alles weitere darf Max euch erzählen 😉

Wie groß/dick bist du aktuell?

Ehrlich gesagt war mir ja diesen Monat ein wenig Angst und Bange. In Véros SuB-Abbaugruppe gibt es diesen Monat Strafpunkte für SuB-Aufbau… stellt euch das einmal vor! Die wollen da wirklich mit allem Mitteln verhindern, dass neue Bücher bei mir einziehen.

Aber soll ich euch was verraten? Ich habe es dennoch geschafft zu wachsen. Véro hat ein paar Bücher vom inoffiziellen SuB befreit, weil die mal wieder ganz gut zu ihren Challenges passten. Außerdem kam ein Wanderpaket an, einige Tausch- und Überraschungsbücher und ganz widerstehen konnte Véro auch wieder nicht beim Buchkauf… 🙈 Somit zähle ich nun 228 Bücher, und das obwohl Véro diesen Monat eigentlich genau so viele Bücher gelesen hat, wie hier eingezogen sind – nämlich 13. So eine Woche Urlaub am Strand kann einem SuB echt gefährlich werden. 🏖

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!

Diesmal werde ich mich hier wirklich auf die drei neuesten Schätze beschränken… irgendwie ist auch mir heute zu warm. 😓

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Diese drei Neuzugänge sind erst in den letzten Tagen hier eingezogen.

  • Ich schenk dir die Hölle auf Erden“ von Ellen Berg. Véro ist großer Fan der Bücher von Ellen Berg, da sie sich ganz gut für zwischendurch eignen. Ellen Berg schreibt auf herrlich humorvolle Art und ihre Romane lesen sich sehr leicht und schnell.
  • Alles Licht das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr. Dieses Buch hat Véro sich gekauft, weil sie an einer Leserunde mit ein paar Bücherwürmern teilnehmen möchte, die sie auf Lovelybooks „kennengelernt“ hat. Die Mädels aus dieser Truppe sind übrigens auch „Schuld“ an dem SuB-Zuwachs durch das Wanderpaket.
    (Véro mag die glaube ich ganz gerne, aber ich fange auch an sie richtig zu mögen. Was habe ich denen schon alles zu verdanken… 😂)
  • „Bruderlüge“ von Kristina Ohlsson. Dass dieses Buch gleich nach Erscheinen hier einziehen würde, war klar! Véro hat den ersten Teil dieses spannenden Thriller während der letzten Wochen gelesen und will nun natürlich unbedingt lesen, wie es weitergeht.

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

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Heute Mittag hat mich ein Hörbuch verlassen. Ich glaube Véro hat das jetzt wegen dieses SuB-Abbaus ausgegraben … Ein Schelm, wer Böses denkt! 😜😂

Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ von Jojo Moyes hat Véro recht gut gefallen, allerdings hat sie wieder festgestellt, dass sie bei Hörbüchern wohl doch weniger auf den Inhalt konzentriert ist, weil sie immer irgendetwas nebenher macht.

Karma Girl“ von Jennifer Estep hat Véro am Wochenende beendet. Für sie war das ein Ausflug in ein ungewohntes Genre aber diese Mischung aus Fantasy und Young Adult hat ihr recht gut gefallen.

Lieber SuB, bei welchem Buch denkst du, hat dein Besitzer so hohe Erwartungen hat, dass das Buch deswegen noch ungelesen ist und warum sind die Erwartungen so hoch? (Hype-Buch, Lieblingsautor, Reihenabschluss, etc.)

 

Auch diesen Monat weiß ich keine rechte Antwort auf die letzte Frage. Ich glaube nicht, dass einer meiner Untermieter nur deshalb bei mir runliegt, weil Véros Erwartungen daran zu hoch sind. Meistens hat das andere Gründe. Seit Véro sich in diesen Challenge-Gruppen tummelt, richtet sie ihre Leseliste meistens danach aus, was dort gerade passt.

Also: „Hier habe ich leider kein Foto für euch!“ 😜 Vielleicht kann ich euch an dieser Stelle nächstes Mal wieder mehr erzählen.

LIEBE GRÜSSE!
EUER MAX

 

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Die Idee zu diesem Post kam mir nach meinem letzten Einkauf in der Buchhandlung.

Mittlerweile hat es sich bei uns eingebürgert, dass jeder von uns den anderen mitteilt, wenn es SuB-Zuwachs gibt. Diesmal habe ich jedoch nicht abgewartet, bis ich zu Hause war und meine Bücher schön eines neben das andere legen konnte um sie zu fotografieren. Vielmehr habe ich einfach nur in die Einkaufstüte „hineingeknipst“ und dieses Foto in unserer WhatsApp-Gruppe gepostet. Zu erkennen war kaum etwas… lediglich die Anzahl der Bücher und von zwei Büchern eine: Ecke.

Dennoch meinte Bonny gleich: „Das blaue ist ein Buch von „Zeus“, oder? 😂 Irgendwas mit Göttern, ne?“ Was soll ich sagen… Sie hatte recht! Als Christine daraufhin nachfragte, welche Bücher ich mir sonst noch gekauft hätte, machte ich mir einen Spaß daraus, Ecken abzufotografieren und Bonny auf Christines Frage antworten zu lassen. 😜

Als ich nun anfangs der Woche meine Koffer für einen Kurztrip gepackt habe, kam mir die Idee, euch raten zu lassen, welche Bücher mitdurften. Schlussendlich habe ich noch zwei Bücher eingepackt, die hier nicht zu sehen sind (wegen der größeren Auswahl). Wie viele und welche Bücher ich schlussendlich gelesen habe, das erfahrt ihr später. Aber nun dürft ihr erst einmal raten: Welche Bücher durften mit an den Strand? Die Genres sind bunt gemischt … es dürfte also für jeden etwas dabei sein!

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Véro

Wenn ein ganzes Dorf schweigt…

Wer sich zur Zeit in der Krimi-Abteilung in Buchhandlungen umsieht, kommt an Monteperdido kaum vorbei. Grund genug, das Buch selbst zu lesen um sich einen Eindruck zu verschaffen…

Monteperdido

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Zum Inhalt:

Vor fünf Jahren sind die Freundinnen Ana und Lucía, zwei elfjährige Mädchen aus dem Pyrenäen-Dorf Monteperdido, spurlos verschwunden. Seitdem ist in dem beschaulichen Dorf nichts mehr wie es war … Es werden Mahnwachen abgehalten, Ehen gingen zu Bruch und Beschuldigungen werden ausgesprochen. Doch dann taucht eines Tages Ana wieder auf. Sie wurde Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem der Fahrer ums Leben kam. Handelt es sich hierbei um ihren Entführer? Und wo befindet sich Lucía?

Kommissarin Sara Campos  und ihr Vorgesetzter Santiago Baín reisen nach Monteperdido, um die Ermittlungen wieder aufzunehmen und auch Lucía lebend wiederzufinden. Doch dies stellt sich als wesentlich schwieriger heraus als erwartet. Schnell stellt sich heraus, dass vor fünf Jahren einige Fehler bei der Ermittlungsarbeit gemacht wurden. Ob es den beiden „fremden“ Polizisten wohl gelingen wird herauszufinden, was damals wirklich passiert ist?

Meine Meinung:

Die Idee, die diesem Kriminalroman zugrunde liegt, gefiel mir eigentlich sehr gut, doch gelang es dem Autor Agustín Martínez nicht, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Zu zahlreich waren die Personen, zu schnell die Perspektivenwechsel, zu langatmig die Handlung, …

Besonders zu Beginn hatte ich aufgrund der vielen handelnden Personen (mit für uns teilweise ungewohnten Namen) Schwierigkeiten, den Überblick über das Geschehen und die zwischenmenschlichen Beziehungen zu behalten. Der Autor hat seinen Krimi in einem kleinen Bergdorf angesiedelt, in dem jeder jeden kennt, viele miteinander verwandt oder verschwägert sind und in dem der Zusammenhalt noch richtig groß geschrieben ist.

„Die Bewohner von Monteperdido waren alle auf die eine oder andere Weise miteinander verbunden. Taufpaten, Schulkameraden, Schwester oder Freundinnen, die zusammen ihre Kinder erzogen, gemeinsame Feste und die langen lichtlosen Winter, ringsum nur Berge und die Tiere, die dort lebten. … Tiere und Menschen, deren Leben eng miteinander verbunden war. Das war Monteperdido.“ (S. 148)

Eigentlich ist genau dies die Stärke des Buches, da es meist sehr gut nachvollziehbar ist, wie eng die Dorfbewohner miteinander verbunden sind und warum sie skeptisch gegenüber den „Eindringlingen“ aus der Stadt sind, die einen alten Fall neu aufrollen und ihre Nase in Dinge stecken, die mancher Dorfbewohner lieber verschweigen würde. So haben die beiden Ermittler dann auch Schwierigkeiten, das Vertrauen der Einwohner zu gewinnen:

„Wenn sie in diesem gottverdammten Kaff nicht wissen, wer dein Großvater war und wie er seinen Kaffee getrunken hat, dann bist du ein Fremder. Hier mag man Leute, die ihr Geld in Monteperdido lassen und dann wieder abhauen. Aber Leute die kommen und bleiben, mag man weniger.“ (S.146)

Dennoch war für mich manche Reaktion des einen oder anderen Dorfbewohners nur schwer nachvollziehbar und auch die Verbindung zwischen Sara Campos und ihrem Vorgesetzten gab mir lange Rätsel auf. Wohl klären sich die meisten Fragen im Laufe der Handlung, jedoch hätte ich mir beispielsweise gerade im Bezug auf Sara Campos Vergangenheit detaillierte Erläuterungen gewünscht.

Die vom Autor geschaffene Atmosphäre ist recht düster und verstörend. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, doch die Handlung geht nur schleppend voran und wirklich spannend wird es zu keinem Zeitpunkt. Manche Vorkommnisse klärt der Autor zu schnell auf und verhindert damit, dass Spannung aufkommen kann, andere Ereignisse wiederum – besonders die Aufklärung am Schluss – wirken etwas konstruiert.

Auch der Aufbau des Romans hat mir etwas zu schaffen gemacht. Das Buch ist in nur sieben Kapitel eingeteilt, die jedoch recht lang sind (teilweise mehr als 100 Seiten), innerhalb derer jedoch sehr schnelle Perspektivenwechsel erfolgen. Beides ist meiner Ansicht nach dem Lesefluss nicht sehr förderlich; vielmehr erschweren die raschen Wechsel zuweilen das Verständnis und die langen Kapitel verstärken den Eindruck, dass die Handlung sehr langatmig ist.

Mich konnte dieser Krimi leider nicht packen. Schade… denn der Plot hätte sehr viel Potential!

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Véro